Car2go und Flinkster Allianz der Carsharing-Riesen

Die Deutsche Bahn betreibt das größte stationsgebundene Carsharing Deutschlands, Daimler das größte flexible. Jetzt wollen beide zusammenarbeiten. Das Geschäft mit der neuen Mobilität gewinnt weiter an Fahrt.
Update: 22.01.2014 - 16:02 Uhr 1 Kommentar
Fahrzeuge der neuen Car2Go-Flotte: Carsharing-Angebot mit mehr als 6600 Fahrzeugen. Quelle: dpa

Fahrzeuge der neuen Car2Go-Flotte: Carsharing-Angebot mit mehr als 6600 Fahrzeugen.

(Foto: dpa)

StuttgartDaimler will sein Carsharing-Angebot Car2Go Mitte des Jahres mit den Flinkster-Autos der Deutschen Bahn verknüpfen und so bundesweit auf ein nahezu flächendeckendes Netz mit mehr als 6600 Fahrzeugen kommen. „Es ist auch ein Imagegewinn, wenn man solche Themen vorantreibt“, sagt Bratzel. Zumal Daimler lange als etwas „verstaubt“ gegolten habe. Bislang verdienen die Stuttgarter mit Car2Go noch kein Geld - Ziel ist es aber, 2015 profitabel zu sein. Bislang hat Daimler das erst in einigen Städten geschafft.

„Jetzt kommt es darauf an, ein möglichst breites Angebot zu haben“, sagt Autoexperte Stefan Bratzel von der Hochschule Bergisch-Gladbach. Gerade im Bereich Carsharing seien Autobauer wie Daimler (Car2Go) und BMW (DriveNow) schon in zahlreichen Großstädten vertreten - und machten sich gegenseitig Konkurrenz. Tatsächlich baut der Konzern das Geschäft mit neuartigen Mobilitätsdienstleistungen derzeit kontinuierlich aus - zuletzt durch den Einstieg bei dem Online-Limousinenservice Blacklane, der über Internet oder Handy die Fahrdienste eines Chauffeurs vermittelt.

Beteiligt ist Daimler auch an der App MyTaxi und an dem Fernbus-Unternehmen Flixbus. Zudem ist eine eigene App namens Moovel im Portfolio, mit der Nutzer auf der Suche nach der schnellsten Verbindung verschiedene Verkehrsmittel vergleichen können. Künftig sollen Kunden darüber auch die Angebote von Car2Go und Flinkster buchen können.

Aber sind so viele Alternativen zum Autokauf nicht schädlich für das eigentliche Geschäft? „Ich sehe es eher positiv“, sagt Experte Bratzel. „Diesem Megatrend kann man sich nicht verwehren.“ So könnten Hersteller auch Menschen erreichen, die sonst nicht zu ihren Kunden gehörten. Und: „Carsharing kann man auch als Einstiegsdroge sehen.“ Ein Nebeneffekt, den auch ein Daimler-Sprecher bestätigt: „Letztlich ist eine Fahrt mit dem Car2Go immer auch eine Probefahrt mit dem Smart.“ Aus den kleinen Stadtautos besteht die Car2Go-Flotte nämlich.

Auch VW will nachziehen
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1 Kommentar zu "Car2go und Flinkster: Allianz der Carsharing-Riesen"

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  • Carsharing ist ein Oma-Konzept. Drängende Verkehrsprobleme werden dadurch nicht gelöstt.
    Seit langem nachzulesen auf http://dynamic-ridesharing.de/carsharing

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