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Ceconomy Mutterkonzern von Media Markt und Saturn kämpft mit sinkendem Umsatz

Die goldenen Zeiten der Elektromärkte sind vorbei. Media-Saturn-Mutter Ceconomy macht weniger Umsatz. Die Dividende wird gestrichen.
19.12.2018 - 07:56 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Für den Mutterkonzern von Media Markt und Saturn war es ein schweres Geschäftsjahr. Die wichtigsten Zahlen von Ceconomy im Überblick:

  • Der Umsatz des Mutterkonzerns der Elektronikketten Media Markt und Saturn ist im vergangenen Geschäftsjahr um 0,9 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro gesunken.
  • Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda ist deutlich um 11,8 Prozent auf 630 Millionen Euro gesunken. Im Geschäftsjahr zuvor lag er vor Sonderfaktoren noch bei 714 Millionen Euro.
  • Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern Ebit rutschte um 19 Prozent auf nur noch 399 Millionen Euro. Das entspricht einer Ebit-Marge von 1,9 Prozent entspricht.
  • Ceconomy wird keine Dividende ausschütten. Der Konzern begründete dies auch mit Wertberichtigungen wegen des Verkauf seines Metro-Anteils. Statt dessen kündigte der Konzern weitere Investitionen in IT und Logistik an.

Das fällt positiv auf

Wachsendes Digitalgeschäft: Das Onlinegeschäft von Media Markt und Saturn ist im vergangenen Geschäftsjahr um 13 Prozent gestiegen. Der Konzern erzielte damit rund zwölf Prozent seines Gesamtumsatzes im Internet. Im Vorjahr waren es erst 10,6 Prozent. Das ist positiv, weil der Konzern wie viele im Einzelhandel die sinkende Kundenfrequenz in seinen großen Filialen kompensieren muss. Auch der Umsatz im Servicegeschäft stieg um zehn Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Dazu gehören die Vermittlung von Mobilfunkverträgen, Versicherungen sowie Finanzierungen und Reparatur-Dienstleistungen.

Das fällt negativ auf

Managerschwund: Der Düsseldorfer Konzern ist in einer schwierigen Phase kopflos. So trennte sich Ceconomy nach mehreren Gewinnwarnungen dieses Jahr bereits von Konzernchef Pieter Haas. Finanzchef Mark Frese verlässt den Konzern Ende Dezember geht Ende Dezember „auf eigenen Wunsch“, wie der Konzern Dienstagabend bekannt gab. Dafür übernimmt nun überraschend Aufsichtsratsmitglied Bernhard Düttmann, 59, dessen Aufgaben – aber nur „interimistisch“, bis ein neuer CFO gefunden ist. Gleichzeitig sucht Ceconomy noch einen neuen CEO.  

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    „Im vergangenen Geschäftsjahr sind unsere Ergebnisse hinter unseren Erwartungen und denen unserer Aktionäre zurückgeblieben“, kommentierte Ceconomy-Vorstand Dieter Haag Molkenteller das schlechte Ergebnis. „Die gute Umsatzentwicklung im Online- und Servicegeschäft belegt jedoch, dass die Eckpfeiler unserer Strategie stimmen.“

    Was jetzt passiert

    Gewinn soll weiter schrumpfen: Für das neue Geschäftsjahr 2018/19 erwartet der Konzern „ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes“. Beim Ebitda und Ebit rechnet der Konzern mit einem leichten Rückgang. Dabei sind die Ergebnisbeiträge der französischen Beteiligung Fnac nicht berücksichtigt. Dieser dürfte nach Analystenschätzungen einen Beitrag in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Außerdem muss Ceconomy möglichst schnell seine Personalprobleme im Topmanagement lösen, um die Probleme im Elektronikgeschäft zu lösen.

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