Jeff Bezos

Schon als Kind war er ein Sciene-Fiction-Fan.

(Foto: Reuters)

Blue Origin Ins All mit der Weltraumfirma von Jeff Bezos – für 300.000 US-Dollar

Nächstes Jahr will Bezos die ersten Touristen ins All schießen. Ein teures Vergnügen: 300.000 US-Dollar könnte das Ticket für den elfminütigen Flug kosten.
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DüsseldorfFür Jeff Bezos sind sie der Anfang einer neuen Ära: Touristenflüge ins All. Mit seiner Raketenfirma Blue Origin will der Amazon-Gründer diese neue Ära im kommenden Jahr einleiten. Denn das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Seattle plant, schon bald testweise die ersten Menschen ins All zu schießen.

Um diesen Wendepunkt mitzuerleben, müssen die künftigen Weltraumtouristen allerdings tief ins Portemonnaie greifen. Die Flugtickets für das Raumflugzeug „New Shepard“ werden aller Voraussicht nach zwischen 200.000 und 300.000 US-Dollar kosten, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet.

Bisher hat Blue Origin acht Testflüge in Texas absolviert – allerdings ohne Passagiere an Bord. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Blue Origin aber schon Anfang nächsten Jahres mit dem Verkauf der Tickets beginnen. Eine Anfrage von Reuters zur Preisstrategie kommentierte Bezos' Raketenfirma nicht. Im Mai hatte der Milliardär gesagt, dass die Ticketpreise noch nicht festgelegt worden seien.

Das Raumflugzeug „New Shepard“ besteht aus einer Trägerrakete und einer abnehmbaren Passagierkapsel. Sechs Touristen kann die Firma damit ins All schießen. Bis zu elf Minuten soll die Reise in der vollautomatisierten Rakete dauern, die mit übergroßen Fenstern und Ledersitzen ausgestattet ist. Mit einem Fallschirm kehrt die Kapsel zur Erde zurück.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
18. Platz: Francoise Bettencourt-Meyers
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Nachdem Liliane Bettencourt im September 2017 starb, erbte ihre Tochter das L’Oréal-Vermögen. 42,2 Milliarden Dollar machen Francoise Bettencourt-Meyers zur zweitreichsten Frau der Welt.

Die „Forbes“-Zahlen sind nur Schätzungen, die aber auf einem der weltweit aufwendigsten Schätzverfahren basieren und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten.

17. Platz: Ma Huateng
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Der 46-jährige Chinese entwickelte den in Asien populären Messenger „Tencent QQ”. Damit erreicht er nicht nur fast eine Milliarde Nutzer, sondern erwirtschaftete auch ein Privatvermögen von 45,3 Milliarden Dollar. Im März 2017 waren es noch 20 Milliarden US-Dollar weniger.

16. bis 14. Platz: Alice, Jim und Robson Walton
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Walmart, die größte Supermarktkette der Welt, macht auch die Erben reich: Jim Walton (links) bringt es 2018 auf 46,4 Milliarden Dollar und überholt im Vergleich zum Vorjahr seine beiden Geschwister Sam Walton (Platz 15: 46,2 Milliarden Dollar) und Alice Walton (Platz 16: 46 Milliarden Dollar).

13. Platz: Sergey Brin
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Google-Mitgründer Sergey Brin ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und gilt als Kritiker der Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump. Das Vermögen des gebürtigen Russen, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern in die USA auswanderte, beläuft sich auf satte 47,5 Milliarden Dollar. Ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,1 Milliarden Dollar laut „Forbes“).

12. Platz: Larry Page
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Nachdem sie sich an der Stanford University kennen gelernt hatten, gründete Page gemeinsam mit Sergey Brin Google. Heute ist der 44-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 48,8 Milliarden Dollar (2017: 40,7 Milliarden Dollar) den zwölften Platz.

11. Platz: Michael Bloomberg
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Der Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns und ehemalige Bürgermeister von New York konnte sein Vermögen im vergangenen Jahr auf nunmehr 50 Milliarden Dollar leicht steigern.

10. Platz: Larry Ellison
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Das Vermögen des Oracle-Gründers hat turbulente Zeiten hinter sich. Im Jahr 2000 belief es sich auf 58 Milliarden Dollar. Während der Dotcom-Krise ein Jahr später verlor er jedoch mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2018 ist er wieder bei 58,5 Milliarden Dollar angekommen.

Mit seiner Raketenfirma will Bezos die zivile Raumfahrt neben Sattelitendiensten und staatlichen Explorationsprojekten zu einer wichtigen Nische in der globalen Weltraumwirtschaft machen, die mittlerweile mehr als 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr umsetzt.

Doch die Konkurrenz ist stark: Neben Bezos, dem reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 122 Milliarden US-Dollar, hoffen auch beispielsweise der Milliardär Richard Branson und Tesla-Chef Elon Musk Vorreiter in der zivilen Raumfahrt zu werden.

Im April testete Bransons Firma Virgin Galactic erstmals erfolgreich ihr Raumflugzeug „Unity“, nachdem vier Jahre zuvor der Absturz des Raumflugzeuges „SpaceShip Two“ ein Todesopfer gefordert hatte. Schon bald werden offenbar die ersten Weltraumtouristen mit „Unity“ ins All reisen: Die Firma hat bereits 650 Tickets je 250.000 US-Dollar verkauft, allerdings noch keinen konkreten Start-Zeitpunkt bekanntgegeben.

Und auch der Milliardär Musk will die Menschheit mit seiner Firma Space X in den Weltraum befördern. Anfang des Jahres schoss der Unternehmer testweise die Trägerrakete „Falcon Heavy“ ins All, weitere Starts sind für Ende des Jahres geplant. Musks ultimatives Ziel: Menschen sollen auf anderen Planeten, beispielsweise auf dem Mars, leben können.

Vor Probleme stellen die drei Unternehmer derzeit aber noch die Kosten: Eine Rakete können sie nur einmal einsetzen, sie ist aber teuer in der Produktion. Blue Origin hält die Kosten zwar geheim. Marco Caceres, Luftfahrt-Analyst bei der Teal Group, schätzt jedoch, dass jeder Flug das Raketenunternehmen etwa zehn Millionen US-Dollar kosten dürfte. Selbst wenn die sechs Passagiere von Blue Origin pro Ticket 300.000 US-Dollar zahlen sollten, würde sich die zivile Raumfahrt zunächst als Verlustgeschäft erweisen.

Aus diesem Grund versuchen die drei Raumfahrtunternehmer Raketen zu entwickeln, die sie mehrfach ins All schießen können. Dadurch würden nicht nur die Kosten für Bezos, Branson und Musk sinken. Auch die Ticketpreise würden drastisch fallen – und wer weiß: Vielleicht würde das eine neue Ära in der Mobilitätsgeschichte bedeuten.

Mit Material von Reuters.

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