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CMA Wettbewerbshüter sehen Amazons Einstieg bei Deliveroo kritisch

Das britische Kartellamt will die Pläne der beiden Unternehmen vertieft prüfen. Denn sie konnten die Bedenken der Behörde zuletzt nicht ausräumen.
27.12.2019 Update: 27.12.2019 - 14:53 Uhr Kommentieren
Amazon will bei Deliveroo einsteigen. Quelle: AFP
Deliveroo-Kurier

Amazon will bei Deliveroo einsteigen.

(Foto: AFP)

London Die britische Wettbewerbsbehörde CMA stößt sich am geplanten Einstieg des Versandhändlers bei der britischen Essens-Lieferplattform Deliveroo. Die Unternehmen hätten ihre Bedenken nicht ausgeräumt, erklärte die Competition and Markets Authority (CMA) und kündigte eine vertiefte Prüfung an.

Amazon hatte im Mai eine 575 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde bei dem Takeaway.com- und Just-Eat-Rivalen angeführt und bekäme damit mehr Einfluss bei der erst vor sechs Jahren gegründeten britischen Firma. Welchen Anteil die Amerikaner an Deliveroo bekommen sollen, ist unklar. Deliveroo erklärte, der Einstieg vergrößere sogar den Wettbewerb auf dem Markt.

Amazon setzt in Großbritannien insgesamt rund elf Milliarden Pfund (knapp 13 Milliarden Euro) um, Deliveroo kommt weltweit auf eine halbe Milliarde Pfund Umsatz.

Konkret haben die britischen Wettbewerbshüter zwei Bedenken angemeldet. Zum einen meinen sie, dass Amazon nach dem Einstieg bei Deliveroo eigene Pläne für die Auslieferung von Speisen aus Restaurants aufgeben wird. Damit würde Amazon als potenzieller Konkurrent für Deliveroo und Just Eat ausfallen.

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    Zwar hat Amazon sich in Großbritannien bereits 2018 aus dem Geschäftsfeld zurückgezogen. Doch die Wettbewerbsbehörde CMA geht davon aus, dass die Amerikaner einen neuen, eigenen Anlauf wagen könnten, falls der Deliveroo-Deal scheitert.

    Zum anderen haben beide Unternehmen damit begonnen, frische Supermarkt-Waren an Verbraucher auszuliefern. Amazon hat dafür die Untermarke Amazon Fresh etabliert. Deliveroo liefert in 100 britischen Gemeinden Waren der britischen Supermarktkette Coop aus.

    Die beiden Spieler besetzen damit Platz eins und zwei beim Lebensmittel-Zuliefern. Ein Zusammengehen könnte daher nach Meinung der Kartellwächter zu deutlich weniger Wettbewerb in dem jungen Geschäftsfeld führen.

    „Falls der Deal in seiner derzeitigen Form durchgeht, gibt es ein echtes Risiko, dass Verbraucher, Restaurants und Lebensmittelhändler mit höheren Preisen und schlechteren Services konfrontiert werden, während sich der Markt entwickelt. Grund dafür ist, dass der deutliche Wettbewerb, der sonst zwischen Amazon und Deliveroo bestehen könnte, verringert wird“, teilte CMA-Chefin Andrea Gomes da Silva schon vor Weihnachten mit. Damals gab sie den Unternehmen fünf Tage, die Zweifel auszuräumen – was ihnen offensichtlich nicht gelungen ist.

    Bis zum 11. Juni 2020 wolle die Behörde nun prüfen, ob der Deal einer Fusion der beiden Unternehmen ähnelt und ob dies tatsächlich den Wettbewerb beschränken würde, teilte die CMA am Freitag mit.

    Mehr: Plattformen sind das dominante Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie. Der Wert der 100 größten wächst in diesem Jahr auf fast neun Billionen Dollar.

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