Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

DPD und Hermes Paketbranche erwägt Preisaufschlag für Haustür-Bestellungen

Haustürlieferung als Premiumdienst: Viele Paketdienste denken laut über einen Zuschlag nach, wenn der Paketbote bis zur Haustür kommen soll.
Kommentieren
Firmen deuten einen Kurswechsel beim Umgang mit „der letzten Meile“ an. Quelle: dpa
Paketdienste

Firmen deuten einen Kurswechsel beim Umgang mit „der letzten Meile“ an.

(Foto: dpa)

Bonn/HamburgWer in Deutschland ein Paket nach Hause bestellt, könnte dafür langfristig mehr bezahlen müssen. So rechnen die Paketdienste DPD und Hermes grundsätzlich mit einem Zuschlag. „Wir erwarten, dass sich die Haustürzustellung branchenweit zu einem höherpreisigen Premiumservice entwickelt“, sagte ein Sprecher von DPD, der Deutschland-Tochter der französischen Post.

Eine Sprecherin von Hermes sagte: „Wir müssen uns [...] überlegen, inwieweit eine Haustürzustellung als Standardleistung langfristig tragbar ist.“ Sie verwies auf Länder wie Schweden, wo diese Belieferung bereits extra koste. Damit deuten die Firmen einen Kurswechsel an beim Umgang mit der „letzten Meile“, also dem letzten Abschnitt bis zur Paketübergabe - dieser ist besonders zeitintensiv und teuer für die Paketdienstleister.

Der Wettbewerber GLS, Tochter der britischen Royal Mail, hat solche Zuschläge bei einigen Firmenkunden schon für das Weihnachtsgeschäft eingeführt. Haustürlieferungen an Privatkunden seien aufwendiger als gewerbliche Lieferungen an Firmen, wo die schnelle Annahme der Pakete gewährleistet sei, sagte eine GLS-Sprecherin. Details nannte sie nicht. GLS hat Preisaufschläge gegenüber Unternehmen durchgesetzt, in dessen Auftrag die Firma Pakete transportiert. Ob diese Unternehmen den höheren Haustürpreis weiterreichen an ihre Endkunden, ist unklar.

Der Marktführer Deutsche Post DHL plant hingegen keine Zuschläge für die Haustürzustellung. Auch Hermes und DPD betonten, sie hätten keine konkreten Vorhaben samt baldiger Umsetzung. Dennoch verdeutlichen die grundsätzlichen Überlegungen und der Schritt von GLS, dass Bewegung ist im Preisgefüge am Paketmarkt. In Deutschland gibt es zwar viele Paketshops, diese werden aber nicht sehr stark genutzt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: DPD und Hermes - Paketbranche erwägt Preisaufschlag für Haustür-Bestellungen

0 Kommentare zu "DPD und Hermes: Paketbranche erwägt Preisaufschlag für Haustür-Bestellungen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.