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Carlsberg Brauereiriese tauscht Konzernchef aus

Der dänische Bierriese Carlsberg hat vor allem auf dem russischen Markt Probleme. Nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal muss nun Konzernchef Jørgen Buhl Rasmussen gehen.
18.02.2015 - 09:58 Uhr Kommentieren
Der Brauereikonzern hat auf dem russischen Markt große Probleme. Quelle: dpa
Gewinneinbruch bei Carlsberg

Der Brauereikonzern hat auf dem russischen Markt große Probleme.

(Foto: dpa)

Kopenhagen Nach Problemen auf dem russischen Markt trennt sich der dänische Brauereiriese Carlsberg von seinem Konzernchef Jørgen Buhl Rasmussen. An seine Stelle trete zum 15. Juni 2015 der Niederländer Cees 't Hart, der seit 2008 den Molkereikonzern Royal FrieslandCampina leite, teilte Carlsberg am Mittwoch in Kopenhagen mit.

T' Hart habe große internationale Erfahrung und eine starke Erfolgsgeschichte vorzuweisen, betonte das Unternehmen. „Es ist die richtige Zeit für Veränderung für das Unternehmen und mich“, sagte der scheidende Chef Buhl Rasmussen der Mitteilung zufolge.

Das operative Ergebnis von Carlsberg fiel im Schlussquartal um mehr als ein Fünftel auf umgerechnet 240 Millionen Euro. Auch im laufenden Jahr dürften die Wirtschaftskrise und der Währungsverfall in Russland und der Ukraine die Gruppe deutlich belasten. Dennoch rechnet Carlsberg für 2015 mit einem „im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich“ höheren operativen Gewinn. Dies werde vor allem durch das Geschäft in Asien und Westeuropa getragen.

Carlsberg ist im Vergleich zu seinen Rivalen Anheuser-Busch, SABMiller und Heineken stärker vom russischen Markt abhängig, die Dänen erzielen dort etwa ein Drittel ihres Betriebsgewinns. Seit 2008 ging der Bier-Absatz in Russland um mehr als 30 Prozent zurück. Grund dafür sind auch Auflagen der Regierung, um den Alkoholismus im Land zu bekämpfen. So darf etwa kein Alkohol mehr an Straßenkiosken verkauft werden. Aufgrund der harten Auflagen und der Konjunkturflaute im Land hat Carlsberg bereits die Schließung von zwei der zehn russischen Brauereien angekündigt.

  • dpa
  • rtr
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