Branchenverband warnt Einzelhändler müssen sich gegen Online-Boom wappnen

Die Zunkunft liegt im Internet. Das gilt auch für die Einzelhändler. Der Branchenverband HDE prophezeit Händlern, die die Digitalisierung als Chance verstehen, Umsatzsteigerungen im zweitstelligen Prozentbereich.
Kommentieren
Schaufenster alleine reichen nicht. Die Einzelhändler müssen sich den Herausforderungen des Internets stellen, wollen sich weiter hohe Umsätze einfahren. Quelle: dpa

Schaufenster alleine reichen nicht. Die Einzelhändler müssen sich den Herausforderungen des Internets stellen, wollen sich weiter hohe Umsätze einfahren.

(Foto: dpa)

BerlinDie Einzelhändler in Deutschland müssen sich nach Ansicht des Branchenverbands HDE für die Herausforderungen des Online-Booms wappnen, um nicht den Anschluss zu verlieren. „In der Tat sehen wir einen tiefgreifenden Strukturwandel im Einzelhandel“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Wirtschaftswoche“. Es seien bereits „schwächere Frequenzen in den Ladengeschäften“ festzustellen, betonte Genth und fügte hinzu: „Für diejenigen Händler, die die Digitalisierung als Chance verstehen, bedeutet das Umsatzwachstum und neue Kundenschichten. Für diejenigen, die weitermachen wie bisher, wächst der Wettbewerbsdruck stärker als je zuvor.“

Das Internet krempelt die Branche um: Während Online-Händler über steigende Umsätze jubeln, kämpfen viele kleine Läden um ihre Existenz.

„Das kostet ’n Arsch voll Kohle, aber lohnt sich.“
Online einkaufen
1 von 19

Qualität von Onlineshops

Das Institut für Handelsforschung (IFH) und der Logistiker Hermes befragten 10.248 Konsumenten zur Qualität von Onlineshops. Bei jedem der 105 Onlineshops aus 13 Branchen wurden rund 100 Kunden kontaktiert. Die Studie bildet die Grundlage für den Deutschen Online-Handels-Award, der am Mittwoch auf dem vom Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt veranstalteten Kongress "Online-Handel 2014" vergeben wurde.

Bewertung: Um die Zufriedenheit der Kunden zu ermitteln, wurden diese beispielsweise gefragt, wie sie Webseitengestaltung, Benutzerfreundlichkeit, Sortiment, Preis-Leistungs-Verhältnis, Service, Bezahlung sowie Versand und Lieferung beurteilen.

Den vollständigen Artikel aus dem Handelsblatt mit zahlreichen Grafiken finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Panorama Berlins.Oliver Panorama Berlin trade fair
2 von 19

Platz 10: s.Oliver

Mode boomt im Netz, das zeigt die IFH-Studie. Erstmals ist Mode vor Büchern und digitalen Medien die Warengruppe, die am häufigsten im Internet gekauft wird. Auch geben die Deutschen immer mehr Geld online für T-Shirts und Hosen aus. "Der Modemarkt im Netz wird in Zukunft noch stärker beackert", so IFH-Leiter Hudetz.

Strauss
3 von 19

Platz 9: Strauss Innovation

Händler wie Strauss Innovation mit Läden und Onlineshop kämpfen an mehreren Fronten: Denn bei jedem Euro, der vom Geschäft ins Internet wandert, sinkt die Flächenproduktivität - selbst wenn dieser im eigenen Onlineshop landet, sagen Experten. Jedes Produkt, das im Laden verkauft wird, muss also eineinhalb Vertriebskanäle finanzieren.

(Bild: Screenshot Homepage)

Deichmann
4 von 19

Platz 8: Deichmann

Die Deutschen bestellen im großen Stil Schuhe im Internet. Davon profitiert auch der Anbieter Deichmann, der mit Zalando einen starken Gegenspieler im Netz hat. Allerdings hat es Zalando nicht in die Top-Ten der beliebtesten Online-Shops geschafft.

huGO-BildID: 14774105 Globetrotter, Köln
5 von 19

Platz 7: Globetrotter

Auch klassische Einzelhändler wie der Outdoor-Ausrüster Globetrotter holen im Netz stark auf. Das beweist: Der Händler, der das Onlinegeschäft ernst nimmt und nicht als notwendiges Übel betrachtet, hat auch im Netz Chancen.

Javari
6 von 19

Platz 6: Javari

Nie gehört? Javari ist ein Ableger aus dem Hause Amazon und hat sich auf den Online-Verkauf von Schuhen spezialisiert.

(Bild: Screenshot Homepage)

Fressnapf
7 von 19

Platz 5: Fressnapf

Wer viel Geld in die Hand nimmt, hat gute Karten im E-Commerce. Vor gut einem Jahr brachte es Torsten Toeller, Gründer und Chef von Fressnapf, auf den Punkt: "Ein Onlineshop reicht nicht, wir müssen das ganze Unternehmen digitalisieren. Das kostet ’n Arsch voll Kohle, aber lohnt sich."

(Bild: Screenshot Homepage)

Seine Prognose für 2014 bekräftigte der HDE: Der stationäre Einzelhandel werde in diesem Jahr den Umsatz nur leicht steigern können, während die Umsätze im Internet stark anziehen dürfte. „Im Einzelhandel insgesamt rechnen wir 2014 mit einem leichten Plus von nominal 1,5 Prozent, im Online-Handel mit einem deutlichen Anstieg um 17 Prozent“, sagte Genth dem Magazin.

  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Branchenverband warnt: Einzelhändler müssen sich gegen Online-Boom wappnen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%