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Coronakrise Steakhaus-Gründer Block attackiert Politik: „Die Herrschaften machen angstgetrieben Panik“

Der Unternehmer hält die Schließungen für übertrieben. Der 79-Jährige fordert, dass die Regierung für seinen finanziellen Schaden aufkommt.
17.04.2020 - 13:00 Uhr 6 Kommentare
Der Unternehmer kritisiert die Corona-Politik der Bundesregierung. Quelle: imago images/Henning Scheffen
Eugen und Christa Block

Der Unternehmer kritisiert die Corona-Politik der Bundesregierung.

(Foto: imago images/Henning Scheffen)

Hamburg Der Gründer der Restaurantkette Block House, Eugen Block, ist für kontroverse Meinungen bekannt. Schon zu Beginn der Coronakrise ließ er über seinen Geschäftsführer Stephan von Bülow mitteilen, dass er vom Krisenmanagement der Bundesregierung wenig hält: Die Schließungen von Restaurants und Hotels seien „eine Enteignung“, sagte der Steakhaus-Gründer Anfang April dem „Hamburger Abendblatt“.

Jetzt legt Block im Nachrichtenmagazin „Spiegel“ nach. Er wolle sich das durch die Schließungen entgangene Geld von der Regierung zurückholen, wettert der 79-Jährige.

Der Hamburger greift die Politik scharf an: „Die Herrschaften haben angstgetrieben Panik gemacht. Ich warte immer noch auf den seit Langem angekündigten Corona-Peak. Noch immer stehen die Krankenhäuser halb leer. Mit den entstehenden Kosten hätte Herr Spahn seine Intensivabteilungen verdoppeln können. Nein, er muss das ganze Volk wegsperren und das Leben auf den Kopf stellen.“

Bereits im März habe er Briefe verschickt an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und das Robert Koch-Institut: „Ich habe klargemacht, dass das totale Einstellen des öffentlichen Lebens zum wirtschaftlichen Niedergang führt.“

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    Block sagte, er habe vor Corona persönlich keine Angst. „Fangen Sie nicht auch noch an mit der Panikmache! Dann sterbe ich eben drei Tage früher, na und? Ich habe Gottvertrauen. Ich gehe danach zum liebenden Gott.“ Block ist weiterhin fast jeden Tag in seinem Unternehmen.

    Mehr: Galeria Karstadt Kaufhof klagt auf Öffnung der Filialen in NRW.

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    6 Kommentare zu "Coronakrise: Steakhaus-Gründer Block attackiert Politik: „Die Herrschaften machen angstgetrieben Panik“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ach übrigens: "Herrschaften", was ist denn das für ein antiquierter Begriff, wer redet denn heute noch so? Herr Block hat vermutlich vorher ein Handbuch für distinguierte Hanseatenphrasen gelesen, um als Hamburger Kaufmann wahrgenommen zu werden.

    • Es ist völlig sinnlos, Wirtschaft und Gesundheit gegeneinander auszuspielen. Es ist richtig und gut, auch andere Meinungen zu hören, als den allgemeinen Virologen Mainstream. Es ist wichtig darüber nachzudenken, dass die politisch eingeleiteten Maßnahmen hunderttausende Selbständige in den Ruin treiben werden – Menschen, die Ihre Zukunft (und vielleicht auch ihr Leben) verlieren.

    • Sehr geehrter Herr Block, angesichts von 4.000 Toten allein in Deutschland empfinde ich Ihre Kritik menschenverachtend und einfach nur "geldgeil". Deutschland hat Ihnen die Infrastruktur und die Möglichkeit gegeben, ein Unternehmen aufzubauen. Nun müssen Sie einmal für die Menschen da sein und dann dies. (...) Auch ein Besuch auf den "nicht ausgelasteten" Intensivstation und der Notaufnahme wären sinnvoll. Menschen wie Sie machen die Politik der Linken und Grünen erst möglich. Ich bin auch Unternehmer und kämpfe ums Überleben, aber Ihre Einstellung käme mir nicht in den Sinn. Nur peinlich, daß Ihnen das Handelsblatt ein Forum bietet. (...) Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Zuerst die allseits bekannte Cicero-Frage: Cui Bono?
      Herr Bloch verdient sein Geld vor allem mit Restaurants und Hotels. Er ist also von den Maßnahmen besonders betroffen. Bei dieser Motivlage müßen seine, aus seiner Sicht nachvollziehbaren, Aussagen, mit größter Vorsicht betrachtet werden. Aber natürlich werden sie dennoch, bei einigen wenigen Trotzköpfen, auf unreflektierte Zustimmung stoßen. Vermutungen, daß Hotels, Restaurants, Bars und Kreuzfahrtschiffe regelrechte Superspreader des Virus sind, verdichten sich zunehmend. Und, gerade weil so wenig, wirklich bekannt ist, empfiehlt es sich erst recht, auf Nummer sicher zu gehen. Es gilt schließlich die Interessen vieler, den Interessen einiger weniger, voranzustellen. Restaurants, Hotels und Bars müssen an letzter Stelle der Öffnungskette stehen. Kreuzfahrtschiffe dürften in den nächsten 5 Jahren überhaupt nicht mehr in See stechen. (wäre auch unter ökologischen Aspekten eine sinnvolle Maßnahme)

    • Danke! Diese Aussage von Herrn Block unterstütze ich uneingeschränkt! Es gibt keine validen Zahlen zu Corona. Mittlerweile hat sogar die Medizinische Hochschule Hannover eingeräumt, dass jeder Tote als Corona-Toter gezählt wird, sofern das Virus nachgewiesen wurde. Es ist dabei unerheblich, ob sie bzw. er auch daran verstorben ist. Dabei sollen zudem nahezu alle Verstorbenen multiple Vorerkrankungen gehabt haben. Jeden Tag versterben in Deutschland 2.600 Menschen. Sehr interesant wäre, ob sich diese durchschnittliche tägliche Sterberate in Deutschland durch Corona im März und April gegenüber den Vorjahren erhöht hat. Meines Erachtens ist keinesfalls die Verhältnismäßigkeit der aktuellen Maßnahmen durch Fakten belegbar.

    • Das ist von Geld und Gier getriebener Egoismus. Nicht mehr und nicht weniger.

      So lange es noch freie Krankenhäuser gibt ist die Krise nicht schlimm genug.. Einfach nur krank wie wenig Empathie manche Menschen haben.

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