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Deutsche Bahn „Das hat nicht gereicht“ – Bahn-Vorstand muss zweites Mal zum Rapport

Beim Krisentreffen drängt der Bund den Bahn-Vorstand, zügig Verbesserungen zu erreichen. Doch das reicht nicht. Verkehrsminister Scheuer bestellt die Konzernspitze nochmal ein.
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Das sind die Pläne für eine „bessere Bahn“

BerlinDie Unzufriedenheit in der Bundesregierung mit der Deutschen Bahn ist nach einem Krisentreffen mit dem Vorstand noch gewachsen. Man werde sich am Donnerstag noch einmal in gleicher Runde treffen, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer nach dem Gespräch mit Bahnchef Richard Lutz am Dienstag in Berlin.

Es sei konstruktiv und konzentriert geredet worden. Deutlicher wurde Scheuers parlamentarischer Staatssekretär und Bahn-Beauftragter Enak Ferlemann: „Dass man sich in zwei Tagen wieder trifft, sagt doch vieles.“ Das Gespräch sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Das hat einfach nicht gereicht.“

Andere Teilnehmer hätten das ebenso gesehen. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol verlangte einen verlässlichen Fahrplan zur Behebung der Probleme: „Dazu will ich in den nächsten Tagen noch verbindlichere Aussagen hören.“

An dem Treffen hatten auch Abgeordnete der Koalitionsparteien teilgenommen, ebenso Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Finanzvorstand Alexander Doll. Scheuer verlangt im ersten Halbjahr klare Verbesserungen bei Pünktlichkeit und Servicequalität.

Im vergangenen Jahr war jeder vierte Fernzug der Bahn verspätet. Das Ziel von 82 Prozent pünktlicher Züge soll nach der bisherigen Planung des Konzerns erst 2025 erreicht werden. „Es wurden ein paar Maßnahmen angedeutet, wie man das System zuverlässiger fahren kann“, sagte Ferlemann. Dies sei aber zu vage gewesen.

Über den von Bahnchef Lutz nach Angaben aus Unternehmenskreisen geplanten Verkauf der internationalen Nahverkehrstochter Arriva sei noch nicht konkret gesprochen worden, sagte Scheuer. Er sei in der Frage nicht festgelegt. „Wir werden nicht ein sehr interessantes Unternehmen leichtfertig in den Markt geben“, fügte er hinzu.

Die Bahn muss eine Finanzierungslücke von mindestens vier Milliarden Euro bis 2023 stopfen. Ein Verkauf ist in Regierung und Bahn-Aufsichtsrat jedoch umstritten. Angesichts des Brexits ist zudem der Wert von Arriva offen, das seinen Sitz in Großbritannien hat und einen großen Teil des Geschäfts dort betreibt.

Offen ist, ob vier Milliarden Euro zusätzlich etwa aus dem Verkauf von Arriva oder einer noch höheren Verschuldung für das operative Geschäft überhaupt reichen. Scheuer rechnete vor, dass allein die jüngsten Tarifabschlüsse die Bahn mit 1,2 Milliarden Euro zusätzlich belasteten.

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  • rtr
  • dpa
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