Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

DHL-Konkurrenz Fedex darf TNT schlucken

Vor zwei Jahren wollte der US-Paketauslieferer UPS den niederländischen Logistiker TNT kaufen. Doch der Deal scheiterte an den EU-Wettbewerbshütern. Nun scheint sich Fedex mit dem selben Vorhaben durchzusetzen.
20.10.2015 Update: 21.10.2015 - 04:25 Uhr
Lieferwagen von Federal Express (FedEx): Das US-amerikanische Kurier- und Logistikunternehmen prescht auf den europäischen Markt. Quelle: dpa
FedEx

Lieferwagen von Federal Express (FedEx): Das US-amerikanische Kurier- und Logistikunternehmen prescht auf den europäischen Markt.

(Foto: dpa)

New York/Brüssel Der Milliardenfusion der beiden Post-Konkurrenten Fedex und TNT Express stehen nach Unternehmensangaben keine Hürden mehr im Weg. Die EU-Kommission als oberste europäische Kartellbehörde habe den Paketzustellern mitgeteilt, keine Einwände gegen die Übernahme der niederländischen TNT durch den US-Rivalen Fedex zu haben. Das teilten die Konzerne am Dienstagabend mit.

Fedex hatte für TNT Express im April rund 4,4 Milliarden Euro geboten. Die EU-Kommission hatte Ende Juli mitgeteilt, den Deal genau zu untersuchen, da ansonsten nur die Post-Tochter DHL und das US-Unternehmen United Parcel Service (UPS) ähnlich umfassende Dienste in Europa anböten. Von bislang vier großen Paketzustellern blieben nach der Fusion nur noch drei übrig.

Nun dürfte dem Ziel von Fedex, TNT im ersten Halbjahr 2016 zu schlucken, nichts mehr im Weg stehen. Die Wettbewerbshüter haben sich zwar selbst noch nicht geäußert und eigentlich noch bis zum 23. Oktober Zeit, um fristgemäß Widerstand gegen den Zusammenschluss anzumelden. „Doch Fedex und TNT wurden informiert, dass kein Schreiben mit Einwänden verschickt werden wird“, heißt es in der Mitteilung der Unternehmen.

Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. Denn erst vor zwei Jahren hatte die EU-Kommission einen Übernahmeversuch von TNT Express durch den US-Wettbewerber UPS gestoppt. Der hatte mit 5,2 Milliarden Euro deutlich mehr geboten als Fedex.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Investoren reagierten am Dienstag erleichtert auf das grüne Licht aus Brüssel. Die TNT-Aktie stieg im außerbörslichen Handel zeitweise um über zehn Prozent. Das Fedex-Papier ging mit einem leichten Plus aus dem New Yorker Handel.

    Mit einem Jahresumsatz von mehr als 45 Milliarden Dollar ist Fedex deutlich größer als TNT Express. Die Niederländer kamen 2014 auf einen Jahreserlös von 6,7 Milliarden Euro. Während Fedex im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Strich 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) verdiente, steckte TNT mit einem Minus von 195 Millionen Euro das vierte Jahr in Folge in den roten Zahlen.

    Wichtigster Rivale in Europa ist die Deutsche Post, deren Tochter DHL Express mit rasch zu übermittelnden internationalen Sendungen seit Jahren gutes Geld verdient. Post-Chef Frank Appel hatte sich aber schon bei dem Übernahmeversuch von UPS 2013 betont gelassen gezeigt. Die Post wisse aus eigener Erfahrung, wie lange es dauern könne, ein zugekauftes Unternehmen zu integrieren, hatte er damals gesagt.

    • dpa
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: DHL-Konkurrenz - Fedex darf TNT schlucken
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%