Dividende wird gestrichen Lufthansa rutscht tief in die roten Zahlen

Die Lufthansa macht 2014 minus – allerdings lediglich nach dem HGB. Unter dem Strich bleibt ein kleiner Gewinn. Eine Dividende für die Aktionäre wird es trotzdem nicht geben.
Update: 20.02.2015 - 17:01 Uhr 13 Kommentare

„Der Lufthansa geht es nicht schlecht genug"

„Der Lufthansa geht es nicht schlecht genug"

FrankfurtNach einem schwierigen Geschäftsjahr 2014 will die Lufthansa ihren Aktionären die Dividende streichen. Nach deutscher Rechnungslegung (HGB) flog Europas größter Luftverkehrskonzern vergangenes Jahr 732 Millionen Euro Verlust ein, wie er am Freitag mitteilte. Laut Finanzchefin Simone Menne dürfte es das höchste Minus seit mindestens zehn Jahren gewesen sein. 2013 standen noch 407 Millionen Euro Gewinn in den Büchern.

Weil eine Ausschüttung an die Aktionäre durch das HGB-Ergebnis gedeckelt ist, solle die Dividende ausfallen, schlägt der Vorstand vor. 2013 hatten die Anteilseigner zum Ärger der Piloten noch 45 Euro-Cent je Aktie erhalten. Und bei entsprechenden Ergebnissen will die Lufthansa ihre Eigentümer laut Menne künftig auch wieder am Gewinn beteiligen. Nach der Mitteilung sackte die Aktie aber erst einmal um fünf Prozent ab.

Neben Streikkosten von 232 Millionen Euro zogen vergangenes Jahr höhere Pensionslasten die Airline in die roten Zahlen. Den mit Abstand größten Batzen machten aber Absicherungsgeschäfte gegen schwankende Treibstoffpreise aus. Weil sich Kerosin in den vergangenen Monaten überraschend stark verbilligt hatte, entpuppten sich die Absicherungen zum Bilanzstichtag am 31. Dezember als teurer Bumerang – auf lange Sicht werden sie laut der Finanzchefin aber weiterhin einen positiven Effekt für die Lufthansa haben.

Deswegen hält der Dax-Konzern auch an seiner Prognose für 2015 fest und rechnet mit einem operativen Ergebnis deutlich oberhalb von einer Milliarde Euro. Diesen Wert verfehlte die Lufthansa 2014 mit 954 Millionen Euro knapp – doch ohne die Kosten des Pilotenstreiks im November und Dezember hätte sie den angepeilten Wert erreicht.

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13 Kommentare zu "Dividende wird gestrichen: Lufthansa rutscht tief in die roten Zahlen"

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  • So, habe meine Lufthansa - Aktien inzwischen verkauft.
    Das tut echt weh angesichts der hohen Verluste.
    Hinzu kommt noch, dass ich diese Verluste nicht steuerlich nutzen kann.
    Aber ich denke die Entscheidung war alternativlos.
    Die Aktien, die Herr Max Müller empfiehlt, sind sicherlich Qualitätswerte,
    die in der Vergangenheit hohe Wertsteigerungen für die Aktionäre gebracht
    haben. Allerdings fühle ich mich mehr von familiengeführten Unternehmen aus
    dem MDax angezogen. Diese Unternehmen gehen sicherlich verantwortungs-
    voller mit dem Geld ihrer Aktionäre um als die Lufthansa.
    Jedenfalls werde ich nie wieder in ein "politisches Unternehmen" wie die
    Lufthansa investieren. Schließlich bin ich selbständig und muß hart für jeden
    Cent, den ich anlege, arbeiten.

  • ... ich empfehle einen Blick in die WiWo...

  • ... Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten... Sorry, hab nicht mehr quergelesen...

  • Ich kann aus Sicht der Aktionäre durchaus verstehen, dass es nicht "rund" läuft bei der Hansa. Aber ich möchte Ihnen mal einen kleinen Einblick in die Strategieplanung der Geschäftsleitung geben. Die Lufthansa von heute soll es in der Form nicht mehr geben: Es ist eine Dach-(Holding)Gesellschaft geplant, die viele kleine Flugbetriebe untereinander konkurrieren läßt. Der Kunde weiß nicht einmal, wer letztendlich im Flugzeug hinter der Cockpits hockt: Lackierung ist Europaweit gleich, Personal kommt dann wahlweise aus Irland, Polen, etc.
    Sicherheitsphilosophie von 10 hoch -6 kann es nicht geben. Würden Sie da einsteigen? Ich ehrlich gesagt nicht...
    Das ist nur ein kleines Beispiel. Das geltende Verträge einfach ignoriert werden, dass 800 Flugschüler ihrem Schicksal überlassen werden: steht auf einem anderen Blatt. Aus Aktionärssicht vielleicht nicht so wichtig. Da zählt kurzfristiges Geld-Mitnehmen. Lufthansa ist (noch) ein Top! Qualitätsunternehmen! Da sollte man ganz genau hinschauen, wo die Reise hingeht. Und auch, welche Großinvestoren letztendlich momentan das Sagen haben, um max Profit zu erzielen.

  • @Handelsblatt: Frage: Bin ich zu doof, oder gibt es tatsächlich nur eine Zeile als Eingabefeld? Da lassen sich ja Rechtschreibfehler kaum finden. Und Formatierungen klappen auch nicht. Deswegen auch die Posts nur mit der Anrede. Sorry!

  • Hallo Herr LH: NICHT böse gemeint, aber wie wäre es ganz grundstätzlich auf weniger zyklische Aktien zu setzen? z.B.: Procter&Gamble, Roche, Novartis, Nestle, Beiersdorf, SAP, Stryker, Novo Nordisk etc.

  • Als langjähriger ( seit 2001 ) Aktionär bin ich total enttäuscht.
    Das ist bereits der dritte Dividendenausfall in den letzten 6 Jahren.
    Darüber hinaus Kursverluste von über 40%. Ich denke es ist jetzt
    höchste Zeit die Reißleine zu ziehen.

  • Hallo Herr Seibel, nein, ich bin nicht vom Fach. Aber wenn ich mir z.B. http://www.airliners.de/pilotengehalt-lufthansa-bestverdiener-im-cockpit/31906 diese Infos durchlese, weiß ich einfach nicht wo das Problem liegt. Die Lufthansapiloten "jammern" auf einem extrem hohen Niveau. Gleichzeitig nimmt der Konkurrenzkampf innerhalb der Airlines immer stärker zu. (Das die Asiatischen Airlines z.T. subventioniert werden ist ein anderes Thema). Und 60% des Bruttogehaltes ab 55 ist einfach nicht tragbar. Ist die Belastung wirklich so gewaltig. Kann dann ein Dachdecker (und jetzt bitte nicht mit dem Totschlagargument "Verantwortung" kommen) auch bei großzügiger Vorruhestandregelung in Rente gehen, weil die Arbeit so belastend ist? Und wer zahlt das?

  • Hallo Herr Seibel,

  • Hallo Herr Seibel,

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