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Coppertone Beiersdorf kauft US-Sonnenschutzmarke – Bayer erhält halbe Milliarde Dollar

Der Nivea-Hersteller zahlt 550 Millionen Dollar für das von Bayer aussortierte Sonnenschutzmittel Coppertone. Die Marke gilt in den USA als Ikone.
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Der Umsatz der Marke sank zuletzt mit zum Teil zweistelligen Raten und lag 2018 nur noch bei 213 Millionen Dollar. Quelle: AP
Coppertone-Sonnenschutz

Der Umsatz der Marke sank zuletzt mit zum Teil zweistelligen Raten und lag 2018 nur noch bei 213 Millionen Dollar.

(Foto: AP)

Hamburg, DüsseldorfDie Bayer AG hat einen Käufer für ihr angeschlagenes Sonnenschutzmittel Coppertone gefunden. Die in den USA bekannte Marke geht an den Konsumgüterkonzern Beiersdorf und bleibt damit in deutscher Hand. Der Nivea-Produzent zahlt 550 Millionen Dollar für die Rechte an dem Produkt.

Bayer setzt damit den ersten der im Zuge des Konzernumbaus geplanten Verkäufe um. Neben Coppertone wollen die Leverkusener die amerikanische Fußpflegemarke Dr. Scholl’s abgeben. Der Konzern hatte beide Marken 2014 vom US-Pharmakonzern Merck & Co übernommen. Der Kauf des gesamten Geschäfts mit rezeptfreien Mitteln hatte Bayer 14 Milliarden Dollar gekostet.

Zuletzt verzeichneten die Marken bei Bayer aber eine äußerst schwache Entwicklung. So sank der Umsatz von Coppertone mit zum Teil zweistelligen Raten und lag 2018 nur noch bei 213 Millionen Dollar. Das Mittel leidet unter dem Preis- und Konkurrenzdruck in den USA.

Beide Mittel waren ein wesentlicher Grund für die jüngste Misere der neu geschaffene Bayer-Division Consumer Health. Die Sparte fuhr 2018 wegen massiver Abschreibungen einen Verlust (Ebit) von zwei Milliarden Euro ein und steht mitten in einem tiefgreifenden Umbau.

Nun will Beiersdorf der alten amerikanischen Sonnenschutzmarke zu neuem Glanz verhelfen. Der Konzern kann auf der Bekanntheit des Produkts aufbauen: Coppertone kam 1944 als erstes Sonnenschutzmittel der USA auf den Markt und gilt dort als Ikone.

Beiersdorf fehlt es bislang in den USA an Größe, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Im Massengeschäft mit Nivea haben die Hamburger nur ein ausgedünntes Sortiment in dem Land. Gegen starken Wettbewerb, etwa durch Procter & Gamble, kämpft der Konzern seit mehr als einem Jahrzehnt mit wechselndem Erfolg um Wachstum und Profit.

Der Zukauf könnte den Vertrieb in den USA nun deutlich verbessern. Beiersdorf könnte zudem Nivea-Innovationen unter der zugekauften Marke in den USA auf den Markt bringen. Die Verstärkung ist auch vom Zeitpunkt bemerkenswert: Beiersdorf ist bereits seit Jahren auf der Suche nach einem Zukauf, der langjährige Vorstandschef Stefan Heidenreich konnte kein attraktives Zukaufziel ausmachen. Sein Nachfolger Stefan de Loecker präsentiert nun schon nach nur fünf Monaten im Amt einen Vollzug.

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