Chinageschäft von Nestlé Kasse machen mit Alibaba

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will sein zuletzt schwächelndes China-Geschäft durch eine Partnerschaft mit dem Onlinehändler Alibaba ankurbeln. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Online-Umsatz zu steigern.
Das Reich der Mitte ist nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt für den Nahrungsmittelkonzern. Quelle: dpa
Nestle-Snack in China

Das Reich der Mitte ist nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt für den Nahrungsmittelkonzern.

(Foto: dpa)

ZürichDas China-Geschäft von Nestlé schwächelt seit längerem. Jetzt zieht der Nahrungsmittelkonzern daraus erste Konsequenzen: Eine Kooperation mit dem Onlinehändler Alibaba soll das Online-Geschäft ankurbeln und Nestlé-Produkte bei den Kunden populärer zu machen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dazu biete der Konzern einige Marken auf bekannten chinesischen Onlineshopping-Portalen an.

Zuletzt hatten Nestlé in seinem zweitwichtigsten Absatzmarkt nach den USA die Börsenturbulenzen und die schwächere Wirtschaftsentwicklung zu schaffen gemacht. Beides hatte die Konsumfreude der Chinesen getrübt, die weniger oft zu den Süßigkeiten und Kaffees der Schweizer griffen. Zudem hatte Nestlé bei seinen Milchprodukten zuletzt nicht mehr den sich ändernden Geschmack der Kunden getroffen.

Ziel der Zusammenarbeit mit Alibaba sei nun auch, den Absatz in ländlichen Regionen zu steigern. Zudem erhofft sich Nestlé mit dem Online-Auftritt auch steigende Verkaufszahlen über herkömmliche Vertriebswege. Denn dort würden die Konsumenten zunehmend nach Produkten greifen, die auch im Internet stark vertreten seien. Konzernweit wächst das Online-Geschäft von Nestlé um mehr als 25 Prozent im Jahr.

Das kauften Verbraucher 2015 im Internet
Online-Handel
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Bequem vom Sofa aus rund um die Uhr shoppen: Online einkaufen gewinnt seit langem an Beliebtheit und auch in diesem Jahr hielt der Wachstumstrend an. 52,8 Milliarden Euro – so viel haben Verbraucher einer Prognose des Centre for Retail Research zufolge 2015 für Bestellungen im Internet ausgegeben. Das Schnäppchen-Portal mydealz.de hat 60 Millionen von ihm im Jahresumlauf vermittelte Transaktionen unter die Lupe genommen. Auf diese Weise haben die Experten ermittelt, welche Produkte besonders hoch in der Gunst der Konsumenten standen, wann sie am meisten online einkauften, und wie sehr mobile Endgeräte zum Umsatz beigetragen haben.

Quelle: mydealz.de/Centre for Retail Research

Der Umsatz steigt
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Der Umsatz für Online-Händler ist in diesem Jahr deutlich gestiegen, nämlich 23,1 Prozent gegenüber 2014. Somit trugen Internetkäufe 11,6 Prozent zum gesamten Handelsumsatz bei.

Deutsche als Zweitplatzierte
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Die Deutschen sind in Sachen Online-Shopping vorne dabei: Pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 654,84 Euro beim Einkauf im Internet aus. Damit liegt Deutschland beim Online-Einkauf aber an zweiter Stelle. Platz eins belegen die internetaffinen Briten, die pro Person Waren im Wert von umgerechnet 964,74 Euro bestellten. Auf Platz drei landen die Franzosen mit 553,23 Euro.

Was wird am meisten gekauft?
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Am meisten werden Elektronik, Mode und Haushaltsbedarf per Mausklick gekauft. 18,8 Millionen von mydealz vermittelte Konsumenten kauften Fernseher, Smartphones oder Spielekonsolen im Netz. Im Vergleich zu 2014 legte der Online-Handel mit Elektroprodukten damit um 4,3 Prozent zu. 9,7 Millionen (Anstieg um 11,3 Prozent) shoppten Schuhe, Jeans oder Pullover online und 7,7 Millionen Verbraucher (Anstieg um 18,2 Prozent) entschieden sich für Waren wie Geschirr, Handtücher oder Küchenmesser.

Lebensmittel im Internet
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Bislang erledigen nur Briten und Franzosen ihre Wochenendeinkäufe vom Schreibtisch aus. Doch auch deutsche Verbraucher schieben nicht mehr länger Einkaufswagen durch Supermärkte. Lebensmittel rangieren bei mydealz.de 2015 erstmals unter den Top Fünf der am stärksten nachgefragten Produkte.

Obst und Gemüse per Klick
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Insgesamt kauften 2,87 Millionen Konsumenten Kaffee, Schokolade, Wein oder Spirituosen im Internet. Während die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent (2014: 1,1 Milliarden) gestiegen ist, rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit einem Wachstum von mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr 2024.

Einsatz von mobilen Endgeräten
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31,6 Prozent der 275 Millionen Besucher, die sich 2015 mithilfe von mydealz.de über Angebote von Online-Shops und lokalen Händlern informiert haben, riefen das Portal über mobile Endgeräte auf — 6,6 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Der Einkauf über Smartphones und Tablets verdoppelte sich sogar.

  • rtr
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