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Deutscher Discountkönig Aldi trifft den Nerv von Down Under

Rund 260 Läden betreibt Aldi bereits in Australien. Und es werden mehr. An die beiden alteingesessenen Konkurrenten kommt der Discounter noch nicht heran - doch nicht nur mit Billig-Attacken setzt Aldi schon Zeichen.
  • Patricia Uhlig
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Aldi Supermarkt in der australischen Metropole Sydney. Quelle: ap

Aldi Supermarkt in der australischen Metropole Sydney.

(Foto: ap)

BrisbaneWie David gegen Goliath zog Aldi Süd 2001 in die Schlacht um die australischen Verbraucher. Heute liegt der deutsche Discounter – bezogen auf den Marktanteil – zwar immer noch deutlich hinter den alteingesessenen Supermarktriesen Coles und Woolworths. Doch in Sachen Kundenzufriedenheit und billigen Angeboten treibt Aldi die beiden Platzhirsche regelrecht vor sich her.

„Der Eintritt von Aldi hat den australischen Lebensmittelmarkt ganz gehörig aufgemischt“, sagt Handelsexperte Matthias Queck vom Marktforschungsinstitut Planet Retail.

Rund 260 Aldi-Läden gibt es inzwischen an der belebten australischen Ost- und Südküste, alle zwei Wochen kommt im Schnitt ein neuer dazu. Auf lange Sicht plant der Discounter nach eigenen Angaben, 500 bis 600 Läden zu betreiben. Damit würde er zu Woolworths und Coles aufschließen, die jeweils etwa 800 Filialen haben und über 70 Prozent des rund 80 Milliarden Dollar schweren Lebensmittelmarkts unter sich aufteilen.

Alleinstellung als Discounter

Noch ist der Marktanteil von Aldi in Australien mit knapp fünf Prozent relativ gering. Die Experten des Marktforschungsinstituts Euromonitor rechnen aber damit, dass die Mülheimer zügig weiterwachsen. Schließlich gibt es bislang keinen anderen bedeutenden Discounter Down Under, und Aldi trifft mit seinen Billigpreisen den Nerv der Verbraucher.

Waren die Australier anfangs skeptisch gegenüber dem Neuen aus Deutschland, eilen sie mittlerweile in Scharen dorthin – zumindest um noch das ein oder andere Angebot abzugreifen. Dabei scheint es nur wenigen etwas auszumachen, dass Plastiktüten – anders als bei der Konkurrenz – nicht gratis sind, für Einkaufswagen ein Dollar Pfand verlangt wird und die Kassierer die Waren nach dem Scannen nicht verpacken. Bei Coles und Woolworths ist das üblich.

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