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Discounter Lidl stellt Kochboxen-Dienst Kochzauber ein

Der Kochzauber ist verflogen. Lidl stellt das Angebot mit Kochboxen ein. Der Markt habe sich nicht dynamisch genug entwickelt, meint der Discounter.
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Lidl stellt das Geschäft mit Kochboxen ein.
Kochzauber

Lidl stellt das Geschäft mit Kochboxen ein.

DüsseldorfDer einst so boomende Markt für Kochboxen bereinigt sich weiter. So stellt Lidl den Lieferdienst Kochzauber zum 8. März ein, wie das Unternehmen jetzt bestätigte. Der Discounter hatte das Berliner Start-up Ende 2015 aus der Insolvenz übernommen und wollte ihm eine neue Wachstumsperspektive geben.

Entgegen den Erwartungen habe sich „der Markt für Kochboxen in Deutschland nicht so dynamisch entwickelt, wie es nötig gewesen wäre“, gab Lidl als Begründung an. Allen 33 Mitarbeitern am Standort Berlin will das Unternehmen alternative Jobs in anderen Teilen des Unternehmens anbieten.

Kochzauber hatte Boxen mit Rezepten und portionierten Zutaten an die Kunden verschickt. Nach der Übernahme durch Lidl wurde dieser Vertriebsweg ergänzt durch den Verkauf von Kochboxen in den stationären Filialen.

Außerdem versuchte der Händler Synergien zu schaffen, indem auch in Dänemark und der Schweiz stationäre kleine Kochboxen eingeführt wurden. Es sei jedoch nicht gelungen, teilte Lidl mit, neue Kundenschichten zu erschließen und so eine ausreichende kritische Masse an Abnehmern für den Service zu gewinnen.

2017 bereits hatte das Kochboxen-Startup „Eating with the chefs“ aufgeben müssen, in das Star-Investor Peter Thiel und Holtzbrinck Ventures Millionen investiert hatten. Damit gibt es künftig nur noch drei große Anbieter in Deutschland: Hello Fresh, Marley Spoon und Kochhaus.

Wer nicht wächst, hat keine Chance

Gerade das Beispiel Hello Fresh zeigt, wie hart der Wettbewerb und wie wichtig in diesem Geschäft Größe ist. Der Marktführer hat rasant auch im Ausland expandiert und es damit geschafft seine Kosten zu senken. In den USA ist das Unternehmen dabei, den dortigen Marktführer Blue Apron von der Spitze zu verdrängen. Trotzdem ist Hello Fresh noch nicht profitabel.

Konkrete Geschäftszahlen hat das 2012 gegründete Startup Kochzauber nie genannt. Noch 2016 aber sollen die Verluste so hoch wie die Umsätze gewesen sein.

Im vergangenen Jahr aber hatten die Verantwortlichen dann Optimismus verbreitet und erklärt: „In 2018 konnten wir bisher über 50 Prozent mehr Neukunden gewinnen als im gleichen Zeitraum in 2017.“ Das hatte aber offenbar nicht gereicht, um dem Dienst eine Zukunft zu garantieren.

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