British Airways Kabinenpersonal kündigt Streiks gegen „Hungerlöhne“ an

Der Tarifstreit mit British Airways geht weiter: Das Kabinenpersonal plant einen 48-stündigen Streik ab 10. Januar. Laut der Gewerkschaft verdienen viele Mitarbeiter nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn.
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Streik bei British Airways: Die Flugbegleiter wehren sich gegen Lohndifferenzen. Quelle: dpa
Flughafen Heathrow

Streik bei British Airways: Die Flugbegleiter wehren sich gegen Lohndifferenzen.

(Foto: dpa)

LondonDas Kabinenpersonal bei British Aiways hat neue Streiks angekündigt. Laut der Gewerkschaft Unite Union, wollen etwa 2700 Mitarbeiter am 10. und 11. Januar die Arbeit niederlegen. Zuvor hatten die Gewerkschaftsmitglieder ein Angebot der Fluggesellschaft mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Airline will nun verhindern, dass es zu Ausfällen kommt. „Wir werden dafür sorgen, dass alle unsere Kunden an ihre Zielorte reisen können“, teilte British Airways mit.

Das sind die Renditekönige der Lüfte
Air Berlin
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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist seit Jahren einer der größten Geldvernichter der europäischen Luftfahrt. Im vergangenen Jahr betrug die operative Marge minus 7,5 Prozent. Fehlende Integration der zahlreichen Zukäufe und ein zu unklares Geschäftsmodell sind die Ursachen.

Air France-KLM
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Der Zusammenschluss der französischen Air France mit der niederländischen KLM im Jahr 2004 war die erste große Fusion in der europäischen Branche. Wirtschaftlich weiter gebracht hat sie beide Unternehmen nicht. Mit einer Marge von gerade einmal 4,28 Prozent ist die Airline eher schwach aufgestellt. Vor allem das streikfreudige Personal in Frankreich verhindert bislang harte Reformen.

Lufthansa
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Der deutsche Branchenprimus, zugleich nach Umsatz und Passagierzahlen die größte europäische Airline, wird seit Jahren umgebaut. Doch der Prozess dauert, auch weil die Mitarbeiter sich von früheren Zusagen zum Beispiel bei der Altersversorgung verabschieden müssen. Doch der Kurs zahlt sich langsam aus, die Marge lag 2015 bei 4,85 Prozent.

Emirates
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Die älteste der drei Airlines vom Persischen Golf schaffte im vergangenen Jahr die ansehnliche Marge von 9,80 Prozent. Ihr Vorteil: Mit dem Drehkreuz in Dubai und einer überwiegend aus Langstreckenmaschinen bestehenden Flotte arbeitet sie sehr effizient. Zudem bekommt die Airline volle Rückendeckung durch die Regierung.

IAG
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Die Gesellschaft entstand Anfang 2011 durch den Zusammenschluss der britischen British Airways und der spanischen Iberia. Hartes Management und weitere Übernahmen wie etwa die der Billig-Airline Vueling und der irischen Aer Lingus machten aus der Gruppe eine der renditeträchtigsten Airlines in Europa mit einer Marge von 10,22 Prozent im vergangenen Jahr. Inwieweit dieser Wert nach dem Brexit-Votum der Briten gehalten werden kann, ist allerdings offen.

Turkish Airlines
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Gleichauf bei der Rendite mit der IAG liegt Turkish Airlines (10,22 Prozent). Die Fluggesellschaft ist in den zurückliegenden Jahren rasant gewachsen. Ähnlich wie am Persischen Golf wird sie stark von der Regierung unterstützt, die sie als Treiber des Wirtschaftswachstums sieht. Offen ist, welche Folgen die zunehmende Isolation der Türkei für die Airline haben wird.

United Continental
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United Continental entstand 2010 durch die Fusion von United Airlines mit Continental Airlines. Der Zusammenschluss zog sich über mehrere Jahre hin, zum Beispiel flogen noch bis 2015 beide Airlines mit eigenem Personal. Auch die Integration der Informationstechnik dauerte. Das ging zu Lasten der Marge, United ist mit 13,64 Prozent das Schlusslicht unter den vier großen US-Airlines.

Bei dem Streit geht es um die Gehälter von rund 4500 Angestellten, die seit 2010 für das Unternehmen arbeiten. Sie sollen zu schlechteren Bedingungen beschäftigt sein als ihre Kollegen. Die Gewerkschaft wirft British Airways vor, „Hungerlöhne“ zu zahlen. Viele Mitarbeiter müssten Nebenjobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Die Airline argumentiert, das jüngste Angebot entspreche dem Niveau in der Branche. Unite Union hatte bereits an Weihnachten mit Streiks gedroht, sie dann aber wieder abgeblasen, um über das Angebot der Airline abstimmen zu lassen.

  • rtr
  • dpa
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