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Braukonzern Aktie von Anheuser-Busch bricht nach Gewinnwarnung ein

Hohe Rohstoffkosten und ein starker Dollar belasten den Bierbrauer. Der weltgrößte Braukonzern hat die Erwartungen für das Quartal enttäuscht.
25.10.2019 Update: 25.10.2019 - 11:25 Uhr Kommentieren
Becks-Brauer AB Inbev senkt Prognose Quelle: AP
Beck´s Bier

Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev hat wegen hoher Rohstoffkosten und des relativ starken Dollars die Erwartungen für 2019 gedämpft.

(Foto: AP)

Düsseldorf Nach einer Gewinnwarnung ist die Aktie des weltgrößten Bierkonzerns Anheuser-Busch Inbev am Freitagmorgen zwischenzeitlich um fast elf Prozent eingebrochen.

Der Bierbrauer – bekannt für seine Marken Budweiser, Beck’s, Stella Artois und Corona – dämpfte wegen der hohen Rohstoffkosten und des starken Dollar die Erwartungen für 2019. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet der Konzern nun nur noch mit einem moderaten Plus. Bislang hatte der Konzern ein starkes Wachstum in Aussicht gestellt.

Der Brauriese setzte im dritten Quartal 13,2 Milliarden Dollar (rund 11,9 Milliarden Euro) um. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) sank leicht auf 5,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem höheren Umsatz und einem besseren Ergebnis gerechnet.

Anheuser-Busch leidet unter der relativ starken US-Währung. Denn der multinationale Konzern verrechnet die global erzielten Umsätze in Dollar. Analystin Celin Pannuti von JP Morgan geht davon aus, dass die Unsicherheit bezüglich der Margen und der Preise weitergehe.

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    Das Gewinnwachstum wurde vor allem durch einen Rückgang der Bierauslieferungen in China und den USA gebremst. Der Bierdurst der Chinesen sinkt: Im Reich der Mitte wurden bereits 2018 statt 440 Millionen im Vorjahr noch 381 Millionen Hektoliter gebraut, so ein Bericht der Barth-Haas Gruppe.

    Absatzmarkt China bremst Gewinnwachstum

    Seitdem China den Ausschank von Alkohol nach zwei Uhr nachts eingeschränkt hat, spürt die ganze Branche die Auswirkungen. So hat sich das Gewinnwachstum von Anheuser-Busch in China von 24 Prozent im zweiten auf nunmehr elf Prozent im dritten Quartal verlangsamt. Trotzdem setzt der Konzern weiter auf diesen extrem wichtigen Markt. „Unser China-Geschäft bleibt intakt. Es gibt Wachstum“, betonte CFO Felipe Dutra am Freitag.

    Rivale Heineken hatte sich für rund drei Milliarden Dollar 40 Prozent von Chinas größtem Brauer, der China Resources Snow Breweries gekauft. Der ist nach Anheuser Busch und Heineken inzwischen der drittgrößte Bierbrauer der Welt.

    Doch die großen Brauer haben es in der Volksrepublik nicht mehr so leicht. Sie bekommen zunehmend Gegenwind von kleinen Craft Beer-Marken, die besonders in den Großstädten immer beliebter werden.

    Im September hatte der Anheuser-Busch im zweiten Anlauf 5,8 Millionen Dollar mit einem Teilbörsengang seiner Asiensparte eingesammelt. Das war deutlich weniger als erwartet. Im ersten Anlauf an der Hongkonger Börse, der kurzfristig abgesagt worden war, hatte sich der Konzern noch doppelt so hohe Einnahmen erhofft.

    Der überraschende Verkauf des Australien-Geschäfts an den japanischen Konkurrenten Asahi hatte danach rund 11,3 Milliarden Dollar in die Kassen von Anheuser-Busch gespült. Der Konzern brauchte das eingesammelte Kapital dringend, um seinen Schuldenberg abzubauen.

    Denn die Übernahme von Erzrivalen SAB-Miller 2016 hatte Anheuser-Busch satte 100 Milliarden Dollar gekostet. Der Zukauf war laut Branchenexperten Christoph Treiber von der Beratung OC&C Strategy jedoch strategisch clever, denn beide Brauereien waren regional sehr unterschiedlich aufgestellt und ergänzten sich gut.

    Mehr: Kooperation statt Konkurrenz: Brombach, Maisel und Schneider wollen gemeinsam dafür sorgen, dass ihr Weißbier bei qualitätsbewussten Kunden besser ankommt.

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