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Datenschutz ZDF-Doku warnt vor „Datenkrake Amazon“

Ein Dokumentarfilm widmet sich der Währung, von der Jeff Bezos wohl noch mehr hat als Geld: Daten. Amazon-Insider und -Experten berichten, welche Informationen der US-Konzern bereits sammelt und welche noch dazukommen.
09.09.2020 Update: 10.09.2020 - 08:15 Uhr Kommentieren
Schon jetzt macht Amazon zwölf Milliarden US-Dollar Gewinn pro Jahr. Das unbegrenzte Geschäft mit Daten ist längst ein unverzichtbarer Teil davon. Quelle: Reuters
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Schon jetzt macht Amazon zwölf Milliarden US-Dollar Gewinn pro Jahr. Das unbegrenzte Geschäft mit Daten ist längst ein unverzichtbarer Teil davon.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Während vielen Firmen wegen der Pandemie die Insolvenz droht, wird Amazon-Gründer Jeff Bezos immer reicher. Der Konzern machte im vergangenen Jahr fast zwölf Milliarden US-Dollar Gewinn. Eine ZDF-Doku zeigt, welche Währung Bezos noch wichtiger ist: Daten. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umgang von Amazon mit dem Datenschutz beantworten wir in diesem Artikel.

Gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei Amazon?

Ja. In einer Studie von Wissenschaftlern der Uni Göttingen von 2019 schnitt Amazon unter allen untersuchten Verkaufsplattformen allerdings am schlechtesten ab. Demnach erfüllte der US-Konzern die Vorgaben der DSGVO nur „unzureichend“.

Was passiert mit meinen Amazon-Daten?

In seinen Geschäftsbedingungen listet Amazon auf, welche Daten der Konzern erfasst. Dazu gehören Name, Adresse, Zahlungsinformationen, Bewertungen auf der Plattform, Stimmaufzeichnungen über Alexa und vieles mehr. Die Autorin Katharina Nocun forderte 2018 sämtliche über sie von Amazon gespeicherten Daten an und erhielt 15.000 Informationen zu gerade einmal 100 Einkäufen.

Der Onlinehändler wusste, von welcher Seite aus sie zu Amazon kam. Daraus könne der Konzern auch auf persönliche und politische Interessen und Aktivitäten schließen, sagt Nocun. Die emeritierte Harvard-Professorin Shoshana Zuboff sagt in der ZDF-Doku: „Wir sind keine Kunden, sondern ihre Rohstoffquellen.“

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    Wie sicher ist Amazons Sprachassistentin Alexa?

    Sicherheit bei smarten Lautsprechern ist so schwierig zu garantieren wie bei Smartphones und E-Mails. Aus smarten Geräten können smarte Wanzen werden, wie Forscher 2019 zeigten. Ihnen gelang es, Geräte von Amazon und Google so zu manipulieren, dass sie Nutzer unbemerkt abhören konnten.

    Was passiert mit meinen Alexa-Sprachdaten?

    Amazon selbst hört Gespräche seiner Kunden mit, offiziell um die Qualität der Sprachsysteme zu verbessern. „Alexa wäre nicht so gut, wie sie heute ist, und würde auch nicht besser“, sagte Amazon-Gerätechef David Limp dem Handelsblatt.

    Datenschützer kritisieren jedoch, der Konzern erfahre extrem persönliche Informationen über familiäre Verhältnisse, Liebesbeziehungen oder die finanzielle Situation der Nutzer. Mittlerweile ist es möglich, gespeicherte Aufnahmen per Sprachbefehl zu löschen.

    Was sind Warnsignale für Sicherheitslücken?

    So wie Computernetzwerke via E-Mail mit Schadsoftware in Links und Anhängen angegriffen werden, können auch Smartphones und smarte Lautsprecher mit manipulierten Apps gehackt werden. Grundsätzlich gilt: Google und Amazon fragen nie das Passwort über die smarten Assistenten ab. Ob die Lautsprecher aktiviert sind, ist an den leuchtenden LEDs zu erkennen.

    Wann lief die ZDF-Doku über den Datenschutz bei Amazon?

    Der Film „Datenkrake Amazon“ lief am 9. September 2020 um 22:45 Uhr im ZDF. In der Mediathek ist die Dokumentation weiterhin abrufbar.

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