dm auf Expansionskurs Drogeriekette befeuert den Preiskampf

Die Drogeriekette dm erobert Laden um Laden und jeden auch noch so kleinen weißen Fleck auf der Deutschlandkarte. Erkämpft wird das Wachstum mit einem erbitterten Preiskampf. Und der dürfte sich noch verschärfen.
Das Unternehmen hat im vergangenen Halbjahr 42 neue Filialen in Deutschland eröffnet. Quelle: obs
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Das Unternehmen hat im vergangenen Halbjahr 42 neue Filialen in Deutschland eröffnet.

(Foto: obs)

DüsseldorfDer Drogeriekonzern dm wächst und wächst. Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen beim Umsatz erneut um 6,5 Prozent zugelegt. Damit liegt er in Deutschland nun bei 3,708 Milliarden Euro. Das sind 227 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich erobert der Konzern jeden auch noch so kleinen weißen Fleck auf der Landkarte. „Da wir im ersten Geschäftshalbjahr 42 weitere dm-Märkte in Deutschland eröffnet haben, sind wir nun noch besser für unsere Kunden erreichbar“, sagte dm-Chef Erich Harsch.

Erkämpft wurde der Umsatzzuwachs aber mit einem erbitterten Preiskampf. Bei hunderten Produkten hat dm die Preise gesenkt – auch eine Reaktion darauf, dass Aldi immer mehr Drogerieartikel von Markenherstellern ins Sortiment nimmt. dm zeigt sich kämpferisch. „Wir wollen und werden der preiswerteste Anbieter von Drogeriewaren in Deutschland bleiben“, kommentiert Erich Harsch die Strategie der Drogeriekette.

Und der Preiskampf dürfte noch lange nicht zu Ende sein. „Wir können unsere Produktivität nach wie vor steigern“, erklärt der dm-Chef die Möglichkeit des Unternehmens, deutliche Preisreduzierungen vornehmen zu können. Zugleich hält er am seit Jahren praktizierten Ziel, ein bis zwei Prozent Umsatzrendite zu erreichen, auch im laufenden Geschäftsjahr fest.

Unter dem Preiskampf leidet auch die Konkurrenz. So hatte vor zwei Wochen schon Rossmann-Chef Dirk Roßmann geklagt, dass die Preissenkungswelle die Gewinne unter Druck setzt. „Die Luft ist ein bisschen dünner geworden. Wir haben einige Prozente weniger Gewinn gemacht", sagte der Chef des Familienunternehmens. Auch der Umsatz hat beim Branchenzweiten Rossmann im vergangen Jahr stagniert. Die genaue Höhe des Gewinns nennt Rossmann genau wie Konkurrent dm nicht.

Welche Drogeriemärkte die Kunden empfehlen
Worauf achten Kunden in Drogeriemärkten?
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Der „Kundenmonitor Deutschland“ hat in 3153 telefonischen Interviews Deutsche gefragt, wie sie die größten deutschen Drogerieketten bewerten. Dabei mussten sie ihre Einschätzung zu unterschiedlichen Bewertungskriterien abgeben. Unter anderem wurden sie nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Sauberkeit, der Qualität der angebotenen Produkte und der Freundlichkeit der Mitarbeiter gefragt. Die Befragten konnten auf einer Zufriedenheitsskala die Kriterien mit Noten zwischen 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) bewerten.

Die wichtigsten Kategorien
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Die Befragung zeigte, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Angebotsvielfalt am ausschlaggebendsten für die Zufriedenheit der deutschen Drogeriekunden ist. Die Analyse der einzelnen Kriterien ergab zudem, dass sich die Drogeriemärkte in jeder Kategorie verbessern konnten. Besonders stark war die Verbesserung bei den Themen Sauberkeit, Produktqualität, Angebotsübersichtlichkeit, Freundlichkeit und den Öffnungszeiten.

Zufriedenheit nimmt mit zunehmenden Alter ab
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So leere Regale findet man in deutschen Drogeriemärkten selten vor. Dennoch gibt es vereinzelt auch unzufriedene Kunden. Die Befragung von Kundenmonitor Deutschland hat ergeben, dass die Zufriedenheit mit zunehmenden Alter abnimmt. Kunden unter 40 Jahren hingegen haben die wenigsten Einwände hinsichtlich der Qualität der Filialisten.

Platz 4: Rossmann
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Als Rossmann 1972 gegründet wurde, war es das erste Selbstbedienungsgeschäft für Drogeriewaren. Gründervater ist Dirk Roßmann. Seine Drogeriekette ist mittlerweile die zweitgrößte Deutschlands. Er beschäftigt 26.000 Mitarbeiter und betreibt 1820 Filialen. Rossmann kann vor allem bei der jungen Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren punkten, die die Drogeriekette mit einem Mittelwert von 1,95 bewertet haben. Schlechter sieht es bei der älteren Kundschaft aus. Hier kommt Rossmann nur auf einen Mittelwert von 2,2. Insgesamt kann sich Rossmann aber leicht verbessern. Die Durchschnittsnote liegt 2015 bei 2,11. Im Vorjahr bekam die Drogerie nur eine 2,14.

Platz 3: Müller
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Bei der Drogeriekette Müller spielt das Alter hinsichtlich der Zufriedenheit kaum eine Rolle. Insgesamt gaben 71 Prozent der Befragten unter 40 an, mit der Leistung von Müller zufrieden zu sein. Bei den über 60-Jährigen lag der Anteil der Zufriedenen bei 66 Prozent. Insgesamt wurde Müller mit einer Durchschnittsnote von 1,99 bewertet.

Platz 2: Budnikowsky
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Budnikowsky betreibt vor allem in Norddeutschland seine Filialen. 2014 betrug der Umsatz rund 413 Millionen Euro. Die Kunden gehören zu den zufriedensten in Deutschland. Seit 2004 konnte Budnikowsky die Kundenzufriedenheit kontinuierlich steigern. Bei der aktuellen Befragung durch Kundenmonitor Deutschland bekam die Kette eine Durchschnittsnote von 1,92. Besonders zufrieden waren Käufer im Alter zwischen 16 und 39 sowie 40 bis 59 Jahren.

Platz 1: dm
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Knapp vor Budnikowsky belegt dm den ersten Platz im Zufriedenheitsranking. Vor allem in Norddeutschland wird die Kette immer beliebter. Allein in Hamburg steigerte der Drogeriemarkt seine Stammkundschaft von acht auf 17 Prozent. 83 Prozent der Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren gab an, mit der Qualität der dm-Märkte vollkommen zufrieden zu sein. Immerhin 70 Prozent der älteren Kundschaft zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Leistungen. Als Durchschnittsnote vergaben die Befragten eine 1,88.

Auch in den anderen elf europäischen Ländern seines Verbreitungsgebiets erzielte dm in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres deutliche Mehrerlöse und erreichte kumuliert einen Umsatz von 4,782 Milliarden Euro. Mit 1,074 Milliarden Euro lagen die Auslandsaktivitäten 7,9 Prozent über den 995 Millionen Euro in der ersten Hälfte des Vorjahres. Der Konzern legte damit in allen zwölf Ländern um 306 Millionen Euro oder 6,8 Prozent im Vergleichszeitraum zu. Konzernweit hat dm bereits 58 neue Märkte in der ersten Geschäftsjahreshälfte eröffnet, bis zum 30. September soll es mehr als 100 neue dm-Märkte in Europa geben.

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