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Die Pläne von René Benko Kann Karstadt diesen Männern vertrauen?

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Beziehungen, Korruption, Manipulation

Benko ist nicht der einzige in der Führungsetage, dessen Weste nicht mehr blütenweiß ist. Auch der israelische Diamantenhändler Beny Steinmetz, der Anteile an den Karstadt-Sporthäusern sowie Prestigeprojekten wie dem Kaufhaus des Westens (Kadewe) besitzt, hat Ärger: In Guinea soll er mit seiner Firma BSGR die Witwe des ehemaligen Diktators bestochen haben, um an Schürfrechte zu gelangen. Das geht aus einem Untersuchungsbericht der Regierung von April hervor.

Der nächste im Bunde in Signas Beirat ist frühere österreichischen Kanzler Alfred Gusenbauer. Wie sein deutscher Amtskollege Gerhard Schröder pflegt auch Gusenbauer intensive Kontakte zu Herrschern, die nicht als lupenreine Demokraten durchgehen, und verkauft diese Beziehungen an seine Geschäftspartner. Im Fall Gusenbauers ist es vor allem der kasachische Diktator Nursultan Nasarbajew, den er berät.

Ein weiterer bekannter Name im Benko-Team: Wendelin Wiedeking. Der Ex-Porsche-Chef und heutige Signa-Beirat reiht sich in die Linie der mit allen Wassern gewaschenen Geschäftspartner von Benko ein. Er hat Porsche zur erfolgreichsten Sportwagenschmiede der Welt gemacht - um sich am Ende mit dem Versuch zu überheben, auch noch VW zu übernehmen. Juristisch geblieben ist davon der Vorwurf, er habe den Aktienkurs des deutschen Autobauers manipuliert – indem er falsche Angaben über die geplante Übernahme von Volkswagen machte. Das Landgericht Stuttgart hatte zunächst von einem Gerichtsprozess abgesehen, die Staatsanwaltschaft jedoch Beschwerde eingelegt.

Der fünfte im Bunde, der griechische Reeder George Economou, gilt ebenfalls als, vorsichtig gesagt, raffiniert. In Griechenland besitzt er als Reeder Steuerfreiheit. Sein Unternehmen Dryships hat er trotzdem auf den Marshallinseln angesiedelt, die sind auch bekannt als Steuerparadies. Nach dem Börsengang des Unternehmens und einem beispiellosen Absturz der Aktie beschäftigten sich US-Gerichte intensiv mit dem Thema. In der Branche heißt es, Economou sei ein Spieler, der große Risiken eingehe. In einem Gespräch mit dem Handelsblatt sagte er einmal: „Risiken sind relativ. Ich gehe Risiken ein, wenn ich sie einschätzen kann. Wer Angst hat, Fehler zu machen, sollte lieber morgens gar nicht erst aufstehen.“

„Schwieriger Einzelhandelsmarkt“
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5 Kommentare zu "Die Pläne von René Benko: Kann Karstadt diesen Männern vertrauen?"

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  • Na das ist ja mal wieder eine feine Gesellschaft. Symptomatisch für die heutige Zeit wo mit Hilfe von der Arroganz der Unfähigen (und daher Destruktiven) Werte vernichtet und nur Schulden angehäuft werden. Nur Wiedeking sollte sich vor sehen und nicht auf Raten dieser Herren eigenes Kapital belasten. Ich hoffe für ihn dass er sich da nicht verrent. Wiedeking ist, verglichen mit den anderen Herren, ein ehrlicher und integrer Mann. Und zu den Vorwürfen der Kursmanipulation der VW Aktien nur soviel: Der Aktienkurs der VW Aktie war am Ende durch die Decke gegangen weil Leerverkäufer (Hedgefonds) ihre zuvor leerverkauften Aktien nicht zurück kaufen konnten, da nur noch wenige überhaupt zum verkauf auf den Markt waren. Also waren sie gezwungen sich zu überbieten um nicht Vertragsbrüchig zu werden. Im Gegenteil gereichte dies letztendlich auch für Porsche zum Nachteil zumal Herr Wolfgang Porsche (wohl auch um seinen Vetter Ferdinand Piech zu übertrumpfen), in seinem Bestreben die Beherrschungsquote von 75% schnellstmöglich zu erreichen, den Fehler begangen hat die dafür noch notwendigen und zu diesen Zeitpunkt überteuerten Aktien mit Hilfe von Bankkrediten zu erwerben. Es entbehrt also jeder Logik dass Herr Wiedeking mit Vorsatz die VW Aktienkurse manipuliert haben sollte. Aus welchen Grund hätte er dies tun sollen?

  • Sehr geehrte Frau Paff.
    Ich hatte oft mit dem Laden zu tun, tot sage ich.
    Die Karstadt-Immobilien waren wichtig, mit denen wurden
    Bilanzen kreiert. Im weiteren Verlauf hat das Herr Middelhof
    verstanden und den Laden ausgeschlachtet.

  • @ Hein Bloed
    Sie scheinen auch so ein Oberschlaule zu sein.
    Karstadt hat phasenweise super Gewinne abgeworfen. Todesstoß war die verschlafene Umstellung auch auf Online Handel.

  • Entweder ist hier ein Genie am Werken oder ein völliger Idiot. Karstadt war schon in den 90ern tot und keiner hat,
    gemerkt.s

  • Da setze ichauf die Sozial- u. Fachkompetenz von Dr. Wiedeking. Das ist ein ganz feiner Mensch vor dem ich Achtung habe. Wenn man sieht, wie Porsche bzgl. Unternehmenskultur unter VW verlottert ... eine Schande.

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