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Discounter Lidl bekommt schon wieder einen neuen Chef

Der Aldi-Rivale kommt nicht zur Ruhe: Nach nur zwei Jahren wird erneut der Chef ausgetauscht. Der 38-jährige Italiener Ignazio Paterno übernimmt den Posten von Jesper Hojer.
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Der deutsche Discounter bekommt einen neuen Chef. Quelle: dpa
Discounter Lidl

Der deutsche Discounter bekommt einen neuen Chef.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNach nicht einmal zwei Jahren wechselt der Discounter Lidl erneut seine Führung aus. Der Italiener Ignazio Paternò übernimmt ab sofort als Sprecher des Vorstands die Verantwortung. Sein Vorgänger Jesper Hojer (40) verlässt das Unternehmen.

Paterno galt schon zuvor als große Nachwuchshoffnung im Unternehmen. Seit 2004 hat der 38-Jährige in verschiedenen Funktionen in der Unternehmensgruppe Karriere gemacht. Profiliert hatte er sich dann als Chef von Lidl Italien und war erst im vergangenen Jahr in die Zentrale nach Neckarsulm gewechselt. Dort war er bisher stellvertretender Einkaufschef.

Die Unternehmensgruppe Schwarz, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, befindet sich zurzeit in einem großen personellen Umbruch. Schwarz-Chef Klaus Gehrig hatte gerade erst den Chef von Kaufland ausgetauscht. Auch in der Leitung der Schwarz-Gruppe wurde der Vorstand erweitert und mit Gerd Chrzanowski erstmals ein Stellvertreter für Gehrig installiert.

Die Discounter erleben zurzeit unruhige Zeiten. So liefern sich Aldi und Lidl im Moment harte Preiskämpfe um ihre Marktanteile abzusichern. Denn im vergangenen Jahr hat das Umsatzwachstum bei allen Discountern nachgelassen. Bei Aldi Nord ist der Umsatz sogar gesunken.

Schwarz-Chef Gehrig, der früher selbst Lidl geleitet hatte, sagt von sich selbst, dass es Führungskräfte bei ihm nicht leicht haben. Er fördert Manager und lässt ihnen viel Raum, scheut aber auch nicht davor zurück, sie wieder abzusetzen, wenn er den Erfolg des Unternehmens gefährdet sieht. „Die persönliche Leistung ist zwar wichtig, aber das System ist entscheidend. Man braucht da ein bisschen Demut“, sagte er jüngst.

Trotz seines abrupten Abgangs findet der scheidende Lidl-Chef noch warme Worte für seinen Ex-Arbeitgeber. „Ich bin stolz darauf, viele Jahre in verschiedenen internationalen Positionen für ein so dynamisches Unternehmen wie Lidl gearbeitet zu haben und einen Beitrag zum Erfolg der vergangenen Jahre geleistet zu haben“, lässt sich Hojer zitieren. Seinen Abschied begründet er damit, dass es an der Zeit sei, „meine familiäre und berufliche Zukunft neu auszurichten“.

Doch schon bei seinem Amtsantritt war er intern eher als Übergangskandidat  gehandelt worden. Es musste damals schnell jemand gefunden werden, nachdem Gehrig seinen Vorgänger Sven Seidel Knall auf Fall rausgeschmissen hatte. Nun muss sich zeigen, ob Paterno mehr Stehvermögen unter dem Schwarz-Chef beweist.

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