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Discounter Lidl will mit Ex-Aldi-Chef Heini die USA erobern

Nach einem verkorksten Start verschärft der Discounter das Expansionstempo in den USA. Ein neuer Manager von der Konkurrenz soll dabei helfen.
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Der Discounter betreibt mittlerweile mehr als 100 Filialen in den USA. Quelle: dpa
Lidl-Filiale

Der Discounter betreibt mittlerweile mehr als 100 Filialen in den USA.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAls der ehemalige Aldi-Chef Roman Heini im September vergangenen Jahres zum schärfsten Konkurrenten Lidl wechselte, war das ein Coup, der die Branche aufhorchen ließ. Aber welche Aufgabe Heini beim Discounter aus Neckarsulm übernehmen sollte, gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit ist jetzt klar: Der erfahrene Handelsmanager soll das holprig angelaufene US-Geschäft von Lidl mit neuer Kraft vorantreiben.

Am 1. März wechselt Heini in die US-Zentrale nach Arlington und soll dort als Chairman den US-CEO Johannes Fieber unterstützen. „Mit diesem Schritt will Lidl das Potenzial des wichtigen Auslandsmarktes noch besser heben und die Weichen für die weitere dynamische Geschäftsentwicklung stellen“, begründete ein Lidl-Sprecher auf Nachfrage die Entscheidung.

Lidl war im Juni 2017 mit großen Ambitionen in den USA gestartet. Innerhalb eines Jahres wollte der Discounter ein Netz von mindestens 100 Filialen aufziehen und dem Konkurrenten Aldi dort Marktanteile abnehmen. Doch wegen Fehlern in der Expansionsstrategie ging der Marktstart gründlich schief. Nach nur einem Jahr wurde der US-Chef ausgetauscht und die Strategie komplett geändert.

Mit kleineren Märkten und besser ausgesuchten Standorten versuchte der Händler den Neustart. Auch das Sortiment wurde mehr dem amerikanischen Geschmack angepasst. Auch das Expansionstempo wurde zunächst reduziert.

Im November vergangenen Jahres hatte sich Lidl dann so weit gefangen, dass das Unternehmen wieder stärker in die Offensive gehen konnte. Es übernahm die regionale Supermarktkette Best Markets mit 27 Filialen in New York und New Jersey. Damit kommt das Unternehmen nun auf die 100 Filialen, die ursprünglich für Mitte 2018 geplant waren. Die Berufung des neuen Chairman ist jetzt das Signal, dass das Expansionstempo wieder verschärft werden soll.

Der 42-jährige hatte bei Aldi seine größten Erfolge in Auslandsmärkten gefeiert. Er hatte 1996 bei Aldi angefangen und baute dort unter anderem das Geschäft in der Schweiz auf und schaffte als Chef des Geschäfts in Großbritannien die Trendwende dort. 2015 wechselte er als Deutschland-Chef in die Zentrale, musste dort aber nach zwei Jahren unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen gehen.

Heini übernimmt die Verantwortung für das US-Geschäft von Lidl von Michael Aranda, der im Vorstand bisher für diesen Markt zuständig war. Für das Unternehmen war wichtig, dass der oberste US-Chef künftig vor Ort sitzt, um die Expansion stärker zu treiben. Aranda wollte aus persönlichen Gründen nicht in die USA wechseln und wird deshalb nun zusätzlich zu seiner Länderverantwortlichkeit für Spanien und Portugal die Führung des Vorstandsressorts Vertrieb, Logistik, Zentralbereiche übernehmen.

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