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Chemiekonzern Henkels Erfolg hängt vom Wachstum in der Klebstoffsparte ab

Fast 50 Prozent des Konzernumsatzes von Henkel hängen vom Klebstoffgeschäft ab. Nun ist genau dort der Umsatz gesunken. Erst im zweiten Halbjahr rechnet das Unternehmen mit Besserung.
07.05.2019 - 13:00 Uhr Kommentieren
Henkel ist stark von der Umsatzentwicklung im Geschäft mit Klebstoffen abhängig. Quelle: dpa
Pritt-Kleber

Henkel ist stark von der Umsatzentwicklung im Geschäft mit Klebstoffen abhängig.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Es ist eine ungewohnte Situation für Henkel: Ausgerechnet seine langjährige Vorzeigesparte ist schwach ins neue Jahr gestartet. Der organische Umsatz des Klebstoffgeschäfts sank im ersten Quartal um knapp ein Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

„Wir erwarten, dass das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte wieder anzieht“, sagte Vorstandschef Hans Van Bylen in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. „Die Auto- und die Elektronikindustrie werden sich erholen“, versicherte Van Bylen und stützte sich dabei auf Prognosen für die beiden Branchen.

Für Henkel ist es sehr wichtig, dass das Klebstoffgeschäft wieder wächst. Es steht im ersten Quartal für 46 Prozent des Konzernumsatzes – und ist normalerweise ein Garant für eine hohe Rendite. Im kompletten vergangenen Jahr lag die Ebit-Marge in der Sparte bei 18,7 Prozent. In den ersten drei Monaten erreichte sie nur 16,5 Prozent.

Doch Van Bylen sieht Henkel in dem Geschäft trotzdem „im Durchschnitt besser als viele unserer Wettbewerber“. Das gelte für die Umsatzentwicklung im Klebstoffmarkt ebenso wie für die Marge, verteidigte der Vorstandschef das schwache Abschneiden im ersten Quartal. Außerdem sei es dem Konzern gelungen, „eine 2,9-prozentige Preiserhöhung durchzusetzen und so steigende Rohstoffkosten zu kompensieren“, wie Finanzvorstand Carsten Knobel sagte.

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    Henkel ist beim Klebstoffgeschäft stark von der Industriekonjunktur abhängig. Denn der Konzern erzielt den Großteil des Umsatzes nicht mit Pritt, Pattex & Co., sondern mit Spezial-Produkten für die Luftfahrt-, Auto- und Elektronik-Industrie. Analysten der Citibank fragen sich, ob die Schwäche der Klebstoffsparte das Konzernziel von zwei bis vier Prozent beim Wachstum des organischen Umsatzes gefährden könnte.

    Bereits auf der Hauptversammlung am 9. April in Düsseldorf äußerte Jella Benner-Heinacher, Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), ihre Sorgen, ob die Sparte im laufenden Jahr auf Erfolgskurs bleiben werde. Sie verwies auf „erste Schwächen in der der Konjunktur der Autoindustrie“ und einen „Rückgang im Smartphone-Geschäft“.

    Auch Van Bylen räumte ein, dass für den sogenannten Industrial Production Index für dieses Jahr nur ein Plus von rund zwei Prozent erwartet werde. Im vergangenen Jahr war er noch um 3,5 Prozent gestiegen. Viel hängt davon ab, wie es in China in den wichtigen Branchen läuft. Für Henkel ist das Riesenland hinter den USA die Nummer zwei für Henkel in der Klebstoffsparte.

    Bei den Klebstoffen will Henkel wie im gesamten Konzern mit einer Kombination aus Investition und Effizienzsteigerungen den Umsatz erhöhen und gleichzeitig die Profitabilität verbessern. Wie das gehen soll, erklärte Finanzvorstand Knobel an Hand der sogenannten Shared-Service-Center, wo Henkel viele Verwaltungsaufgaben ausgegliedert hat. „Wir haben dort bereits rund 200 Robotics-Lösungen eingeführt“, sagte er. Er geht davon aus, dass sich in diesem Bereich weitere Aufgaben durch Künstliche Intelligenz rationalisieren lassen.

    Denn Henkel hat zwar seine Ziele für die Profitabilität in diesem Jahr gesenkt, weil es zusätzlich 300 Millionen Euro in Marketing und die Digitalisierung investiert. So erwartet der Konzern statt einer Umsatzrendite von 17,6 Prozent wie im vergangenen Jahr nur noch eine zwischen 16 und 17 Prozent. Doch, auch um dieses Ziel zu erreichen, muss sich Henkel anstrengen. Im ersten Quartal schaffte der Konzern mit 16 Prozent so eben den untersten Wert des Zielkorridors.

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