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Cannabisanbau Kanadische Aurora und Aphria produzieren künftig in Deutschland medizinisches Cannabis

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vergibt erste Zuschläge für den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland.
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Bisher wird der Cannabis-Bedarf über Importe gedeckt. Das Bundesinstitut erwartet die erste Cannabis-Ernte aus Deutschland für das 4. Quartal 2020. Quelle: dpa
Cannabis

Bisher wird der Cannabis-Bedarf über Importe gedeckt. Das Bundesinstitut erwartet die erste Cannabis-Ernte aus Deutschland für das 4. Quartal 2020.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie ersten Anbieter für den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland stehen fest. Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) am Mittwoch mittteilte, wurden Zuschläge für fünf Lose an die Aurora Produktions GmbH sowie für vier Lose an die Aphria Deutschland GmbH erteilt. Beide Firmen sind Tochterunternehmen der börsennotierten kanadischen Hersteller Aurora beziehungsweise Aphria.

Laut Bfarm sind damit Zuschläge für den Anbau und die Ernte von insgesamt 7200 kg für vier Jahre erteilt worden. Ursprünglich umfasst die Ausschreibung 13 Lose zu je 200 Kilogramm Jahresmenge und damit insgesamt 10.400 kg Cannabis.

Bei vier Losen wurde allerdings eine Nachprüfung eingefordert. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, betrifft diese ein Los der Firma Aphria, sowie die drei Lose des jungen Berliner Unternehmens Demecan, das mit dem kanadischen Cannabisanbauer Wayland ein Joint Venture eingegangen ist. Demecan galt als Überraschungsgewinner, als Anfang April die geplanten Zuschläge an Aurora, Aphria und Demecan bekannt wurden. Das Handelsblatt hatte zuerst darüber berichtet.

Wer die Prüfung der vier Lose vorangetrieben hat, ist noch nicht bekannt, es dürfte aber ein unterlegenes Unternehmen aus dem Kreis der insgesamt 79 Ausschreibungsbewerber sein. Das Bundesinstitut gibt aus vergaberechtlichen Gründen keine Auskünfte über die Inhalte des Nachprüfungsantrages.

Bfarm-Präsident Prof. Dr. Karl Broich wertete die Zuschlagserteilung als wichtigen Schritt für die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten mit in Deutschland angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität. „Gleichwohl bedauern wir, dass nun abermals wirtschaftliche Interessen eines Bieters dazu führen, dass wir nicht schon früher im vollen Umfang zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen können“, sagt er.

Cannabis kann schwerkranken Menschen in Deutschland seit März 2017 auf Rezept verordnet werden. Bisher wird der Bedarf über Importe gedeckt. Das Bundesinstitut erwartet die erste Cannabis-Ernte aus Deutschland für das 4. Quartal 2020. Der Import wird auch künftig weiterhin möglich sein.

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