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Designerin Maya Reik Öko-Pelze erobern den Laufsteg

Die israelische Designerin Maya Reik ist erst 20 Jahre alt, aber selbstbewusst. In der internationalen Modewelt hat sie sich bereits einen Namen gemacht.
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Die selbstgelernte Modedesignerin gründete in jungen Jahren ihr Label. Quelle: DAN BALILTY/The New York Times/R/Redux/laif
Maya Reik

Die selbstgelernte Modedesignerin gründete in jungen Jahren ihr Label.

(Foto: DAN BALILTY/The New York Times/R/Redux/laif)

Tel Aviv Eine junge Unternehmerin aus Tel Aviv sprengt die Grenzen ihres kleinen Landes. Nicht nur israelischen Medien, sondern auch Weltblättern vom Format „Vogue“ oder „New York Times“ ist Maya Reik aufgefallen. Auf Fashion-Weeks in Mailand und Paris ist sie mit ihrer Kollektion ebenso vertreten wie in New York. Sie zeige ihre Mode in den „größten Showrooms der Welt“, sagt die junge Unternehmerin, „zum Beispiel bei Victoria Beckham“. Supermodels wie Bella Hadid oder Stars vom Format einer Ariana Grande und Priyanka Chopra tragen das Label der Israelin.

Reik hat bereits eine steile Karriere hinter sich. In ihrem Atelier am alten Hafen von Tel Aviv-Jaffa beschäftigt sie fünf Designerinnen. Für weitere Jobs sorgt sie in Italien, wo sie konfektionieren lässt, und in Indien, wo für sie gestickt wird. „In meine Kleider fließen viele Kulturen und Erfahrungen ein,“ sagt sie über ihre Mode, die auf drei Kontinenten entsteht. Interessant seien angesichts Reiks Jugend vor allem ihre Anspielungen auf die 1890er-Jahre, auf Art déco oder auf Künstler wie Modigliani und Matisse, schrieb im April das Fachmagazin „CR Fashion Book“.

Besonders stolz ist Reik auf ihre „falschen Pelze“. Die „eco-furs“ würden sich fantastisch echt anfühlen, sagt sie und lässt für ihren Besucher eine weiße „Pelz“-Jacke holen. Oft würden ökologiebewusste Kundinnen wissen wollen, ob sie die Kollektion tatsächlich mit gutem Gewissen tragen könnten, meint Reik. Die Fellimitate seien vor allem aus Materialien wie Acryl oder Polyester hergestellt, zudem aus Modacrylfasern, versichere sie dann.

Der entscheidende Kontakt zur Prominenz gelang ihr nach einer Mustersendung gefakter Pelzmäntel an Supermodel Hadid, das eine Stylistin mit der indischen Schauspielerin Priyanka Chopra teile. Hadid zeigte sich auf Instagram mit Reiks Kreation, und Chopra trug sie in der Öffentlichkeit.

Die aufstrebende Modedesignerin aus Tel Aviv kann mit Fug und Recht als Selfmade-Frau bezeichnet werden. Sie war gerade 14, als sie die Schule verließ, weil sie überzeugt war, dass sie dort nichts zu suchen habe. Als Teenager besuchte Reik Kurse an einem Modecollege in Tel Aviv und jobbte in Kleiderboutiquen. Dann gründete sie ihr eigenes Unternehmen – das Label Marei 1998. Da ihr Vater von den Fähigkeiten seiner Tochter überzeugt war, stellte er ihr Startkapital zur Verfügung. Auch wenn sie bescheiden auftritt, ist Reik selbstbewusst. Auf ihre Pläne für 2019 angesprochen, sagt sie: „Die globale Suche nach Pelzalternativen kann für Marei 1998 nur positiv sein.“

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