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Deutsche Post Post-Chef Appel bestätigt den Amazon-Deal

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„Wollen wir nun der Tesla der Transportlogistik werden?”
Bevor der Postmann zwei Mal klingelt
Paketzusteller
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Wenn der Postmann zweimal klingelt, wohnt der Empfänger vermutlich einsam auf dem Lande. Zwar werben Paketdienste wie Hermes oder UPS damit, mindestens drei Zustellversuche an der Haustür zu unternehmen, falls sie beim ersten und zweiten Hausbesuch niemand antreffen. In städtischen Gebieten aber bauen sie längst auf andere Lösungen, um teure Extrafahrten zu vermeiden. Dass Nachbarn dabei unfreiwillig zu Hilfsboten werden, ist längst nicht die einzige Lösung.

(Foto: Imago)
Paketshops
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Ungefragt klingelt der Postmann kein zweites Mal. Bleibt der DHL-Bote an der Haustür erfolglos, hinterlässt er im Briefkasten eine Benachrichtigung. Auf Wunsch kann der Empfänger dann entscheiden, ob es einen zweiten Zustellversuch geben soll, oder ob er die Sendung bei einer der 28.000 Paketstellen selbst abholt. Wer will, kann Postfilialen oder DHL-Paketshops aber auch gleich als Zustelladresse angegeben.

(Foto: dapd)
Hermes
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Auch Wettbewerber DPD hält zu diesem Zweck gut 6.000 Paketshops in Deutschland vor – was sich für Online-Händler außerdem positiv auf die Versandkosten auswirken kann. Der DPD-Service „Shop2Shop“ erlaubt es ihnen, Lieferungen günstiger an einen Paketshop in der Nähe ihres Kunden zu senden.
Ähnliches gilt für Hermes mit seinen etwa 14.000 deutschen Pakethops. Ausgewählten Versandhändlern gestatten die Hamburger, eigene Paketshops als Lieferadresse zu nutzen. Dort liegen die Pakete dann, statt sie an die Haustür zu liefern, zur Abholung bereit.

(Foto: dpa)
UPS-Paketshop
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Zu diesem Zweck unterhält ebenso GLS, eine Tochter der britischen Royal Mail, hierzulande 5.000 Paketstellen per Shop-in-Shop-System. Wettbewerber UPS zieht seit 2013 nach. 2.000 Paketshops hat der amerikanische Expressdienst deutschlandweit eingerichtet. 4500 sollen es werden.

(Foto: dpa)
DHL-Packstation
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Die Post-Pakettochter DHL setzt außerdem seit 2001 auf Automaten. Wer sich ein entsprechendes Onlinekonto einrichtet, kann sich seine Pakete ohne Zusatzkosten in die gelben Schrankfächer liefern lassen. Sie öffnen sich nach Eingabe einer per Mail oder SMS verschickten TAN. Standen 2011 rund zwei Millionen registrierten Nutzern 2.450 Automaten zur Verfügung, sind es inzwischen 3.000 mit mehr als 300.000 Fächern. Und das in 1.600 deutschen Städten und Gemeinden. Damit können 90 Prozent der Bundesbürger eine der DHL-Packstationen innerhalb von zehn Minuten erreichen. Für dieses Jahr plant die Post nach eigener Auskunft 500 weitere Standorte.

(Foto: Imago)
Amazon Packstation
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Seit August 2016 testet auch Amazon in Deutschland Packstationen, und zwar auf dem Gelände von Shell-Tankstellen. Jeweils zehn Standorte in München und Berlin betreibt das Internetkaufhaus, das vor knapp anderthalb Jahren selbst in den Paketzustelldienst eingestiegen ist. Im Anschluss an die Testphase will Amazon mit den Paketautomaten deutschlandweit expandieren.

(Foto: Imago)
Paketkästen
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Als „größte Erfindung seit dem Briefkasten“ bezeichnet Post-Vorstand Jürgen Gerdes den „Paketkasten“, den die Deutsche Post im Frühjahr 2014 an den Start gebracht hat. Er soll jeweils im Vorgarten aufgebaut werden und öffnet sich DHL-Paketboten mit einer TAN. Sein Preis liegt bei 100 bis 500 Euro, ab 1,99 Euro im Monat können ihn Nutzer zudem mieten. Obwohl die Post ihre Kästen zu einem „vollen Erfolg“ erklärt: Nutzerzahlen hält Gerdes unter Verschluss.

(Foto: Imago)

Während Appel im Plenum für seinen Vorstoß ins Automobilgewerbe großen Applaus erhielt, zeigten sich einzelne Aktionärsvertreter verwundert. „Wollen wir nun der Tesla der Transportlogistik werden?”, fragte Roland Klose von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Ohne vorab auf das Geschäft im ersten Quartal einzugehen, bestätigte Appel seine Finanzprognosen. Beim Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll es 2017 rund 3,75 Milliarden Euro geben, davon 1,5 Milliarden Euro aus dem Brief- und Paketgeschäft. Außerdem werde das Ebit zwischen 2013 und 2020 durchschnittlich um über acht Prozent pro Jahr steigen. Entsprechend steigt die Dividende für 2016 auf 1,05 Euro pro Aktie – nach 85 Cent im Vorjahr. „Mit diesem Unternehmen ist man gut bedient, wenn man es im Depot hat”, lobte Daniel Vos von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK).

Zudem geht es mit der Expansion des Paketgeschäfts im Ausland kräftig voran. Nachdem DHL vergangenes Jahr in Thailand gestartet ist, um dort vom wachsenden Online-Versandhandel zu profitieren, werden seit kurzem auch Haushalte in Malaysia und Chile beliefert.

Die Sorge mehrerer Aktionäre, kauffreudige Wettbewerber wie UPS und FedEx könnten die Deutsche Post schon bald beim Umsatz überholen, wies Appel zurück. „Wir sind hervorragend aufgestellt”, sagte er. Den Vormarsch der US-Rivalen will er keineswegs durch teure Akquisitionen kontern. „Große Spieler wollen wir nicht kaufen”, stellte er klar.

Auch die Kritik an den ertragsschwachen Sparten „Supply Chain” (Lagerei) und „Global Forwarding/Freight” (Fracht und Spedition) ließ er nicht gelten. Während DSW-Vertreter Klose anregte, die zwei Sparten zu separieren, um sich auf das weit profitablere Geschäft rund um Express und Paketzustellung zu konzentrieren, hielt Appel dagegen. Noch sei man mit der Rendite der zwei Sparten nicht zufrieden – zumal die Marge bei einigen Wettbewerbern höher sei. Für Appel aber kein Trennungsgrund. „Wir sehen ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial für die Sparten Supply Chain und Global Forwarding/Freight”, sagte er.

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