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Container-Reederei Hapag-Lloyd bittet Aktionäre zur Kasse

Deutschlands größten Container-Reeder Hapag-Lloyd drücken die Schulden. Ab Montag soll eine Kapitalerhöhung die Misere lindern. Kurzentschlossenen bietet das überraschende Renditechancen.
28.09.2017 - 14:35 Uhr Kommentieren
Die Container-Reederei startet am Montag eine Kapitalerhöhung. Quelle: Reuters
Hapag-Lloyd

Die Container-Reederei startet am Montag eine Kapitalerhöhung.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Deutschlands größter Schifffahrtskonzern, die Container-Reederei Hapag-Lloyd, bittet seine Aktionäre zur Kasse – per Kapitalerhöhung. Wie das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mitteilte, können die Anteilseigner für jeweils 14 alte Aktien eine weitere erwerben – zum Preis von 30 Euro. Wer nicht mitzieht, dessen Beteiligung verwässert sich rechnerisch um sieben Prozent.

Aus dem Verkauf von 11,7 Millionen neuen Aktien erwartet sich Vorstandschef Rolf Habben Jansen einen Brutto-Emissionserlös von 352 Millionen Euro. Mindestens 170 Millionen davon will er verwenden, um einen Teil der hohen Reederei-Schulden zu tilgen. Durch die Fusion mit dem klammen arabischen Wettbewerber UASC, die beide Seiten Ende Mai 2017 besiegelten, wuchs die Finanzverschuldung zur Jahresmitte auf 7,3 Milliarden Euro – nach 4,2 Milliarden zwölf Monate zuvor.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

(Foto: dpa)
„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

(Foto: dpa)
Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

(Foto: AP)
COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

(Foto: AP)
Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

(Foto: dpa)
UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

(Foto: ap)

Überraschend ist die Kapitalerhöhung nicht, schließlich war sie mit den Großaktionären bereits während der Fusionsverhandlungen vereinbart worden. In diesem Zusammenhang verpflichteten sich die Hauptgesellschafter, nicht nur ihre Bezugsrechte voll auszuschöpfen. Die chilenische CSAV, der Speditionsmilliardär Klaus-Michael Kühne sowie die Staatsfonds von Katar und Saudi Arabien sagten außerdem zu, weitere neu ausgegebene Aktien zu übernehmen, falls diese keine Abnehmer finden.

Dass sie diese Pflicht erfüllen müssen, glauben die wenigsten. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage am Markt ausreichen wird“, gab Hapag-Chef Rolf Habben Jansen schon vor Wochen zu Protokoll.

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    Damit dürfte er Recht behalten. Trotz der Gefahr, dass sich der aktuelle Aktienwert um sieben Prozent verwässert, ist das Angebot von 30 Euro ein Schnäppchen. Nach Ankündigung der Kapitalerhöhung kletterten die Hapag-Papiere um 0,5 Prozent auf 36,68 Euro. Die Privatbank Berenberg errechnet neulich als Kursziel sogar einen Wert von 37 Euro.

    Auch für außenstehende Investoren bietet sich kurzfristig noch eine Chance. Wer sich am Donnerstag und Freitag mit alten Hapag-Aktien eindeckt, erwirbt damit automatisch das günstige Bezugsrecht für die neuen Papiere. Erst ab Montag, wenn die Ausgabe der neuen Aktien startet, wird das Bezugsrecht ausgesetzt, wie die Hapag-Zentrale bestätigte.

    Was Investoren optimistisch stimmt
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