Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronavirus Deutsche Einzelhändler mit starkem Umsatzplus in Coronakrise

Die meisten Branchen leiden unter der Corona-Epidemie. Supermärkte und Apotheken können beim Umsatz dagegen deutlich zulegen, zeigt die Statistik.
01.04.2020 Update: 01.04.2020 - 10:43 Uhr Kommentieren
Viele Einzelhändler machen in der Coronakrise gute Geschäfte. Quelle: dpa
Supermarkt in Dresden

Viele Einzelhändler machen in der Coronakrise gute Geschäfte.

(Foto: dpa)

Berlin Toilettenpapier, Nudeln, Seife: Die deutschen Einzelhändler haben in der beginnenden Coronakrise auch dank Hamsterkäufen den stärksten Umsatzsprung seit fast anderthalb Jahren geschafft. Im Februar wuchsen ihre Einnahmen um 7,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

„Grund war die verstärkte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth. „Der Lebensmittelhandel realisierte ein deutliches Plus.“ Dazu trug auch bei, dass der Februar diesmal einen Verkaufstag mehr zählte.

Experten gehen davon aus, dass der Einzelhandel aber künftig heftige Einbußen hinnehmen muss, da viele Geschäfte im Kampf gegen das Coronavirus schließen mussten. „März und April dürften desaströs ausfallen, viele Läden machen keinen nennenswerten Umsatz mehr“, sagte Rolf Bürkl vom Konsumforscher GfK zu Reuters. „Auch durch das Internetgeschäft kann das nicht ausgeglichen werden.“

Eine Prognose für das Gesamtjahr will Bürkl nicht wagen. „Seriöse Aussagen sind aktuell nicht möglich. Es hängt davon ab, wann die Geschäfte wieder aufmachen können“, sagte der Konsumforscher. Die Viruskrise schlägt mittlerweile auch auf die Verbraucherstimmung durch: Diese ist aktuelle so schlecht wie seit der Weltfinanzkrise 2009 nicht mehr, wie die GfK bei ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern herausfand.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Zuletzt deckten sich viele Deutsche auf Vorrat mit wichtigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein. In der letzten Februarwoche schnellte etwa der Absatz von Mehl um 150 Prozent in die Höhe, der von Seife um 122 Prozent und von Teigwaren um 109 Prozent. Bei Toilettenpapier war die Nachfrage zuletzt sogar mehr als drei Mal so hoch wie üblich, bei Desinfektionsmitteln stieg sie auf mehr als das Achtfache.

    Politik und Wirtschaftsverbände sehen zwar die Versorgungslage mit Waren des täglichen Bedarfs ungeachtet der Coronakrise nicht gefährdet. Sie appellierten aber an die Verbraucher, von Hamsterkäufen abzusehen.

    „Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren zeigt sich die erhöhte Nachfrage besonders“, erklärten die Statistiker mit Blick auf den Februar. Die Branche setzte 10,6 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Dabei kamen Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte sogar auf ein Wachstum von 11,1 Prozent, während der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln 6,6 Prozent mehr in den Kassen zählte. Die genannten Zuwächse seien „deutlich höher“ als in den vergangenen fünf Jahren ausgefallen, betonte das Statistikamt.

    Auch der Internet- und Versandhandel brummte und steigerte seinen Umsatz um 11,0 Prozent. Ein Wachstum in dieser Höhe sei allerdings „nicht ungewöhnlich und somit nicht eindeutig auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen“, so das Bundesamt. „Einen recht deutlichen Einfluss der aufziehenden Krisensituation zeigt allerdings der Umsatzanstieg der Apotheken beziehungsweise des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten.“ Hier gab es ein Plus von 7,8 Prozent.

    Mehr: Die Coronakrise macht Lieferketten zu Lieferpuzzles

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Coronavirus - Deutsche Einzelhändler mit starkem Umsatzplus in Coronakrise
    0 Kommentare zu "Coronavirus: Deutsche Einzelhändler mit starkem Umsatzplus in Coronakrise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%