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Domino's Pizza Wie der US-Pizzariese Deutschland erobert

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Druck auf kleine Pizzerien wächst

Dabei waren die Amerikaner in den vergangenen Jahrzehnten oft in Deutschland gescheitert. Schon 1980 hatte das amerikanische Unternehmen versucht, in Deutschland Fuß zu fassen – ohne Erfolg. Erst durch die Übernahme des Marktführers Joey’s Pizza 2016 nahm das Geschäft in Deutschland so richtig Fahrt auf.

Der Markt der Lieferdienste ist in Deutschland umkämpft, spätestens seit digitale Plattformen mehr und mehr den Werbeflyer im Briefkasten ausstechen. Um in dieser digitalen Konkurenz zu bestehen, schließt Branchenriese Domino's bereits neue Allianzen. Kürzlich vereinbarte das Unternehmen auch in Deutschland eine Partnerschaft mit dem Lieferdienstplattform Lieferando.de, in Belgien und den Niederlanden arbeiten die Restaurantkette und die Lieferdienst-Plattform bereits seit 2009 zusammen. „Die Zusammenarbeit mit Lieferando eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erreichen und unser Wachstum in Deutschland weiter voranzutreiben“, erklärt Freigang.

Lieferheld.de, Pizza.de, Foodora – alle Töchter von Delivery Hero – sind genauso wie Lieferando reine Service-Dienstleister. Die großen Plattformen dienen als Vermittler zwischen Restaurant und den Kunden. Diese haben nur noch selten Flyer im Haus und greifen auch bei einer Pizzabestellung nicht mehr so häufig zum Telefonhörer, wie noch vor einigen Jahren. Dafür bestellen sie weitaus öfter als noch vor ein paar Jahren über das Netz. Laut einer Studie der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) kochen immer weniger Menschen selbst. Und gerade die jüngeren unter uns legen besonderen Wert auf die digitale Nahrungsbeschaffung. Apps sind im Vormarsch, auch um Pizza zu bestellen. Allen voran Plattformen wie Lieferando und Lieferheld.

Die Plattformen haben die Art der Bestellung verändert. Die Kunden hingegen profitieren von einer großen Auswahl, guten Vergleichsmöglichkeiten und weniger Missverständnissen bei Sonderwünschen. Das System der Plattformen kennen sie außerdem schon von Flugsuchmaschinen oder Ferienhausvermittlern. Einige Dienste wie Foodora und Deliveroo holen die Bestellungen auch beim Restaurant ab und bringen sie den Kunden.

Rezepte für ein Halleluja
Die Burger Bibel
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Bacon-Bomber. Surf'n'Turf. Perfekte vegane Bratlinge. Nicht weniger als „die erste heilige Burger-Bibel“ wollen die Autoren Alexandra Krokha, Alexander Melendez und Marcel Risker geschaffen haben, danach trachtend „vorbildliche fettige Jünger“ um ihr Buch zu scharen. Das wartet nicht nur mit Rezepten zu diversen Burger-Kreationen, Beilagen und Saucen auf, sondern auch mit Geschichtskunde rund um das Objekt der Verehrung, Lebensmittelkunde und Schulungen zum richtigen Küchenequipment.

Die Burger Bibel ist bei books4success erschienen. Sie umfasst 208 gebundene Seiten und ist unter der ISBN 9783864703485 zu finden.

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Bacon-Bomber-Burger
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Das Rezept für den Bacon-Bomber-Burger enthält, wie der Name schon sagt, viel Bacon. Aber es erklärt auch, mit wie viel Öl man den Speck braten sollte, welches Fleisch (Rinder-Nacken und -Schulter) für das Patty verwendet werden und widmet sich im Detail der Zubereitung der Röstzwiebeln. Von der Zutatenliste bis zum Punkt „Anrichten“, der erklärt in welcher Reihenfolge die Komponenten zu stapeln sind, wird die Zubereitung des speckigen Monstrums durchgeplant. Die Autoren haben ihre Leidenschaft längst zum Beruf gemacht und bieten mit ihrem Unternehmen „Burger City Guides“ Kochkurse, kulinarische Städte-Touren und Catering rund um das Thema „Burger“ an.

