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Buchhandel gegen US-Konkurrenz Warum Amazon in Deutschland keine Chance hat

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„Dumping bei E-Books wird es nicht geben“

Warum Onlinehändler die Fußgängerzone entdecken

Das geht aber im deutschen Buchmarkt wegen der angesprochenen Buchpreisbindung nicht. Es ist auch nicht abzusehen, dass der Gesetzgeber diese Regelung aufweichen will. Ganz im Gegenteil: Diesen Mittwoch beschloss das Bundeskabinett, die Buchpreisbindung für E-Books gesetzlich zu verankern. Die Preisbindung wurde zwar schon bisher auch auf elektronische Bücher angewendet. Ein expliziter Hinweis auf E-Books fehlte bisher aber im Gesetzestext.

Mit dem Gesetzentwurf trage der Bund dem gestiegenen Anteil der über das Internet verkauften Bücher und dem veränderten Leseverhalten mit elektronischen Büchern Rechnung, erklärte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sprach von einem Zeichen für Vielfalt und Qualität auf dem deutschen Buchmarkt. Der Deutsche Kulturrat, Dachverband von mehr als 200 Bundeskulturverbänden, sieht vor allem kleinere Buchhandlungen in der Fläche gestärkt. „Dumping zu Lasten der Verlage, Autoren und Buchhändler und letztlich der Kunden wird es dann auch bei E-Books nicht geben können“, erklärte Geschäftsführer Olaf Zimmermann. Die Preisbindung macht es wohl noch schwerer für Amazon.

Auch in anderen europäischen Ländern würde sich der Internet-Riese aus Seattle mit einem Einstieg in den stationären Buchhandel wohl eher schwer tun. In Frankreich, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Spanien gibt es ebenfalls eine gesetzliche Buchpreisbindung. In Dänemark, Norwegen und Ungarn existieren entsprechende Branchenvereinbarungen.

Amazon blieben für eine vielversprechende Expansion in den europäischen stationären Buchhandel noch Märkte wie Großbritannien, Schweden oder die Schweiz, die keine Buchpreisbindung kennen.

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2 Kommentare zu "Buchhandel gegen US-Konkurrenz: Warum Amazon in Deutschland keine Chance hat"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich lese keine Bücher!
    Online ist meine Welt. Ich freue mich immer, wenn ich endlich vom Amt nach Hause komme, und ein neues Päckchen beim Nachbarn auf mich wartet.

  • Der deutsche Buchhandel kann sich über das eigentlich illegale Kartell Preisbindung noch in Sicherheit wähnen.
    Auf der anderen Seite kann man bei Amazon-Marketplace schon viele sogenannte "Bücher mit und ohne Gebrauchsspuren" oder sogenannte "Mängel-Exemplare" erwerben, die außer einem Stempelaufdruck absolut neuwertig sind.
    Den Vogel schießt die Amazon-Hörbuch-Tochter Audible ab, die neben 3 kostenlosen Titeln auch dauerhaft Hörbücher zum Preis von 4,95 € verkauft.
    Amazon Kindles Titel lassen sich auf jedem Tablet-PC in hervorragender Auflösung mit vielen Zusatznutzen besser lesen lesen, als jedes gedruckte Buch.
    Die mit großem Tam-Tam jedes Jahr angepriesenen Neuerscheinungen sind vermutlich zu 95% wertloser Stoff für den zugedröhnten Brot-und-Spiele-Deutschen, der durch die Lektüre des geschriebenen Quatsches immer dümmer wird.

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