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Deutsche Bahn Start-up-Fonds soll Digitalisierung voranbringen

Online-Plattform, WLAN in Zügen, autonomes Fahren: Die digitalen Baustellen der Bahn sind zahlreich. Deshalb organisiert sich der Konzern neu. Ein Start-up-Fonds soll Innovationen erleichtern.
20.08.2016 - 15:13 Uhr
Digitalisierung steht schon lange auf der Agenda der Bahn – nun soll ein Start-up-Fonds die Entwicklung anschieben. Quelle: dpa
Verkehrsleitung der DB

Digitalisierung steht schon lange auf der Agenda der Bahn – nun soll ein Start-up-Fonds die Entwicklung anschieben.

(Foto: dpa)

Berlin Ein Start-up-Fonds soll bei der Deutschen Bahn Investitionen in innovative Projekte vereinfachen. Dies sagte ein Sprecher des Konzerns am Samstag in Berlin, ohne Details zu nennen. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ vorab darüber berichtet. Dem Magazin zufolge wird der Fonds vom Herbst an entsprechende Finanzmittel bereitstellen. Ziel sei eine „übergeordnete Mobilitätsplattform“, um Verkehrsangebote verschiedener Anbieter miteinander zu vernetzen.

Damit solle der Versuch unternommen werden, das Entstehen einer von der Bahn unabhängigen Anbieter-Plattform zu verhindern, erklärte der Sprecher. Als Negativbeispiel nannte er die Entwicklung von Buchungsplattformen für Hotels, durch die der direkte Kundenkontakt verloren gehen könne.

Das Thema Digitalisierung genieße schon seit längerer Zeit einen hohen Stellenwert für die Deutsche Bahn. Beispiele dafür seien bisherige Projekte wie das autonome Fahren oder die digitalisierte Meldung von Weichenstörungen. Beim oft kritisierten WLAN-Angebot will die Bahn die Versorgung verbessern. Spätestens Ende 2016 sollen die Kunden in allen ICE-Zügen auch in der zweiten Klasse einen kostenfreien Zugang erhalten. „Bis Ende des Jahres werden alle ICE umgerüstet“, hatte Konzernchef Rüdiger Grube Ende Juni gesagt.

  • dpa
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