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Surf´n´Turf
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Surf'n'Turf, das ist die Kombination von Meeresfrüchten mit Fleisch – erfunden in den USA ist es in US-Steakhäusern typischerweise die Kombination von Hummer oder Garnelen mit Steak. In der „Bibel“ ist es eine Kreation aus Rinderpatty, in Knoblauch gebratenen Gambas, Salat und selbstgemachter Sauce Béarnaise in einem Brötchen frisch aus dem Ofen. Seinen Ursprung hat die professionelle Burgerkunde laut den Autoren im Kater nach einer durchzechten Nacht – und der Entscheidung, Hamburger statt des traditionellen Sushis zu bestellen. Und dem anschließenden Verlangen mit der Welt zu diskutieren, worauf es bei einer Frikadelle zwischen zwei Brotscheiben wirklich ankommt.

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Vegan-Burger
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Auch Fleischverächter kommen im heiligen Buch des Burgers auf ihre Kosten – und das ganz ohne den Einsatz von Tofu. Stattdessen wird ein Bratling aus marokkanisch gewürzten Kichererbsen und einigem mehr geformt, kombiniert mit einer Tomaten-Oliven-Creme. Kritikpunkt: Angesichts der Verwendung von Frischkäse ist der Burger nicht vegan sondern lediglich vegetarisch. Wem die Rezepte im Buch nicht reichen: Die „Bibel“ listet auch die nach Meinung der Autoren 20 besten Burgerläden Deutschlands auf.

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Wasabi-Guacamole
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Wer die Wasabi-Guacamole nachkreieren will, der sollte nach Empfehlung der Autoren zunächst ein anderes Rezept aufschlagen und eigene Mayonnaise herstellen. Das Problem: Auch dann braucht der Hobbykoch in spe laut Rezept immer noch einen Thermomix um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. An dieser Stelle wird das Equipment dann leider etwas sehr anspruchsvoll. Dafür gibt es eine Kurzanleitung zur Feststellung des Reifegrads der Avocado.

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Sour Cream
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Einfacher wird es bei der Zubereitung der eigenen Sour Cream: Hier reichen die entsprechenden Zutaten, inklusive weißem Balsamico, eine Schüssel und ein Schneebesen. So bleibt natürlich mehr Zeit das „Burger Unser“ nachzubeten. Und sich den zehn Burger-Geboten zu widmen. Das fünfte lautet: „Du sollst aufessen.“

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Coleslaw
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Auch der richtigen Beilage widmet sich die Burger-Bibel ausführlich. Eine der gesünderen: Coleslaw-Salat, hierzulande meist als Farmer- oder Krautsalat bekannt. Im anglo-amerikanischen Raum ist er nicht nur zum Burger, sondern generell als Beilage zu Grillgut frisch vom Rost beliebt.

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Die Vermittler haben aber auch den Preisdruck für die Restaurants erhöht. Für den Service bezahlen sie den Diensten eine Provision von 12 bis 30 Prozent pro Bestellung, wie es aus Unternehmenskreisen heißt. Große Ketten wie Domino's haben eine größere Verhandlungsmacht, kleine Pizzahändler dürften mehr für Vermittlung zahlen. Der Gewinn an einzelnen Bestellungen – im Schnitt liegt der durchschnittliche Preis bei 16 Euro pro Warenkorb – fällt darum kleiner aus als in der Vergangenheit, auch wenn der Umsatz insgesamt steigt.

Trotzdem ist es für die Restaurants kaum eine Alternative, die Partnerschaft mit den Lieferdiensten zu verweigern. „Die Lieferplattformen erzeugen eine deutlich höhere Preistransparenz, denn Nutzer können mit wenigen Klicks Preise direkt vergleichen“, sagt Nikolas Beutin, Customer Practice Leader bei der Unternehmensberatung PwC. „Zudem wird aggressiv mit Gutscheinen und Promotions agiert.“

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Eine Pizza für 1,99 Euro
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