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Discounter-Expansion in London Ein Lidl für die Queen

Aldi und Lidl rollen den britischen Lebensmittelmarkt kräftig auf. Jetzt wagt sich Lidl sogar in Londons Nobelviertel vor. Das Wachstum der deutschen Discounter in Großbritannien scheint momentan keine Grenzen zu kennen.
14.09.2015 - 11:34 Uhr

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London Lidl will die Nobel-Stadtteile der britischen Hauptstadt London erobern: Der deutsche Discounter hatte mit niedrigen Preisen und einem beschränkten Sortiment Bewegung in den britischen Lebensmittelhandel gebracht. Jetzt plant Lidl, Filialen in der Nachbarschaft von Buckingham Palace und dem britischen Parlament zu eröffnen.

Bei der britischen Mittelklasse hat Lidl mit Angeboten wie einem französischen Châteauneuf-du-Pape-Rotwein für 11,49 Pfund (rund 15,50 Euro) bereits Anklang gefunden. Jetzt will die Kette unter anderem in den Luxusbezirk Mayfair expandieren, der für großzügige Herrenhäuser und vornehme Hotels bekannt ist. Im Stadtteil Westminster wird Lidl fünf Filialen eröffnen, weitere zwei sind für die wohlhabenden Bezirke Kensington und Chelsea geplant, wie aus einer internen Liste des Unternehmens zu Filialeröffnungs-Prioritäten hervorgeht, die Bloomberg vorliegt.

Die Pläne illustrieren die Ausbreitung der Discounter in allen Schichten der britischen Gesellschaft: Annähernd zehn Prozent des Umsatzes in britischen Supermärkten läuft inzwischen über Lidl und den ebenfalls deutschen Konkurrenten Aldi.

Mit den Expansionsplänen für die wohlhabendsten Bezirke Großbritanniens zeigen die Discounter-Ketten, dass ihre Wachstumspläne kaum Grenzen kennen. „Wir beobachten eine starke Nachfrage, vor allem im Großraum London“, erklärte Richard Taylor, Immobilien-Leiter von Lidl in Großbritannien.

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    Seit Lidl 1994 auf dem britischen Markt angekommen ist, hat die Kette die Anzahl ihrer Filialen auf mehr als 620 ausgeweitet und will diese Zahl annähernd verdoppeln. Innerhalb der Ringautobahn M25 um London betreibt Lidl 70 Standorte und plant laut der internen Liste weitere 281 Läden zu eröffnen.

    Mit einer Filiale im Bezirk Westminster and Victoria würde sich die deutsche Kette in Sichtweite der Houses of Parliament begeben. Auch dort würden sparsame Käufer, die sonst in der höherpreisigen Supermarktkette Waitrose shoppen gehen, die Lidl-Läden bevölkern, ist sich Einzelhandelsanalyst Nick Bubb sicher. „Es gibt eine Menge Waitrose-Kunden in wohlhabenderen Gegenden Londons, die Lidl ausprobieren würden“, erklärt er.

    • Bloomberg
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