Modemesse Bread & Butter

Carsten Hendrich (l), Marketingchef von Zalando, und David Schneider, Zalando-Vorstandstandsmitglied, eröffnen die Modemesse Bread & Butter.

(Foto: dpa)

Bread & Butter „Die Messe ist für uns ein Experimentierfeld“

Das Zalando Event Bread&Butter birgt viele Einsichten über die jungen Kunden. Veranstalter David Schneider erzählt, wo der Konzern ansetzen will.
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BerlinHerr Schneider, Sie veranstalten jetzt schon die dritte Ausgabe des Mode-Events Bread&Butter. Welche Bedeutung hat die Veranstaltung in Berlin für Zalando?
Für uns ist extrem spannend, dass wir hier direkt die Endkonsumenten erleben. Denn wir haben zwar unendliche Datenmengen über die Einkäufe unserer mehr als 24 Millionen aktiven Kunden. Aber wir erleben die Kunden nicht direkt.

Und wie erleben Sie die Kunden?
Was ich beeindruckend finde, wie stark die Leute auf besondere Produkte anspringen, auf exklusive Sneaker-Kollektionen zum Beispiel. Die Besucher stehen auch Schlange, um ein nach ihren Wünschen gestaltetes Produkt zu kaufen. Für uns ist die Bread&Butter so etwas wie ein Experimentierfeld, auch für das, was wir online bei Zalando machen.

Wie nutzen Sie das Event für ihr eigenes Geschäft?
Es ist eine Variante, Online und Offline zu verbinden: Die Besucher sehen spannende Produkte, können sie mit ihrer Karte bezahlen und dann gleich am Stand mitnehmen oder sich nach Hause liefern lassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die vor Ort präsentierten exklusiven Produkte zum Großteil über den Bread&Butter Hub auf Zalando zu kaufen.

Was haben Sie denn aus den Veranstaltungen der Bread&Butter bisher gelernt?
Vor allem zwei Dinge: Das eine ist zu sehen, wie die Kunden es schätzen, wenn wie die Marken etwas Exklusives anbieten. Wir setzen jetzt auch online mehr auf exklusive Kollektionen der Marken und arbeiten da ganz eng mit den Marken zusammen. In Kooperation entwickeln wir die dazugehörigen Kampagnen und  versuchen, gemeinsam Stories über die Produkte zu erzählen.

Und das Zweite?
Customization ist ein wachsender Trend, also dass Kunden ihr T-Shirt oder ihren Schuh selbst gestalten. Das ist bisher Online noch ein kleines Geschäft. Künftig könnte man das sicherlich noch ausbauen. Zum Beispiel haben wir ein Pilotprojekt mit adidas und dem miadidas Tool gelauncht. Darüber wurden Sneaker auf Bestellung des Kunden für ihn nach seinen Wünschen produziert.

Sie wollen vor allem die 20- bis 30-Jährigen erreichen. Haben Sie denn auf den letzten Events viele dieser jungen Kunden gewonnen?
Wir sind schon sehr begeistert, wie viel internationales Publikum zu uns kommt. Und wie viel Influencer ein Interesse an der Veranstaltung haben. Ja, wir werden immer erfolgreicher auch in einer jüngeren Zielgruppe. Das spüren wir schon.

Wie nutzen Sie das fürs Online-Geschäft?
Gerade die vielen exklusiven Produkte nutzen wir stark, um junge Kunden über soziale Medien wie Instagram zu erreichen. Das spricht eine jüngere, sehr gut informierte Zielgruppe sehr gut an. Da gibt es einen großen Amplifizierungseffekt, der für uns spannend ist.

Welche Produkte laufen auf der Bread&Butter besonders gut?
Sneaker sind eines der Produkte, die besonders gut ankommen.

Kann die Bread&Butter noch wachsen?
Wir sind mit 30.000 Besuchern am Limit hier auf dem Gelände. Mehr dürfen wir hier nicht reinlassen. Mit dem Bread&Butter Format erreichen wir unsere anderen über 24 Millionen aktiven Kunden in Europa über den neu-gelaunchten Hub auf der Zalando-Plattform.

Ist eine Rückkehr auf den alten Flughafen Tempelhof geplant? Da fand die ursprüngliche Bread&Butter ja mal statt.
Denkbar ist grundsätzlich bei Zalando immer alles. Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen und überlegen, wie wir die Veranstaltung weiter entwickeln können.

Herr Schneider, vielen Dank für das Gespräch.

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