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Dennis Muilenburg Boeing-Chef entschuldigt sich offiziell für Abstürze – weiteres Softwareproblem aufgetaucht

Am Tag des vorläufigen Ermittlungsberichts zum Absturz in Äthiopien spricht Boeing-Chef Muilenburg den Angehörigen sein Beileid aus. Außerdem tauchte ein zweites Softwareproblem auf.
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Den Opfern der beiden Abstürze sprach der Boeing-Chef sein tiefstes Mitgefühl aus. Quelle: AP
Dennis Muilenburg

Den Opfern der beiden Abstürze sprach der Boeing-Chef sein tiefstes Mitgefühl aus.

(Foto: AP)

New YorkNach dem vorläufigen Ermittlungsbericht zum Flugzeugabsturz in Äthiopien verspricht Boeing eine eingehende Prüfung der Untersuchung und aller notwendigen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Gleichzeitig sprach der Boeing-Chef Dennis Muilenburg allen Angehörigen der Abstürze von Lion Air und Ethopian Airlines sein tiefstes Beileid aus.

„Bei Boeing tut es uns leid für die Leben, die bei den jüngsten 737 Max Unfällen verloren gingen. Diese tragischen Ereignisse liegen uns schwer auf dem Herzen und wir sprechen den Angehörigen der Passagiere und der Crew unser tiefstes Mitgefühl aus. Alle in unserem Unternehmen fühlen, wie gravierend diese Unfälle für die Familien und Freunde sind“. heißt es in einem Schreiben am Donnerstag. Muilenburg betonte, dass es an Boeing liege, in Zukunft jedes Risiko zu eliminieren.

Außerdem räumte der US-Hersteller Probleme mit einer weiteren Software ein. Diese seien bei der Überarbeitung des umstrittenen Steuerungsprogramms MCAS festgestellt worden, stünden aber nicht in direktem Zusammenhang damit, teilte Boeing in der Nacht auf Freitag mit. Zuvor hatte die „Washington Post“ berichtet, dass die US-Luftfahrtbehörde FAA das neue Problem beanstandet habe. Solange es nicht gelöst sei, werde das Startverbot für Boeings Unglücksflieger der 737-Max-Serie nicht aufgehoben.

Bereits seit dem Absturz von Lion Air sei ein Top-Team von Ingenieuren und technischen Experten dabei mit der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde FAA und den Kunden an dem Update der Software zu arbeiten, heißt es in der Pressemitteilung von Muilenburg weiter.

Auch das Training von Piloten und weiterführendes Informationsmaterial solle die Möglichkeiten eliminieren, die Steuerungssoftware MCAS unbeabsichtigt zu aktivieren. Kurz vor Muilenburgs Stellungnahme hatte der Konzern aber bereits versprochen, dass Piloten künftig immer die Möglichkeit haben werden, die Automatik auszuschalten und zur manuellen Kontrolle zu wechseln.

„Wir bei Boeing übernehmen die Verantwortung, Flugzeuge zu bauen und zu liefern, die von professionellen Piloten überall auf der Welt sicher geflogen werden können“, versprach der CEO.

Das dringend erwartete MCAS-Update werde sicherstellen, dass Unfälle wie in Äthiopien und Indonesien „nie wieder passieren“, versicherte Muilenburg. Bislang hatte der Flugzeughersteller stets bestritten, dass die MCAS-Software ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Das eigens für die spritsparende Max-Neuauflage von Boeings 737-Serie entwickelte MCAS-Programm soll eigentlich dafür sorgen, in bestimmten Flugsituationen wie einem zu steilen Aufstieg des Jets automatisch den Flugwinkel zu korrigieren. Doch die bisherigen Unfallberichte deuten darauf hin, dass das System bei den Abstürzen durch falsche Sensordaten fälschlicherweise aktiviert wurde - mit fatalen Folgen.

Beim Crash der Lion-Air-Maschine in Indonesien Ende Oktober soll der Bordcomputer die Nase der Boeing 737 Max 8 wegen der MCAS-Fehlfunktion automatisch immer wieder nach unten gedrückt haben, während die Crew gegenzusteuern versuchte. Ein ähnliches Szenario gilt inzwischen auch beim Ethiopian-Airlines-Absturz am 10. März als wahrscheinlich. Insgesamt starben bei den Unglücken 346 Menschen.

Mit Material von dpa

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1 Kommentar zu "Dennis Muilenburg: Boeing-Chef entschuldigt sich offiziell für Abstürze – weiteres Softwareproblem aufgetaucht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie lange wird es dauern, bis die US-Justiz gegen Boeing ermittelt???

    Einen ähnlichen Eifer wie bei VW oder Bayer(Monsanto) ist nicht erkennbar.

    Ein Schelm der etwas Schlechtes denkt.

    the stupid german