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Deutsche Flugsicherung Airlines bekommen ihre Flugpläne wieder besser in den Griff

Eine Studie der Flugsicherung zeigt: Fluggesellschaften holen beim Thema Pünktlichkeit auf. Dennoch droht vor allem in Deutschland Verspätungsgefahr.
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Die durchschnittliche Verspätung pro Flug in Europa ging im ersten Halbjahr auf zwölf Minuten zurück. Quelle: dpa
Flughafen in Hamburg

Die durchschnittliche Verspätung pro Flug in Europa ging im ersten Halbjahr auf zwölf Minuten zurück.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Deutschlands Flugpassagiere können ein wenig aufatmen: Nach dem Verspätungschaos im vergangenen Sommer bekommen die Airlines ihre Flugpläne wieder zunehmend in den Griff, wie eine aktuell vorgelegte Untersuchung der Deutschen Flugsicherung (DFS) zeigt.

Demnach ging die durchschnittliche Verspätung pro Flug in Europa im ersten Halbjahr 2019 auf zwölf Minuten zurück. Zwischen Januar und Juni 2018 hatte sie noch bei 14,1 Minuten gelegen.
Dabei stieg der Verkehr. Bis Ende Juni 2019 wurden im Luftraum über den EU-Mitgliedsstaaten 4,8 Millionen Flüge gezählt – und damit 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dennoch droht insbesondere in Deutschland weiterhin Staugefahr. Jeder dritte europäische Flug führte durch den deutschen Luftraum, obwohl dieser nicht einmal vier Prozent des EU-Luftraums ausmacht. Hier registrierte die DFS im ersten Halbjahr 1,61 Millionen Flüge – und damit ein Wachstum um 1,3 Prozent. Die Zuwächse allerdings schwächen sich ab. Im Vorjahr hatten sie noch bei 3,4 Prozent gelegen.

Besonders starke Verkehrszuwächse verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 der Flughafen Berlin-Tegel, an dem die Zahl der Starts und Landungen um 15,4 Prozent stieg. Unter den Regionalflughäfen gab es die größten Zuwächse am Airport Memmingen, der um 17,7 Prozent zulegte.

Insgesamt nahmen die Starts und Landungen an Regionalflughäfen erneut zu, und zwar um 4,1 Prozent auf rund 168.000. Verkehrsreichster Airport war der Regionalflughafen Dortmund, an dem unter anderem der ungarische Billigflieger Wizzair aktiv ist. Dort nahm die Zahl der Starts und Landungen um 11,4 Prozent auf rund 22.500 zu. Damit löste Dortmund den bisherigen Spitzenreiter Hahn ab, der ein Minus von 5,8 Prozent hinnehmen musste.

Trotz steigender Verkehrszahlen ist das Sicherheitsniveau im deutschen Luftraum unverändert hoch, wie die DFS berichtet. Doch es gibt neue Risiken: Mit der wachsenden Zahl an Drohnen steigt laut Flugsicherung die Gefahr, dass die unbemannten Flugobjekte den zivilen Luftverkehr beeinträchtigen.

2018 wurden 158 Fälle gemeldet, in denen sich Flugzeugpiloten von einer Drohne behindert fühlten – 80 Prozent mehr als im vorherigen Jahr. Die häufigsten Störungen gab es am Frankfurter Flughafen mit 31 Meldungen, gefolgt von Berlin-Tegel mit 17 Sichtungen.

Gleichzeitig aber stieg auch die Streckeneffizienz. Die geflogene Strecke sei im ersten Halbjahr 2019 durchschnittlich nur um 1,2 Prozent von der direkten Verbindung abgewichen, errechnete das Bundesunternehmen. Der durchschnittliche Umweg habe damit nicht einmal vier Kilometer betragen. „Das entspricht der Länge einer Landebahn am Frankfurter Flughafen“, schreibt die Flugsicherung.

Mehr: Die deutsche Luftfahrtbranche will ihre CO2-Emissionen auf null senken. Deshalb setzen die Unternehmen sich für Alternativen zu herkömmlichem Kerosin ein.

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