Cosco und China Shipping Chinas Reedereibranche steht vor einer Großfusion

China will seine Schifffahrtsbrancheauf Vordermann bringen. Konzerne wie die staatseigenen Unternehmen China Shipping und Cosco fahren hohe Verluste ein. Nun sollen sie laut einem Bericht fusionieren.
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Ein Containerschiff der chinesischen Reederei „China Ocean Shipping Company“ (Cosco) verlässt den Hafen in Hamburg: Das Unternehmen soll mit der China Shipping Group fusionieren. Quelle: dpa
Containerschiff auf der Elbe

Ein Containerschiff der chinesischen Reederei „China Ocean Shipping Company“ (Cosco) verlässt den Hafen in Hamburg: Das Unternehmen soll mit der China Shipping Group fusionieren.

(Foto: dpa)

ShanghaiIn der chinesischen Reederei- und Schifffahrtsbranche steht Insidern zufolge eine Großfusion bevor. Die beiden staatseigenen Unternehmen China Ocean Shipping Company (Cosco) und China Shipping Group führen Gespräche über einen Zusammenschluss, wie eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

China hatte bereits vor ein paar Monaten angekündigt, die Schifffahrtsbranche des Landes mit verschiedenen Reformen auf Vordermann bringen zu wollen. Konzerne wie China Shipping und Cosco, die sich am griechischen Containerhafen von Piräus beteiligen wollen, hatten zuletzt hohe Verluste eingefahren. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in der Volksrepublik 240 Schifffahrtsunternehmen.

Die an der Börse in China gelisteten Töchter der beiden Staats-Holdings wurden bereits vergangene Woche vom Handel ausgesetzt. Zur Begründung hatte es geheißen, es stünden „bedeutende Ankündigungen“ bevor. Das chinesische Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berichtete, die Regierung habe die beiden Unternehmen aufgefordert, innerhalb der nächsten drei Monate einen Fusionsplan auszuarbeiten. Alle Beteiligten lehnten einen Kommentar dazu ab.

Cosco und China Shipping sind nach Angaben der Unternehmensberatung Alphaliner die weltweit sechst- und siebtgrößten Reedereien. An der Börse wären die beiden Konzerne zusammen rund 20 Milliarden Dollar wert. Die weltgrößte Container-Reederei Moeller-Maersk kommt auf eine Marktkapitalisierung von 18 Milliarden Dollar.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.

  • rtr
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