Dessous von Agent Provocateur „Feine Linie zwischen sexy und vulgär“

Agent Provocateur gehört zu den absoluten Luxusmarken bei Dessous. Doch nicht nur beim Preis heben sich die Londoner von der Konkurrenz ab: Schließlich machen Beyoncé oder Madonna kostenlos Werbung für das Label.
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Das Unternehmen will auch in Deutschland neue Shops eröffnen. Quelle: PR
Models von Agent Provocateur

Das Unternehmen will auch in Deutschland neue Shops eröffnen.

(Foto: PR)

DüsseldorfIn einer Vitrine stehen Schachteln mit der Aufschrift „The Game – A Strip Poker Kit“, und in den dezent beleuchteten Vitrinen hängen kunstvoll gearbeitete Korsetts und knappe BHs. Willkommen in der neuen Boutique von Agent Provocateur in Düsseldorf, in einer Seitenstraße der Königsallee.

„Es gibt eine feine Linie zwischen sexy und vulgär“, sagte Garry Hogarth, der Chef der britischen Marke. „Wir achten darauf, dass unsere Dessous zwar die Fantasie anregen, aber immer geschmackvoll sind.“

„Heute sind die Frauen viel offener für Dessous und weniger ängstlich, unsere Stores zu betreten.“ Quelle: PR
Firmenchef Garry Hogarth mit Models

„Heute sind die Frauen viel offener für Dessous und weniger ängstlich, unsere Stores zu betreten.“

(Foto: PR)

Agent Provocateur gehört zu den Luxusmarken im Dessous-Markt. Es liegt preislich deutlich über Marken wie Victoria‘s Secret und Hunkemöller. Größter Konkurrent ist La Perla, das aber eine konservativere Linie verfolgt.

Das englische Unternehmen wurde 1994 von Joe Corre, dem Sohn der berühmten Designerin Vivienne Westwood, und Serena Rees gegründet. Die Verkäuferinnen tragen noch heute die pinkfarbenen, von Westwood entworfenen Mäntel.

Später stiegen beide aus. Seit 2008 ist die Private-Equity-Firma 3i mit 70 Prozent beteiligt. Die restlichen Anteile halten Hogarth und andere aus dem Management. Aus den Anfängen im Londoner Stadtteil Soho ist ein Unternehmen mit Filialen in 32 Ländern und 500 Mitarbeitern weltweit geworden.

Der smarte Hogarth kam 2006 zum Unternehmen. Seitdem hat sich einiges getan, auch bei den Kunden. „Heute sind die Frauen viel offener für Dessous und weniger ängstlich, unsere Stores zu betreten“, beobachtet er.

So sexy war das 19. Jahrhundert
Dessous-Austellung
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Panzerartige Mieder, Spitzentüten-BHs und String-Tangas: Rund um Dessous dreht sich von Donnerstag an eine Ausstellung in Engelskirchen bei Köln.

Kulturgeschichte der Unterwäsche
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Gezeigt werden 150 Jahre Kulturgeschichte der Unterwäsche – von strengen Korsetts des 19. Jahrhunderts bis zu durchscheinenden Slips aus aktuellen Modekollektionen. Die Unterwäsche von heute ist kaum noch welche: knappe String-Tangas oder Panties, dazu ein BH, vielleicht noch ein Hemdchen, das ist alles.

Slips für Frauen
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Die erste Unterhose für Frauen hat mit den heutigen Slips nichts mehr gemein: Eine knielange, im Schritt offene Plusterhose, auch „Beinling“ genannt. Damals zogen die Damen einen wahren Berg aus Wäsche, Spitzen und Rüschen übereinander an, ehe sie endlich ausgehfertig waren.

Enge Korsetts
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Zentrales Stück dabei: Ein enges Korsett, das die Taille im Idealfall auf 46 Zentimeter Umfang einschnürte, wie Ausstellungskuratorin Claudia Gottfried erläutert. Das allerdings war Medizinern ein Dorn im Auge, quetschten Korsetts doch rücksichtslos Magen und Rippen zusammen.

Ausstellung „Wenn die Hüllen fallen – Dessous“
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Und so betrachtet die Ausstellung im LVR-Industriemuseum das Thema Unterwäsche aus unterschiedlichen Perspektiven - etwa aus der des Arztes, der Dessous-Verkäuferin oder, ganz allgemein, der Gesellschaft. Wer zum Beispiel im 19. Jahrhundert Extravagantes draußen auf der Wäscheleine trocknen ließ, dem war der Klatsch der Nachbarschaft sicher.

Der BH: ein selbstbewusster Modeartikel
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Die ersten Büstenhalter der 1920-er Jahre, Spitzentüten-BHs der Wirtschaftswunderzeit, die revolutionären Wonderbras oder farbenfrohe Schlupf-BHs: Sie zeigen den Wandel vom verschämten Accessoire, das für niemanden sichtbar sein sollte, bis zum selbstbewussten Modeartikel, auf den auch die Öffentlichkeit einen Blick erhaschen darf.

Seidenensembles der „Femme Fatale“
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Erotische Dessous sind fast ausschließlich weibliche Kleidungsstücke und spiegeln im Laufe der Jahre Stereotypen von Frauenbildern wider, so zum Beispiel die Seidenensembles der „Femme Fatale“.

Doch auch das Online-Geschäft des Unternehmens brummt. Es macht rund 18 Prozent des Umsatzes aus, der im Geschäftsjahr 2014/15 rund 68 Millionen Pfund (umgerechnet 95 Millionen Euro) erreichte und im laufenden Geschäftsjahr auf 75 bis 80 Millionen Pfund steigen dürfte.

Gratis-Werbung von Madonna und Beyoncé
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