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Britischer Billigflieger Easyjet rechnet mit höheren Verlusten in Berlin-Tegel

Tegel ist für Easyjet weiter ein schwieriges Pflaster. Der Billigflieger erhöht den erwarteten Verlust auf fast 200 Millionen Euro.
Update: 18.07.2018 - 11:16 Uhr Kommentieren
Easyjet rechnet mit höheren Verlusten in Berlin-Tegel Quelle: dpa
Easyjet in Berlin-Tegel

Der Billigflieger will im kommenden Geschäftsjahr am Berliner Flughafen den Sprung in die Gewinnzone schaffen.

(Foto: dpa)

Luton Für den britischen Billigflieger Easyjet läuft es am Berliner Flughafen Tegel weiterhin nicht rund. Für das laufende Geschäftsjahr (30.9.) korrigierte das Unternehmen die erwarteten Verluste um 15 Millionen britische Pfund auf nun 175 Millionen Pfund (197 Millionen Euro) nach oben.

Grund seien hohe Zusatzkapazitäten anderer Fluggesellschaften wie zum Beispiel Laudamotion sowie der von Air Berlin übernommene ineffiziente Flugplan, erklärte Easyjet-Chef Johan Lundgren am Mittwoch in Luton bei London.

Man komme aber mit der Integration Tegels voran, wobei auch die Auslastung der Jets auf zuletzt 86 Prozent im Juni gestiegen sei. Im Flottenschnitt schafft Easyjet allerdings 94 Prozent. Zum 30. Juni hatte das Unternehmen in Tegel zehn eigene Jets am Start, die noch eine Weile mit zugemieteten Jets ergänzt werden. Dazu gehörten 441 Piloten und Flugbegleiter.

Geplant sind an die 1000 eigene Beschäftigte, von denen rund die Hälfte früher bei Air Berlin gearbeitet hat. Easyjet will im kommenden Geschäftsjahr in Tegel den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Der Flugplan soll in den nächsten 18 bis 24 Monaten für den Punkt-zu-Punktverkehr optimiert werden.

Die Airline mit fast 300 Flugzeugen kann die Anlaufverluste aus Berlin aber gut verkraften. Das Unternehmen erhöhte trotz europaweiter Lotsenstreiks und Wetterkapriolen seine Prognose für den um Sonderposten bereinigten Vorsteuergewinn auf 550 bis 590 Millionen Pfund (619 bis 664 Millionen Euro).

Das wäre ein Anstieg von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai hatte das Management noch mit einer Spanne von 530 bis 580 Millionen Pfund gerechnet. Der Aktienkurs legte an der Londoner Börse um mehr als vier Prozent zu. Der Aktienkurs stieg an der Londoner Börse um mehr als vier Prozent.

Der zweitgrößte Billigfluganbieter nach der irischen Ryanair musste zwar so wie andere Fluggesellschaften viele Flüge streichen wegen Lotsenstreiks in Frankreich und Unwetter. Von April bis Juni fielen rund 2600 Flüge aus im Vergleich zu 314 Streichungen vor Jahresfrist.

Aber Easyjet profitierte andererseits von der Pleite der britischen Airline Monarch und Streiks bei Air France in Frankreich. Im dritten Quartal steigerte Easyjet den Umsatz bei 24,4 Millionen Passagieren um 14 Prozent auf umgerechnet 1,8 Milliarden Euro.

Easyjet-Chef Johan Lundgren erklärte, das Unternehmen habe die Ergebnisprognose nach einem guten Auftakt im vierten Quartal angehoben. Die Nachfrage sei hoch. „Uns geht es gut auf allen Märkten“, sagte Lundgren. Über die Lotsenstreiks wolle sich die Airline bei der EU-Kommission beschweren.

Auch der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG und Ryanair hatten einen solchen Schritt angekündigt. Die Streiks beeinträchtigten das in der EU garantierte Recht auf freien Personen- und Warenverkehr, argumentierten sie. Das Streikrecht ist allerdings Sache der Mitgliedsländer, die EU-Kommission hat hier keine rechtliche Handhabe.

  • dpa
  • rtr
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