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Carsten Spohr Lufthansa-Chef wehrt sich gegen Monopolvorwürfe

Nach der Insolvenz von Air Berlin verteidigt Carsten Spohr seine Strategie. Außerdem rechtfertigt der Lufthansa-Chef die erhöhten Ticketpreise – und vergleicht sie mit einer Taxifahrt zum Flughafen.
23.12.2017 Update: 23.12.2017 - 11:15 Uhr Kommentieren
„Wir dürften ungefähr ein Viertel des Umsatzes von Air Berlin für uns gewinnen, das wären für Oktober bis Dezember grob etwa 150 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz.“ Quelle: Reuters
Carsten Spohr

„Wir dürften ungefähr ein Viertel des Umsatzes von Air Berlin für uns gewinnen, das wären für Oktober bis Dezember grob etwa 150 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz.“

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Berlin Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat Monopolvorwürfe nach der Air-Berlin-Pleite scharf zurückgewiesen. „Uns alle möglichen Gemeinheiten zu unterstellen ist absurd. Das Wohl der Lufthansa hängt übrigens nicht an innerdeutschen Strecken, denn die machen weniger als fünf Prozent unseres Konzernumsatzes aus“, sagte Spohr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Von einem Monopol könne keine Rede sein, denn innerdeutsch gebe es auch die Wettbewerber Bahn und den Fernbus. Zudem starte von Januar an der britische Billigflieger Easyjet auf vier innerdeutschen Strecken. „Für uns wird das ein härterer Wettbewerber, als Air Berlin es je war.“

Spohr rechnet mit zusätzlichen Erlösen in dreistelliger Millionenhöhe durch die Insolvenz von Air Berlin. „Natürlich bestreite ich nicht, dass das Ausscheiden von Konkurrenten positiven Einfluss auf unser Ergebnis hat“, sagte Spohr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir dürften ungefähr ein Viertel des Umsatzes von Air Berlin für uns gewinnen, das wären für Oktober bis Dezember grob etwa 150 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz.“ Allerdings stünden auch erhebliche zusätzliche Kosten dagegen. Eine Größenordnung wurde nicht genannt.

Der Konzernchef wies erneut Vorwürfe zurück, die Lufthansa habe die Ticketpreise nach der Air-Berlin-Insolvenz in die Höhe getrieben. „Von 140 ehemaligen Air-Berlin-Flugzeugen stehen 90 am Boden. Wir haben nicht genug Flugzeuge, um die Folgen dieser Sondersituation abzufedern.“

Spohr zufolge dürften die Ticketpreise schon im Januar wieder sinken, wenn die Zahl der Flüge erhöht werde – allerdings nicht mehr so kräftig, wie in der Vergangenheit. „Die historischen Tiefstpreise sehen wir hoffentlich nicht mehr, die Flugtickets in Europa sind über Jahre so weit gesunken, dass keine Airline vernünftig davon leben konnte“, sagte Spohr. „Wenn die Taxifahrt zum Flughafen mehr kostet als der Flug selbst, ist Fliegen zu billig.“

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