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Boris Winkelmann Frankreichs Post macht Deutschen zum Chef des Tochterkonzerns DPD

Der ehemalige deutsche Landeschef von DPD wird CEO der global operierenden Paketsparte von La Poste. Er hat in diesem Jahr noch Großes vor.
09.07.2020 - 18:48 Uhr Kommentieren
Er ist seit 1994 in der Branche unterwegs. Quelle: picture alliance/dpa
Boris Winkelmann

Er ist seit 1994 in der Branche unterwegs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Paris Die staatseigene französische La Poste setzt erstmals einen Deutschen an die Spitze ihres weltweit operierenden Paketdienstes DPD. Wie der DHL- und Hermes-Konkurrent am Donnerstag in Paris mitteilte, übernimmt der Hamburger Boris Winkelmann ab sofort den Vorstandsvorsitz der DPD Group in der französischen Hauptstadt und wird zugleich „Executive Vice President“ der Zwischenholding Geopost.

Winkelmanns Verantwortungsbereich steht für mehr als ein Drittel des Betriebsgewinns der französischen Post, die neben der Briefzustellung und dem Paketgeschäft auch im Bankgewerbe tätig ist.

„Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich der größte Paketzusteller innerhalb von Europa sein“, kündigte Winkelmann vor der Presse in Paris an. Bislang lag DPD mit einem Marktanteil von 12,5 Prozent in Europa knapp hinter der Deutschen Post.

Winkelmann folgt in seinem Amt dem Franzosen Paul-Marie Chavanne, der sich Ende Juni in den Ruhestand verabschiedete. Schon Anfang 2020 war der Hamburger nach fünf Jahren an der Spitze von DPD Deutschland in die Pariser Zentrale gewechselt. Der 48-Jährige, dessen Vater einst bei Airbus in Toulouse beschäftigt war, spricht fließend französisch.

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    Der Express- und Paketmanager begann seine Karriere 1994 in der Amsterdamer Konzernzentrale von TNT Express, um 1999 zum DPD-Gesellschafter Geopost zu wechseln, einer 100-Prozent-Tochter der französischen Post. Dort koordinierte Winkelmann bis 2001 die Mehrheitsübernahme des unter „Deutscher Paketdienst DPD“ firmierenden Zustellers in Aschaffenburg, der sich 2008 in „Dynamic Parcel Distribution“ umbenannte.

    1976 war DPD von acht deutschen Speditionen gegründet worden, darunter dem Osnabrücker Frachtkonzern Hellmann und der Berliner Transportfirma Zeitfracht. Sie alle trennten sich nach und nach bis 2016 von ihren Anteilen. Das international expandierende Unternehmen verbuchte 2019 knapp 7,8 Milliarden Euro Umsatz – und lieferte einen Betriebsgewinn von 379 Millionen Euro beim Mutterkonzern La Poste ab.

    Digitale Neuausrichtung

    Der französische Alleingesellschafter hält Winkelmann zugute, dass er die deutsche Landesgesellschaft neu ausrichtete. Konzentrierte sich DPD jahrelang auf die Zustellung an gewerbliche Kunden (B2B), spielt der Paketdienst inzwischen auch im Onlinehandel (B2C) eine gewichtige Rolle. Im Wettbewerb gegen DHL und Hermes setzte Winkelmann dabei insbesondere auf die Digitalisierung, mit der Empfänger zeitnah von den Lieferungen unterrichtet werden.

    „Wir haben den B2C-Anteil in unserem Zustellgeschäft binnen kurzer Zeit von 45 auf 60 Prozent steigern können“, berichtete der neue DPD-Vorstandschef am Donnerstag. In der Coronakrise komme dies dem Unternehmen nun zugute, weil das B2B-Geschäft wegen der zahlreichen Produktionsausfälle unter Druck geraten sei.

    Die Zustellung an die Privathaushalte habe insbesondere im Lockdown sprunghaft zugenommen. „Es hat sich für uns bezahlt gemacht“, sagte Winkelmann, „dass wir in den letzten Jahren die Temperatur-geführte Zustellung für Lebensmittel- und Pharmaversender ausgebaut haben.“

    Nachfolger in Aschaffenburg wird nach rund fünf Monaten Einarbeitungszeit Eric Malitzke. Der 47-Jährige war zuvor Geschäftsführer des Flughafens Leipzig/Halle, Leiter des DHL-Hubs in Leipzig sowie Director Operations für Amazon. Zuletzt arbeitete der gebürtige Frankfurter über vier Jahre als CEO der Schweizer Landesgesellschaft von Fiege.

    Mehr: Duisburg ist die neue „Pakethauptstadt“ Deutschlands

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