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Discounter Wenn Aldi an der Preisschraube dreht

Mit einem Marktanteil von über 40 Prozent sind die Discounter hierzulande längst bestimmender Teil des Supermarktgeschäfts. Vor allem die durch Aldi entfachten Preiskämpfe haben Deutschland zu einer Goldgrube für Lebensmitteleinkäufer gemacht. Doch derzeit wartet die Konkurrenz vergeblich auf ein Wettbewerbssignal des Discountkönigs.
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Erst wenn Aldi seinen Kaffeepreis erhöht, trauen sich die übrigen Wettbewerber nachzuziehen. Quelle: dpa

Erst wenn Aldi seinen Kaffeepreis erhöht, trauen sich die übrigen Wettbewerber nachzuziehen.

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Gebannt starrte Deutschlands Lebensmittelbranche am Montag wieder einmal auf Aldi. Bleibt es in den 4 300 schmucklosen Filialen bei den 2,49 Euro, die der Discountkönig für seinen Billigkaffee "Amaroy" verlangt - oder gibt Aldi die gestiegenen Rohstoffpreise endlich an die Kundschaft weiter?

Der Montag, weiß Matthias Queck von der Marktforschungsfirma Planet Retail seit langem, ist stets der spannendste Tag der Woche. Am ersten Werktag nach dem Wochenende entscheidet sich das neue Preisgefüge in Deutschlands Lebensmittelhandel. Dann nämlich bewegt Discountkönig Aldi seine Preise - und gibt allen Wettbewerbern ein Signal.

Doch Konkurrenten, die verzweifelt auf eine Preisanhebung gehofft hatten, wurden am Montag wieder enttäuscht. Es bleibt bei den 2,49 Euro. Weil Penny, Netto & Co. glauben, im Preiswettbewerb mitziehen zu müssen, rückten sie - trotz gestiegener Einstandskosten - ebenfalls nicht von der 2,49-Euro-Marke ab. Eine ostdeutsche Verkaufsregion von Erzfeind Lidl unterbot Aldi sogar um 14 Cent, ermittelte die Marktforschungsfirma Preiszeiger.de.

"Erst wenn Aldi seinen Kaffeepreis erhöht", sagt ein Insider, "trauen sich die übrigen Wettbewerber nachzuziehen." Das aber geschieht seltener, als den Supermarktbetreibern lieb ist.

Die durch Aldi entfachten Preiskämpfe haben Deutschland längst zu einem Dorado für Lebensmitteleinkäufer gemacht. Eine Untersuchung von 140 Markenprodukten durch die Unternehmensberatung Nielsen für die französische Zeitung "La Tribune" ergab, dass in der Euro-Zone niemand niedrigere Lebensmittelpreise zahlt als in Deutschland. Selbst ausländische Produkte kosten zum Teil weniger als in ihrem Herkunftsland.

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1 Kommentar zu "Discounter: Wenn Aldi an der Preisschraube dreht"

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  • bei Autos zahen wir hingegen hier in ihrem Herkunfsland mehr, insofern hat der Kunde nichts von der Konkurrenz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

    Und in Griechenland beispielsweise gehört Lidl trotz identischer Preise zu Deutschland zu den teuren Anbietern, erheblich teurer als die lokalen Gemüsehändler, gelogen sind ihre behauptungen hier also auch noch.

    Aldi ist Teuer, man sieht es z.b. am Milch/butterpreis, bei dem Aldi (nach herber Kritik) den bauern mehr gönnt - und alle anderen lassen sich die butter nicht vom brit nehmen und ziehen gleich nach, verlangen auch mehr - mehr von dem beim bauern nicht mehr ankommt.

    Es ist die Gier, die deutsche Handel so zurichtet, und damit ist nicht die Gier der Kunden gemeint, die für dasselbe auch gerne mal etwas mehr zahlen, wenn sie nur meinen, dafür besser bedient worden zu sein, sondern die Gier der Ferengies.

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