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China-Geschäft Deutsche Unternehmen bleiben optimistisch

Die Wachstumslokomotive China verliert an Dampf. Deutsche Unternehmen machen im Reich der Mitte aber weiter gute Geschäfte. Nur gutes Personal ist in China rar und teuer.
01.07.2013 - 10:56 Uhr Kommentieren
Chinesische Arbeiter verpacken in einer Solarfabrik in Baoding ein Paneel. Quelle: dpa

Chinesische Arbeiter verpacken in einer Solarfabrik in Baoding ein Paneel.

(Foto: dpa)

Peking Deutsche Unternehmen sehen die Aussichten für ihre Geschäfte in China überraschend optimistisch. Trotz schwächeren Wirtschaftswachstums und steigender Kosten sei der Trend „durchaus positiv“, sagte der Präsident der deutschen Handelskammer in China, Jörg Mull, am Montag in Peking bei der Vorstellung einer Umfrage zum Geschäftsklima. Demnach erwarten deutsche Unternehmen in China, dass ihre Gewinne und Umsätze weiter steigen - wenn auch gemäßigter als in den Vorjahren. Personalfragen sind unverändert die „größte Herausforderung“, während der mangelnde Schutz des geistigen Eigentums wieder an Bedeutung gewinnt.

Deutsche Unternehmen in China stünden der Zukunft insgesamt „relativ optimistisch“ gegenüber und bauten ihr Geschäft im Reich der Mitte weiter aus, sagte der Kammerpräsident. Trotz der Unsicherheiten durch das langsamere Wachstums von gegenwärtig sieben Prozent bleibe die Wirtschaftsentwickelung weiter positiv. „Die Zeiten extremer Wachstumsraten scheinen jetzt vorbei zu sein“, sagte Mull. „Dennoch bleibt auf absoluter Ebene ein ordentliches Wachstum erhalten.“ Er sah „eine Normalisierung auf hohem Niveau“.

Insgesamt betrachteten die Unternehmen das wirtschaftliche Umfeld sogar „deutlich positiver“ als im Vorjahr, heißt es in der Umfrage der Handelskammer unter ihren 2200 deutschen Mitgliedsunternehmen. Es wird zwar weniger starkes Wachstum erwartet, doch gehen 78 Prozent davon aus, dass sie ihre Geschäftsziele in diesem Jahr erreichen - mehr als im Vorjahr. Die Bedeutung des chinesischen Wachstumsmarktes für deutsche Unternehmen wächst stetig. Das Verkaufspotenzial und die Nähe zum Kunden sind die wichtigsten Gründe für China-Aktivitäten.

Die größten Kopfschmerzen bereiten aber wachsende Arbeitskosten, die 81 Prozent als Problem angeben. Mit der Suche nach qualifiziertem Personal quälen sich auch 78 Prozent der Unternehmen. 69 Prozent klagen außerdem über Schwierigkeiten, gute Kräfte auch zu halten. Bürokratische Hürden und Korruption hoben mehr als die Hälfte als Probleme hervor. Nachdem im Vorjahr der Schutz der Urheberrechte weniger prominent genannt worden war, beschrieben diesen Aspekt wieder 65 Prozent als Herausforderung.

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    Geringere Produktionskosten spielen für jedes dritte Unternehmen eine Rolle, wenn es um die Frage geht, warum es in China aktiv ist. Aber nur noch knapp jede fünfte Firma produziert überhaupt noch für andere Länder, während die große Mehrheit den Milliardenmarkt von China aus direkt bedienen will. Dabei nimmt der Wettbewerb durch chinesische Unternehmen zu. Nur fünf Prozent der deutschen Unternehmen geben an, keine chinesischen Wettbewerber zu haben. Deswegen überlegt jedes zweite Unternehmen, in Zukunft verstärkt in China Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

    • dpa
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