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Brauerei Härle unterliegt Bier darf nicht mehr „bekömmlich“ sein

Darf man Bier in der Werbung als „bekömmlich“ bezeichnen? Einem Brauer aus Baden-Württemberg wurde das heute gerichtlich untersagt. Doch die Branche will das Urteil nicht auf sich sitzen lassen.
Update: 25.08.2015 - 14:29 Uhr Kommentieren
Gottfried Härle, Geschäftsführer der Brauerei aus Leutkirch, ist vor Gericht unterlegen. Quelle: dpa
Brauerei Clemens Härle

Gottfried Härle, Geschäftsführer der Brauerei aus Leutkirch, ist vor Gericht unterlegen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Schon der altgriechische Philosoph Plutarch erkannte den Nutzen von Bier und schrieb: „Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien die Schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.“

Diese heitere Auffassung können die Richter des Landgerichts Ravensburg nicht teilen. Mit dem Begriff „bekömmlich“ jedenfalls darf die Brauerei Clemens Härle aus Leutkirch in Baden-Württemberg nicht mehr werben. Sie bestätigten heute Mittag eine entsprechende Einstweilige Verfügung von Mitte Juni.

Die Brauerei hatte auf ihren Internetseiten drei Biersorten mit dem Begriff „bekömmlich“ beworben. Für Brauerei-Chef Gottfried Härle heißt das nur, dass sein Bier gut ist fürs Wohlbefinden. Doch der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) aus Berlin sieht darin eine unerlaubte Werbung mit Gesundheitsbezug. Und die sei in Verbindung mit alkoholischen Getränken nicht erlaubt.

Das wollen die Brauer aber nicht auf sich sitzen lassen. „Wir werden in die nächste Instanz gehen“, sagte Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes der Privaten Brauereien, dem Handelsblatt. Er vertritt in seiner Funktion als Anwalt die Brauerei vor Gericht.

Es geht um die Frage, ob die Aussage „bekömmlich“ etwas über die Gesundheit aussagt oder nicht. Wenn das so ist, dann gilt die sogenannte EU Health Claims Verordnung, nach der eine Werbung mit Gesundheitsbezug für alkoholische Getränke verboten ist.

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