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Didi Kuaidi Chinas Uber-Konkurrent geht in die Offensive

Für den amerikanischen Fahrdienst-Vermittler Uber könnten Chinas Städte mit ihren gewaltigen Verkehrsströmen ein Milliardenmarkt werden. Doch jetzt kommt ihm der chinesische Anbieter Didi Kuaidi in die Quere.
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Die verstopften chinesischen Großstädte sind für Fahrdienstvermittler ein Milliardenmarkt. Quelle: AFP
Verkehrsströme in Schanghai

Die verstopften chinesischen Großstädte sind für Fahrdienstvermittler ein Milliardenmarkt.

(Foto: AFP)

Peking Der Kampf wird auf der Straße ausgetragen. Das Hupen der Autos an Pekings zweitem Ring vermischt sich zu einem einzigen Dröhnen. Elektroroller quetschen sich durch die schmalen Lücken zwischen den Fahrzeugen. Am Eingang zur nahegelegenen U-Bahnstation hat sich eine lange Schlange an der Sicherheitskontrolle gebildet. Chinas Megastädte sind ein Horror für Pendler. Ein Angestellter in Peking verbringt täglich im Schnitt 97 Minuten mit dem Weg zur Arbeit, hat die Beijing Normal University für eine Studie ausgerechnet. Guangzhou, Schanghai und Shenzen liegen mit 90 Minuten knapp dahinter.

Zu Stoßzeiten sind Taxis kaum zu bekommen. Deshalb sagen Analysten einen Boom von Alternativangeboten wie Uber voraus. In China droht der mächtige Konkurrent Didi Kuaidi den Angreifer aus dem Silicon Valley jedoch bereits abzudrängen, bevor der Markt überhaupt richtig Fahrt aufgenommen hat.

Zhao Zhiyong öffnet die Beifahrertür. „Wo darf ich Sie hinfahren? Möchten Sie etwas trinken? Ich habe auch Anschlüsse für alle gängigen Smartphones, falls Sie den Akku aufladen wollen“, rattert er runter, noch bevor sich der erste Fahrgast hingesetzt hat. Seit einem halben Jahr nutzt Zhao sein Privatauto für Fahrten, die der chinesische Uber-Konkurrent Didi Kuaidi vermittelt hat. 20 Prozent der Einnahmen behält der Anbieter, der Rest des Geldes fließt an Zhao.

Uber-Konkurrent greift als Beschreibung für das chinesische Unternehmen eigentlich zu kurz. Denn Didi Kuaidi begannen eigentlich als zwei getrennte Unternehmen für die Vermittlung von klassischen Taxifahrten. Gestützt von den chinesischen Internetgiganten Alibaba und Tencent, krempelten die Anbieter mit ihren Smartphone-Apps das Taxigeschäft in China um. Mit Rabatten lockten sie ihre Kunden dazu, die Apps mit ihren Bankkarten in einer Art automatischem Lastschriftverfahren zu verknüpfen. Wer die Programme so zum digitalen Bezahlen freigeschaltet hatte, wurde mit Rabatten von bis zu 100 Prozent belohnt.

Seit Februar sind Didi und Kuaidi zu einer Firma fusioniert, die quasi den gesamten Markt für digital vermittelte Taxifahrten kontrolliert. Von 90 Prozent Marktanteil geht das Unternehmen aus. Die Rabatte sind weitgehend verschwunden. Aber viele Kunden und Fahrer haben sich so an das System gewöhnt, dass Fahrten ohne die App in vielen Städten kaum noch zu bekommen sind. In Stoßzeiten können Kunden den Fahrern üppige Trinkgelder versprechen, damit sie ein Taxi bekommen.

Didi Kuaidi vermittelt auch Busfahrten
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