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Deutsche Bahn Grube dementiert Verkaufsgerüchte

Investoren rieben sich schon die Hände, doch Bahn-Chef Rüdiger Grube macht einen Rückzieher: Der Verkauf von Konzerntöchtern sei nie geplant gewesen, so der Manager. Indes steigt die Verschuldung der Bahn in Rekordhöhe.
23.07.2015 - 19:44 Uhr Kommentieren
Mehrere Jahre in Folge hat die Deutsche Bahn bereits ihre Unternehmensziele verfehlt. Quelle: Reuters
Ziele verfehlt

Mehrere Jahre in Folge hat die Deutsche Bahn bereits ihre Unternehmensziele verfehlt.

(Foto: Reuters)

Berlin Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube hat einem Bericht zufolge dementiert, dass er Tochterunternehmen verkaufen will. „Das war nie unsere Absicht und wird auch in Zukunft nicht unsere Absicht sein“, sagte der Manager nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks am Donnerstag bei der Premierenfahrt eines neuen ICE-Modelles.

Die „Welt“ hatte in der vergangenen Woche berichtet, Grube plane den Verkauf von Anteilen an Konzerntöchtern, um an dringend benötigtes Geld zu kommen. Entsprechende Pläne gingen aus der neuen Struktur der Bahn hervor, die in groben Umrissen an die Mitglieder des Aufsichtsrates verschickt worden seien.

Die Bahn hat mehrere Jahre in Folge ihre Ziele verfehlt und kann Investitionen aus eigener Kraft nicht mehr bezahlen. Stattdessen steigt die Verschuldung in Richtung einer Rekordhöhe von 20 Milliarden Euro. Dies setzt auch Grube unter Druck.

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Standort erkennen
    So will die Bahn digitaler werden
    Wlan
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    Wie angekündigt sind inzwischen 5200 Kilometer ICE-Netz ausgerüstet, die 255 ICEs der Bahn sollen es bis Ende 2015 sein. Die Nutzung in der ersten Klasse ist kostenfrei, in der zweite Klasse ist das erst später geplant.

    (Foto: dpa)
    Navigator
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    Seit dem Verkaufsstart der Apple Watch vor wenigen Wochen ist dafür auch der DB Navigator verfügbar. Der Navigator bietet Reisauskunft, Fahrkartenbuchung und Echtzeitinformationen über den Reiseverlauf. Noch im Juni ist ein Relaunch geplant mit neuer Optik und Funktionen. Die Reiseauskunft wird auf einer Karte visualisiert und ergänzt durch Standorte von Mietfahrrädern, Carsharing-Angeboten. Die Bahn arbeitet mit ihren „Flinkster“ Fahrzeugen (stationäre Mietwagen) und Car2go von Daimler (flexibles Carsharing) seit wenigen Tagen zusammen.

    (Foto: dpa)
    Digitales ICE-Portal
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    Speziell für ICE-Reisende gibt es ab Herbst ein neues Portal mit Reiseinformationen (Pünktlichkeit, Anschlüsse, Position auf der Karte, andere Reiseinfos) sowie Nachrichten. Das Portal ist kostenfrei.

    (Foto: dpa)
    Video-Reisezentren
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    Kleine Bahnhöfe, an denen sich bislang nur noch Fahrkartenautomaten befanden, werden mit Video-Reisezentren ausgestattet. Kunden können sich via Video mit einer Zentrale verbinden und dort wie in einem Reisezentrum beraten lasen und auch Fahrkarten kaufen. Nach Pilotprojekten sollen nun Bahnhöfe unter anderem in Bayern und Baden-Württemberg ausgerüstet werden.

    (Foto: dpa)
    Reise-App
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    Die Bahn arbeitet an einer Reise-App, die den Kunden am Bahnhof direkt zum richtigen Wagen mit dem reservierten Platz steuert.

    (Foto: Reuters)
    Digitale Verkehrsdrehscheibe
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    Am Berliner Bahnhof Südkreuz wird gerade die digitale Verkehrsdrehscheibe erprobt. Elektronische Wagenstandsanzeiger verhindern das typische Problem, dass Züge in anderer Wagenreihung einlaufen als angegeben und Hektik beim Einsteigen ausbricht. An jeden Bahnsteigzugang gibt es detaillierte Zuginformationen mit Zwischenhalten. Umsteigewegweiser zeigen den Weg zu Taxen, Carsharing-Fahrzeugen oder Mietfahrrädern an.

    (Foto: Reuters)
    • rtr
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