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Coronavirus China wird zunehmend vom weltweiten Luftverkehr abgeriegelt

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, die WHO hat den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nur wenige Airlines steuern China noch an – und auch sie geraten unter Druck
31.01.2020 - 11:11 Uhr Kommentieren
Coronavirus: China wird zunehmend vom Luftverkehr abgeriegelt Quelle: AFP
Terminal am Flughafen Tokio-Haneda

Viele Chinesen können wegen des Coronavirus nicht in die Heimat fliegen.

(Foto: AFP)

Peking, Frankfurt Es ist ein Rechtsstreit, der sich wahrscheinlich bereits erledigt hat, bevor er überhaupt verhandelt werden wird. Die Pilotengewerkschaft von American Airlines, die Allied Pilot Association, hat die Airline per Klage dazu aufgefordert, ihre Flüge nach China auszusetzen. Als Grund werden ernsthafte und in vielerlei Hinsicht nach wie vor unbekannte Folgen für die Gesundheit durch das Coronavirus genannt.

American hat zwar einzelne Flüge nach China abgesagt, vor allem allerdings wegen einer geringen Nachfrage. Auch wurde die Frequenz der Flüge nach China reduziert. Bis zum Freitagmorgen wurden die Verbindungen nach China aber nicht komplett ausgesetzt. Ähnlich verfahren bisher andere Fluggesellschaften in Nordamerika wie zum Beispiel Delta Airlines. Air Canada hat dagegen die Strecke vorerst gestrichen.

Allerdings könnte sich die Situation bei den großen US-Anbietern rasch ändern. Nachdem am Donnerstagabend die Weltgesundheitsorganisation WHO den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, sprechen immer mehr Regierungen eine Reisewarnung für China aus. Auch das Auswärtige Amt warnt mittlerweile ausdrücklich vor Reisen in die Provinz Hubei, wo das Virus erstmals auftrat. Für China generell wird empfohlen, Reisen wenn möglich zu verschieben.

Die US-Behörden gehen deutlich weiter. Sie haben den Reisehinweis auf die vierte Stufe angehoben. Das ist die höchste und besagt, dass man aktuell das betreffende Land überhaupt nicht aufsuchen sollte. In der Regel stellen daraufhin die nationalen Airlines ihren Dienst in das Land ein.

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    Damit wird China zunehmend vom weltweiten Luftverkehr abgekoppelt. In Europa steuert mittlerweile keine der großen Fluggesellschaften China an. Italien hat aktuell nach zwei bestätigten Coronavirus-Fällen die Strecke ausgesetzt. Das geschah auf Anweisung von Ministerpräsident Giuseppe Conte.

    Die skandinavische SAS und Air France fliegen seit Donnerstag nicht mehr dorthin. British Airways, Lufthansa und Finnair hatten das bereits am Mittwoch angekündigt. Zuvor hatten einige dieser Fluggesellschaften als eine erste Vorsichtsmaßnahme bereits die Strecke nach Wuhan in der Region Hubei ausgesetzt.

    Heiko Maas lässt Deutsche aus China zurückholen

    Abgehoben Richtung China ist am Freitag eine Maschine der Luftwaffe. Mehr als 100 Menschen sollen zurück nach Deutschland geholt werden. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas.

    Die Maschine steuert die schwer vom Coronavirus betroffene Provinz Hubei an, nachdem alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vorliegen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen. Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

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    Auch in den asiatischen Nachbar-Ländern haben viele Fluggesellschaften den Luftverkehr nach China ausgesetzt oder deutlich eingeschränkt. So hat die indonesische Lion Air ihren Dienst in das Land eingestellt. Gleiches haben die südkoreanischen Anbieter Asiana Airlines, Jeju Air und Jin Air gemacht. Cathay Pacific hat das Angebot um rund die Hälfte geschrumpft. Die Airline aus Hongkong war 2002/2003 vom Ausbruch der Lungenkrankheit SARS besonders hart betroffen.

    Die weitgehende Isolation der Provinz Hubei wird mittlerweile auch zu einem ernsten Problem für Chinesen, die sich derzeit im Ausland aufhalten. So teilte das chinesische Außenministerium am Freitag mit, dass chinesische Staatsbürger aus der Provinz Hubei, die sich derzeit im Ausland befinden, zurückgeholt werden sollen. Der Grund dafür seien die Schwierigkeiten, die die Menschen aus Hubei im Ausland erfahren hätten.

    Wie staatliche Medien berichten, wurde Reisenden, die aus der besonders von dem Coronavirus betroffenen Region in Zentralchina stammen, Flugtickets verweigert. Zudem seien auch sie davon betroffen, dass zahlreiche Airlines ihre Flüge nach China eingestellt hätten. Laut dem staatlichen Fernsehsender CGTN sollten die zwei gecharterten Flugzeuge am Freitagnachmittag lokaler Zeit nach Bangkok in Thailand and Kota Kinabalu in Malaysia geschickt werden.

    Mehr: Die Weltgesundheitsorganisation hat Konsequenzen aus der rasanten Verbreitung des neuen Virus aus China gezogen. Ein Überblick und die wichtigsten Fragen.

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