Brauereien Alkoholfreies Bier immer beliebter

Deutsche Brauereien haben im vergangenen Jahr mehr alkoholfreies Bier hergestellt. Besonders beliebt sind Pils und Weizen ohne Prozente, aber auch Radler liegt im Trend. Die Branche rechnet mit weiteren Anstiegen.
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Der Absatz alkoholfreier Biermischgetränke wie etwa Radler sei nach Branchenschätzungen mit einem Plus von mehr als 13 Prozent aber am deutlichsten gestiegen. Quelle: dpa
Krombacher Radler Alkoholfrei

Der Absatz alkoholfreier Biermischgetränke wie etwa Radler sei nach Branchenschätzungen mit einem Plus von mehr als 13 Prozent aber am deutlichsten gestiegen.

(Foto: dpa)

BerlinAlkoholfreie Biere finden in Deutschland immer mehr Abnehmer. Im vergangenen Jahr stellten die deutschen Brauereien fast 200.000 Hektoliter und damit gut vier Prozent mehr alkoholfreies Bier her als 2013, wie der Deutsche Brauer-Bund am Dienstag mitteilte. Erstmals seien mehr als fünf Millionen Hektoliter produziert worden.

Die beliebtesten alkoholfreien Sorten waren hierzulande demnach Pils und Weizen. Der Absatz alkoholfreier Biermischgetränke wie etwa Radler sei nach Branchenschätzungen mit einem Plus von mehr als 13 Prozent aber am deutlichsten gestiegen.

Die Deutschen und das liebe Bier
23. April: Tag des Bieres
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In Deutschland ist Bier so sehr verwurzelt, dass der Gerstensaft es auch in die Redensarten geschafft hat. Der Satz „Da ist Hopfen und Malz verloren“ stammt schon aus dem 16. Jahrhundert. In diesem Zeitraum, nämlich am 23. April 1516, wurde auch das deutsche Reinheitsgebot erstmals festgeschrieben. Seit 1994 zelebrieren die Brauereien den 23. April deshalb als „Tag des deutschen Bieres. In diesem Jahr feiern die Brauer 499 Jahre Reinheitsgebot mit einem Fest in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Besonders gefeiert wird in Bayern, wo am 23. April 1516 das Reinheitsgebot in Ingolstadt erlassen worden war. Handelsblatt Online hat die wichtigsten und witzigsten Fakten zusammengestellt. Welches das beliebteste Bier bei Singles ist, welche Brauerei die größte ist und wie viel der Staat am Bier verdient – die Fakten zum Durchklicken.

Quelle: Statista

Die beliebtesten Biermarken in Deutschland
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Bier ist in Deutschland beliebt, so viel ist klar. Doch welche Marke trinken die Deutschen am Liebsten? Die Zahlen von Statista geben eine klare Antwort: Beck’s. Die Brauerei – inzwischen Teil des Brauereikonzerns AB Inbev – konnte ihren Anteil von 2012 auf 2013 sogar noch leicht ausbauen. Demnach greifen rund elf Prozent am liebsten zu der grünen Flasche aus Bremen. Auf Platz zwei landet Krombacher mit 9,5 Prozent, auf Platz drei Warsteiner mit neun Prozent. Gemessen wird die Beliebtheit am Konsum in den vergangenen vier Wochen.

Die beliebtesten Biermarken in Deutschland unter Singles
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Kurios: Auch die beliebtesten Biere der deutschen Singles werden erhoben. Die Zahlen weichen aber nur geringfügig von den Gesamtwerten ab. Auch bei den Alleinstehenden bleiben Beck’s, Warsteiner und Krombacher auf den vorderen Plätzen. Abseits des Treppchens gibt es aber Unterschiede: Statt Veltins ist die vierte Wahl unter Singles König Pilsener.

Pro-Kopf-Konsum in Deutschland
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2014 haben die Verbraucher in Deutschland erstmals seit acht Jahren wieder mehr Bier getrunken. Pro Kopf waren es demnach durchschnittlich 106,9 Liter. Das war ungefähr ein Glas mehr als 2013. Damals waren es 106,6 Liter pro Jahr. Die Branche führt die Steigerung auf die milden Temperaturen im ersten Halbjahr, die Fußball-Weltmeisterschaft und ein stabiles Konsumklima zurück. Insgesamt hat der Pro-Kopf-Konsum seit der Jahrtausendwende deutlich abgenommen. Im Jahr 2000 trank ein Deutscher noch 125,6 Liter Bier im Jahr.

Die Bundesländer mit dem höchsten Bierabsatz
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Am meisten Bier wird in Nordrhein-Westfalen getrunken. Ganze 23,9 Millionen Hektoliter Bier wurden dort 2013 konsumiert. Dicht gefolgt vom Bundesland des Bieres – Bayern. Dort waren es rund 22,1 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes. Auf dem dritten Platz landeten Niedersachsen und Bremen mit einem deutlich geringerem Konsum. Hier waren es nur 9,3 Millionen Hektoliter.

Konsumausgaben für Bier in Deutschland
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Durch den sinkenden Konsum haben sich auch die Ausgaben verringert. Allein von 2008 bis 2012 haben die Deutschen fast sechs Milliarden Euro weniger in Bier investiert. Das dürfte den Brauereien nicht sonderlich schmecken.

Steuereinnahmen durch die Biersteuer
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Auch der Staat zapft sich etwas vom Bierkonsum der Deutschen ab – und „leidet“ dementsprechend unter dem sinkenden Interesse am Gerstensaft. Seit 1999 haben sich die Einnahmen des Bundes durch die Biersteuer deutlich reduziert. Damals spülte das Bier rund 846 Millionen Euro in die Kassen des Finanzministeriums. 2013 waren es lediglich 697 Millionen Euro.

Der Brauer-Bund rechnet damit, dass der Absatz alkoholfreier Biere und Biermischgetränke in den nächsten Jahren weiter steigt. Seit 2010 ist der Markt dafür den Angaben zufolge bereits um über 50 Prozent gewachsen.

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