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Dienstleister Amadeus schnappt Lufthansa Systems offenbar Geschäft weg Lufthansa treibt Verwirrspiel um IT-Auftrag

Die Deutsche Lufthansa vergibt einen millionenschweren Auftrag für ein neues elektronisches Buchungs- und Abfertigungssystem womöglich nicht an ihre eigene IT-Tochter, sondern den externen Dienstleister Amadeus. Experten rätseln über die wahren Gründe.

HB FRANKFURT. Das Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf mehr als 300 Millionen Euro, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von mit der Entscheidung vertrauten Mitarbeitern. Lufthansa setze darauf, dass die neue Plattform zur elektronischen Abwicklung von Ticketverkauf, Passagierabfertigung und weiterer Prozesse von möglichst vielen Partner-Fluggesellschaften im Luftfahrtbündnis Star Alliance übernommen wird. Wohl deshalb soll ein externer Dienstleister den Service aufbauen. Die neue Plattform soll voraussichtlich Anfang 2007 zur Verfügung stehen.

Sprecher von Lufthansa und des spanischen IT-Dienstleisters Amadeus lehnten einen Kommentar zum Verhandlungsstand ab. Auch bei Lufthansa Systems hieß es: „Wir äußern uns dazu nicht.“

Amadeus ist eines der zwei weltweit führenden Buchungs- und Technologieunternehmen in der Luftfahrtbranche und deutlich größer als Lufthansa Systems. Lufthansa Systems wiederum hatte sich in den vergangenen Jahren auch mit zahlreichen Kunden außerhalb des Lufthansa-Konzerns in der Branche etabliert.

Für Lufthansa Systems bedeutet die Entscheidung zu Gunsten von Amadeus einen Rückschlag. Der eigene Mutterkonzern und bisher größte Kunde wird in einem zentralen Bereich der Informationstechnik nicht mehr auf seine Tochter zurückgreifen.

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