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Dänisches Bettenlager Möbelhändler steht unter der Wachstumsdroge

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Händlern droht wirtschaftlicher Niedergang
Neben dem stationären Handel will der Konzern auch den Online-Möbelmarkt erobern. Quelle: PR
Dänisches Bettenlager

Neben dem stationären Handel will der Konzern auch den Online-Möbelmarkt erobern.

(Foto: PR)

„Die stationären Händler befinden sich in Bedrängnis. Ihnen droht trotz Verfügbarkeit aller Ressourcen und starker Produktkompetenz der wirtschaftliche Niedergang“, warnen die Autoren. Dabei ändert sich die Logik – weg von Rabattaktionen hin zu günstigeren Grundpreisen. Und: Gerade das Bettensegment mit dem lukrativen Matratzenmarkt lockt neue Spieler.

So hat etwa das Start-up Bruno Interior große Wachstumspläne mit einer selbst entwickelten Matratze, die nur über das Netz vertrieben werden soll. „Wir sehen uns als Hersteller. Das ist einer der Erfolgsfaktoren“, sagte der 37-jährige Gründer Felix Baer vergangene Woche beim „Digital Commerce Day“ in Hamburg. Noch diskutiert die Branche, ob großzügige Rücksende-Optionen ausreichen, oder ob die Kunden in Showrooms auch in Zukunft Produkte ansehen und probieren wollen.

In diesem Umfeld will Dänisches Bettenlager seine Position ebenfalls ausbauen. Dazu investieren die Dänen: Die Deutschlandzentrale haben sie mit einem Anbau versehen. Rund 50 neue Mitarbeiter sollen dort künftig arbeiten. Kürzlich war das Richtfest.

Dabei handelt es sich um eine deutliche Aufstockung des Personals: Bislang arbeiten 400 der 7500 Mitarbeiter in der Zentrale. „Von alleine kommt nichts. Der Möbelmarkt in Deutschland wird nicht größer“, sagte Nielsen. „Der Online-Markt ist ein rotes Haifischbecken. Nicht jeder wird überleben“, sagte er.

Das kauften Verbraucher 2015 im Internet
Online-Handel
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Bequem vom Sofa aus rund um die Uhr shoppen: Online einkaufen gewinnt seit langem an Beliebtheit und auch in diesem Jahr hielt der Wachstumstrend an. 52,8 Milliarden Euro – so viel haben Verbraucher einer Prognose des Centre for Retail Research zufolge 2015 für Bestellungen im Internet ausgegeben. Das Schnäppchen-Portal mydealz.de hat 60 Millionen von ihm im Jahresumlauf vermittelte Transaktionen unter die Lupe genommen. Auf diese Weise haben die Experten ermittelt, welche Produkte besonders hoch in der Gunst der Konsumenten standen, wann sie am meisten online einkauften, und wie sehr mobile Endgeräte zum Umsatz beigetragen haben.

Quelle: mydealz.de/Centre for Retail Research

(Foto: dpa)
Der Umsatz steigt
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Der Umsatz für Online-Händler ist in diesem Jahr deutlich gestiegen, nämlich 23,1 Prozent gegenüber 2014. Somit trugen Internetkäufe 11,6 Prozent zum gesamten Handelsumsatz bei.

(Foto: Imago)
Deutsche als Zweitplatzierte
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Die Deutschen sind in Sachen Online-Shopping vorne dabei: Pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 654,84 Euro beim Einkauf im Internet aus. Damit liegt Deutschland beim Online-Einkauf aber an zweiter Stelle. Platz eins belegen die internetaffinen Briten, die pro Person Waren im Wert von umgerechnet 964,74 Euro bestellten. Auf Platz drei landen die Franzosen mit 553,23 Euro.

(Foto: dpa)
Was wird am meisten gekauft?
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Am meisten werden Elektronik, Mode und Haushaltsbedarf per Mausklick gekauft. 18,8 Millionen von mydealz vermittelte Konsumenten kauften Fernseher, Smartphones oder Spielekonsolen im Netz. Im Vergleich zu 2014 legte der Online-Handel mit Elektroprodukten damit um 4,3 Prozent zu. 9,7 Millionen (Anstieg um 11,3 Prozent) shoppten Schuhe, Jeans oder Pullover online und 7,7 Millionen Verbraucher (Anstieg um 18,2 Prozent) entschieden sich für Waren wie Geschirr, Handtücher oder Küchenmesser.

(Foto: Imago)
Lebensmittel im Internet
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Bislang erledigen nur Briten und Franzosen ihre Wochenendeinkäufe vom Schreibtisch aus. Doch auch deutsche Verbraucher schieben nicht mehr länger Einkaufswagen durch Supermärkte. Lebensmittel rangieren bei mydealz.de 2015 erstmals unter den Top Fünf der am stärksten nachgefragten Produkte.

(Foto: dpa)
Obst und Gemüse per Klick
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Insgesamt kauften 2,87 Millionen Konsumenten Kaffee, Schokolade, Wein oder Spirituosen im Internet. Während die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent (2014: 1,1 Milliarden) gestiegen ist, rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit einem Wachstum von mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr 2024.

(Foto: dpa)
Einsatz von mobilen Endgeräten
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31,6 Prozent der 275 Millionen Besucher, die sich 2015 mithilfe von mydealz.de über Angebote von Online-Shops und lokalen Händlern informiert haben, riefen das Portal über mobile Endgeräte auf — 6,6 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Der Einkauf über Smartphones und Tablets verdoppelte sich sogar.

(Foto: dpa)

Doch der Konzern hat ein Problem: Wie lockt er Online-Experten nach Flensburg? „Man muss sich ins Zeug legen, um gute Leute hierher zu bekommen.“ Schließlich steuert die Deutschlandzentrale auch das Geschäft in Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz.

Doch Chef Nielsen will nicht klein beigeben. Schließlich ist er von Beginn an dabei. Damals scheute er sich auch nicht, sein Büro in einem Campingwagen neben der ersten Filiale hierzulande einzurichten. „Wenn man die Droge Wachstum einmal erlebt hat, kommt man schwer davon los“, sagte er.

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