Burger-Boykott McDonald's schließt Filialen auf der Krim

Keine Burger für die Krim: Die US-Fastfood-Kette McDonald's schließt bis auf Weiteres ihre drei Filialen auf der Schwarzmeer-Halbinsel. Moskau begrüßte den Schritt – und forderte noch drastischeres.
Update: 04.04.2014 - 17:02 Uhr 9 Kommentare
McDonald's-Mitarbeiter tragen eine Mülltonne der Filiale in Simferopol. Wer auf der Krim Lust auf einen Big Mac bekommt, hat ein Problem. Quelle: Reuters

McDonald's-Mitarbeiter tragen eine Mülltonne der Filiale in Simferopol. Wer auf der Krim Lust auf einen Big Mac bekommt, hat ein Problem.

(Foto: Reuters)

SimferopolDie Bewohner der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim müssen ab sofort auf Burger und Chicken Nuggets verzichten: Die US-Fastfood-Kette McDonald's verkündete am Freitag die „vorübergehende“ Schließung ihrer drei Filialen auf der Krim aus „produktionstechnischen Gründen“ sowie „Betriebsbedingungen außerhalb unser Kontrolle“. Das Unternehmen hoffe, die Arbeit wiederaufnehmen zu können, „sobald wir die Gelegenheit dazu haben“, hieß es auf der ukrainischen McDonald's-Website.

Die Adressen der bisher drei Filialen in Simferopol, Sewastopol und Jalta wurden von der Website entfernt. Den Mitarbeitern der Krim-Filialen sei angeboten worden, in anderen Restaurants in der Ukraine zu arbeiten.

In Moskau löste der McDonald's-Rückzug von der Krim Forderungen nach einer Aufgabe von US-Geschäften in Russland aus. Der für seine anti-westliche Rhetorik bekannte Vize-Sprecher des russischen Parlaments, Wladimir Schirinowski, sagte laut Medienberichten: „Es wäre gut, wenn sie auch hier schließen würden, wenn sie für immer verschwänden.“ Er kündigte Demonstrationen seiner nationalistischen Partei vor McDonald's-Filialen im ganzen Land an. „Pepsi-Cola wären die nächsten“, fügte er hinzu. Seine Äußerungen schürten Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

McDonald's betreibt in Russland 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in Moskau eröffnet.

Trotz massiver internationaler Proteste hatte Russland Mitte März die ukrainische Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet aufgenommen, nachdem sich die dortige Bevölkerung in einem umstrittenen Referendum für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatte. Der Westen verhängte daraufhin Sanktionen gegen Mitglieder der russischen Führung.

  • afp
  • rtr
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9 Kommentare zu "Burger-Boykott: McDonald's schließt Filialen auf der Krim"

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  • @ RuDa

    Zita : Was glauben Sie mit welcher Freude die Babuschkas den freudestrahlenden Enkeln bei McD was gekauft haben?

    - das beziehen Sie wohl auf sich ? Das mit dem Kontakt nach drüben ?

    Jeder, der einen Kontakt nach drüben hat weiß auch, dass die russischen Babuschkas am liebsten ihren Enkelkindern Piroschkis backen und nicht in MC'Donalds gehen !

    Und die weniger betuchten Babuschkas werden sich auch wieder freuen,

    den Passanten in Russland selbstgebackenen Piroschkis anbieten zu können, um ihre Rente aufzubessern !

  • @ pappalapapp

    Zitat : Die russischen Kids werden sich sicher schnell umgewöhnen

    In Russland trinkt man "Kwas", von Jung und alt, viel leckerer als Kola, insbesondere zu warmen Jahreszeiten !

    Ein echtes Naturpudukt ( auf Brotbasis ) !

  • Man sieht - kein direkter Kontakt nach drüben - und immer schön von oben runter: Was glauben Sie mit welcher Freude die Babuschkas den freudestrahlenden Enkeln bei McD was gekauft haben? Aber im Reiche Wladimirs zählte ja schon immer der kleine Bürger nichts! Keine Angst - keine Popaganda - mich werden Sie nicht so schnell in einem McD finden!

  • Ob als nächstes die supercoole, leckere, gesunde und schlankmachende CocaCola hinauskomplimentiert wird? Wäre doch schade um den Umsatz der Weltfirma. Die russischen Kids werden sich sicher schnell umgewöhnen.

  • Zitat : Die US-Fastfood-Kette McDonald's schließt bis auf Weiteres ihre drei Filialen auf der Schwarzmeer-Halbinsel.

    - na, da können die Russen jetzt den Yankees zeigen , was eine Flanke ist !

    Mal alle Mc' Donalds Filialen aus Russland rausschmeissen !

    Die Russischen Piroschkis, Blinis , Pelmenis, Tscheburekis und Soljankas sind doch e viel leckerer !

  • Ja, senkt die Krankenkassenbeiträge. Fettleibigkeit kostet richtig Geld.

  • Na also,die Statusänderung der Krim trägt schon die ersten Früchte ... Blinis statt Bürger!
    Aber USA/ EU und NATO werden sicherlich mit vereinten Kräften die ungesunden Bürger&Pommes zurückbringen ... zur Not mit Panzern, lol.

  • Ich für die jungere Gesellschaft ebenfalls, sollen die uns doch bitte auf dieser ebene auch sanktionieren!

  • Das wünsch ich mir für »D« ;–))

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